Sitzung 2689


"Trauma im Bewusstseinswandel: ins Unbekannte gehen“


Samstag 13. Dezember 2008 (privat/Telefon)

Teilnehmer: Mary (Michael) und Ben (Sumarian)

ELIAS: Guten Tag!

BEN: Guten Tag, Elias.

ELIAS: (lacht) Und was besprechen wir?

BEN: Gut, wie du wahrscheinlich weißt, habe ich in den letzten anderthalb Monaten ein schreckliches Drama und Trauma durchgemacht. Ich möchte einige Details davon besprechen, weil ich es überhaupt nicht begreife. Diese ganze Qual begann vor anderthalb Monaten, als ich mich körperlich schwindlig und verwirrt fühlte und große Angst bekam. Ich ging zu meinen Eltern und zu einem Psychiater, der bei mir Depression diagnostizierte und mir Medikamente gab. In den letzten sechs Wochen bin ich nur im Bett gelegen. Ich fühlte mich sehr leer, habe viel an Selbstmord gedacht und habe mich selbst kritisiert. Ich habe aufgehört arbeiten zu gehen. Ich halte es nicht mehr in meiner Wohnung aus. Es ist fast so, als würde ich mein ganzes System herunterfahren und keine Möglichkeit sehen es wieder zu starten. Ich hätte gern, dass du irgendwie anfangen könntest mir zu erklären, was hier geschieht, was ich im Augenblick erschaffe.

ELIAS: Gut. Ich bin mir dessen bewusst, dass in dieser Zeit die meisten Individuen sehr verwirrende, verunsichernde und entmutigende Erfahrungen machen können - nicht alle, aber die meisten. Es ist eine interessante Zeit. Sie ist in Bezug zur gegenwärtigen Bewusstseinswelle interessant, und wie das eure Welt und euch alle beeinflusst. Es ist eine interessante Zeit, weil nun der Bewusstseinswandel hereinbricht und objektiv verändert, was sich überall in eurer Welt zeigt. Ihr beginnt nun, wirklich das Vertraute zu verlassen und ins Ungewohnte zu gehen, was mit großen Veränderungen einhergeht.

Ihr erlebt in Wirklichkeit keine Depressionen, aber es ist verständlich, dass eure Psychologie eure Erfahrung als das etikettiert. Ich möchte sagen, dass eure Psychologen jetzt in helle Aufregung versetzt werden könnten, weil so viele Individuen als depressiv diagnostiziert werden. Das ist in Wirklichkeit nicht die Situation. Ihr fangt vielmehr an, den Bewusstseinswandel wirklich zu erleben, euch auf dramatische Weise zu verändern, was so ungewohnt ist, dass ihr noch keine Assoziationen zu euren Erfahrungen habt.

Wie gesagt ist eine Assoziation eine Bewertung und irgendwie ein Kommentar oder eine Einschätzung, die ihr in Bezug auf eine Erfahrung erzeugt, die ein Urteil mit einschließt, entweder gut oder schlecht. Unabhängig davon, was ihr erlebt, erzeugt ihr im Anschluss an die Erfahrung eine Assoziation, eine Einschätzung dieser Erfahrung, und haltet die Erfahrung für gut oder schlecht.

Diese Assoziationen werden aufgezeichnet oder im Gedächtnis abgelegt. Das Körperbewusstsein speichert diese Erinnerungen.

Wenn ihr neue Erfahrungen macht, sucht das Körperbewusstsein automatisch nach einer vergangenen Erfahrung und einer ähnlichen Assoziation, was euch erlaubt, euch eure Erfahrung schnell anzueignen und eine Übersetzung durch Gedanken zu erzeugen, was euch ein Verständnis eurer Erfahrung erlaubt. Das ist in euren Begriffen normal. Wenn ihr eine ganz neue Erfahrung macht, sucht das Körperbewusstsein automatisch und kennt sich nicht aus, wenn es keine zur neuen Erfahrung passende Erinnerung und Assoziation finden kann.

Wenn sich das Körperbewusstsein nicht mehr auskennt, fängt es an, auf ungewöhnliche Weise zu reagieren, da es keinen Bezugspunkt zu dem, was ihr erlebt, finden kann. Das verwirrt auch den Denkmechanismus, da ihm keine genaue oder gar keine Information zur Verfügung gestellt wird, was die Verwirrung des Denkmechanismus erzeugt. Euer Denken kann deswegen verworren sein, oder es kann verdunkelt sein, oder es kann schwierig sein, etwas im Kopf zu behalten. Ihr meint dann vielleicht, dass ihr leicht vergesst. Oder die Gedanken funktionieren nicht richtig und kreisen immer wieder um dasselbe Thema, zum Beispiel darum, sterben oder Selbstmord begehen zu wollen. Das Denken wird deswegen veranlasst, in diese Richtung zu gehen, weil das Körperbewusstsein dauernd versucht, eine Assoziation und eine Erinnerung zu finden und es das nicht kann. Das Körperbewusstsein erzeugt deswegen eine Kommunikation fehlender Optionen - keine Wahlmöglichkeiten, keine Wahlmöglichkeiten, keine Wahlmöglichkeiten.

Wenn es diese Kommunikation erzeugt, ist es für den Denkmechanismus nicht ungewöhnlich, in die Richtung zu gehen, diese Kommunikation in eine einzige Wahlmöglichkeit zu übersetzen: sterben, abschalten, herunterfahren, aufhören zu existieren. Der Denkmechanismus übersetzt die Kommunikation des Körperbewusstseins als beträchtliche Verwirrung, fehlende Information und fehlende Wahlmöglichkeiten. Das beeinflusst auch die Motivation oder kann die Motivation beeinflussen. Die Motivation wird beeinflusst, weil folgendes geschieht: ihr verändert euch, aber ihr habt keine Vorstellung von dieser Veränderung und ihr könnt diese Veränderung noch nicht definieren, da ihr die Veränderung erst assimilieren müsst. In diesem Zustand scheint das Gefühl geringer Motivation sehr um sich zu greifen und überwältigend zu sein.

Meistens verallgemeinerst du wie die meisten Individuen und meinst, dass du in jedweder Richtung keine Motivation hast, was nicht ganz stimmt. Individuen SIND weiter motiviert, aber in ganz andere Richtungen als sie gewöhnt sind. Die Richtungen, die sie vorher motiviert haben, sind jetzt von geringem Interesse für sie. Das geschieht jetzt global. Deswegen ist die Energie noch stärker und beeinflusst mehr. So erlebt jeder von euch die Verwandlung dazu, selbst-bestimmt zu sein.

Wir haben viele Jahre darüber gesprochen selbst-bestimmt zu sein, was im wesentlichen eine Vorbereitung für das war, was ihr jetzt erlebt, Individuen glaubten, dass sie selbst-bestimmt sind und dieses Konzept verstehen, aber in Wirklichkeit gibt es und hat es viele, viele Faktoren gegeben, die jeden von euch beeinflussen und euch davon abhalten, wirklich selbst-bestimmt zu sein. Selbst-bestimmt zu sein, bedeutet in die Richtung zu gehen, die ihr wollt, die euch interessiert, auf die ihr neugierig seid und für die ihr eine Neigung habt ohne den Einfluss äußeren Ursprungs.

Das ist sehr, sehr ungewohnt für die meisten Individuen auf eurem Planeten, denn ihr seid, ob ihr es erkennt oder nicht, vielen, vielen äußeren Einflüssen unterworfen, die euer Verhalten beherrschen, was ihr macht, was ihr nicht macht, was ihr machen sollt, was ihr nicht machen sollt, was angemessen ist und was unangemessen ist. Diese Einflüsse stammen davon, wie ihr durch andere Individuen erzogen wurdet, vom Schulunterricht, von eurer Gesellschaft und davon, was sie von euch erwartet und was ihr von euch erwartet und als normal anseht, wie z.B. in die Schule zu gehen, eine Karriere einzuschlagen, zu arbeiten und Fähigkeiten zu entwickeln. Eine Zeitlang haben viele Individuen sogar die Wahrnehmung erzeugt, die sehr wirklich ist, dass sie ihre Arbeit genossen haben, dass sie ihre Fähigkeiten oder Begabungen geschätzt und genossen haben.

Aber jetzt gibt es eine bedeutende Änderung, und diese Änderung geht weg von dem, was ihr zu schätzen oder zu mögen oder nicht zu mögen oder interessant oder nicht interessant zu finden GELEHRT worden seid, zu einem Ausdruck von echter Selbst-Entdeckung, was euch wirklich interessiert, was ihr wirklich schätzt und ablehnt und welche Fähigkeiten oder Kreativität ihr von Natur aus habt. Die meisten Individuen wissen im Großen und Ganzen objektiv nicht, welcher Ausdruck euch ganz entspricht. Ihr wisst nicht, was ihr wollt, was ihr mögt, was ihr nicht mögt, was eure wirklichen Interessen sind und was nicht, was ihr wirklich genießt.

Auch wenn ihr vielleicht einige Aspekte und Ausdrucksformen dessen, was ihr wollt und was ihr genießt und was euch interessiert, identifizieren könnt, seid ihr alle so von der Information überschwemmt, wie ihr in irgendeiner Richtung erfolgreich sein könnt, dass ihr automatisch in gewisser Weise denkt. Zum Beispiel, ihr identifiziert eine Idee oder eine Handlung, die euch wirklich interessiert und die ihr gerne machen wollt, und ihr sagt euch automatisch: "Aber damit kann man unmöglich Geld verdienen.“ Ein Individuum sagt vielleicht: "Ich kann in mir erkennen, dass ich eine wirkliche Leidenschaft für das Lesen habe. Das interessiert mich wirklich, ich mache das wirklich gern, und wenn ich ganz selbst-bestimmt wäre und machte, was ich will, würde ich mich entscheiden, jeden Moment zu lesen.“

An diesem Punkt hat das Individuum keine Ahnung, wie es das tun und sich damit auch physisch und finanziell erhalten kann. Das ist der Punkt. Ihr seid euch dessen bewusst, dass ich schon lange Information in dieser Richtung angeboten habe, aber jetzt passiert es, dass Individuen zu erkennen beginnen, dass sie orientierungslos sind oder sich verloren fühlen, da sie nicht wirklich wissen wie sie selbst-bestimmt sein können. Aber ihr habt euch alle selbst dazu gedrängt und euch fast dazu gezwungen, in diese Richtung voranzuschreiten. Es ist ein Teil dieses Wandels.

Ihr könnt momentan in eurer Welt erkennen, dass bedeutende Änderungen geschehen mit denen ihr euch auseinandersetzen müsst - euer Planet selbst, eure Wirtschaften - und diese sind nicht beschränkt auf bestimmte Länder. Das sind Situationen, die global geschehen. Wie ich vom Beginn dieses Forums an gesagt habe, betrifft dieser Wandel die Gesamtheit eurer Welt und ihr beginnt jetzt euch das zu beweisen. Es gibt gewisse Fundamente in eurer Welt, die unwirksam und untauglich sind und über die ihr hinausgewachsen seid. Diese müssen geändert werden. Die Intensität, in der ihr globale Aktivitäten geschehen seht, und die Notwendigkeit für Änderungen an gewissen bestehenden kollektiven Strukturen wird individuell zum Ausdruck gebracht. Ihr könnt kein Kollektiv ohne Individuen erzeugen; die Entwicklung fängt deswegen bei den Individuen an. Ihr nehmt euch depressiv oder eingeschränkt wahr ...

BEN: Man fühlt sich leer.

ELIAS: Ja. Und betrachtet, wie sich das global überall in eurer Welt widerspiegelt. Wie ist der Ausdruck eurer Wirtschaften? Depressiv und leer. Was ist die Spiegelung eures Planeten? Depressiv und leer werdend. Wie ist der Ausdruck des Individuums? Turbulent, und die Wirtschaft und der Planet sind turbulent. Der Grund ist, dass ihr das wirklich ERLEBT, aber ihr habt das noch nicht richtig bezeichnen können. Ihr erlebt, dass ihr euch VERÄNDERT. Was wichtig war, ist nicht mehr wichtig. Was geschätzt wurde, wird nicht mehr unbedingt geschätzt. Was die Norm war, ist nicht länger die Norm.

Ich habe in meinen Gesprächen mit euch allen oft gesagt, dieser Wandel ist ein Ursprungs-Ereignis (Source-Event). Es ist so sehr ein Grund-Ursprungs-Ereignis, dass die Energie dieses Wandels eigentlich nicht zur Gänze in eurer physischen Realität ausgedrückt werden kann. Bei diesem Energievolumen und diesem Ausmaß an Veränderung könnt ihr nicht erwarten, dass ihr die so bedeutenden Änderungen ohne irgendein Element von Trauma erzeugen werdet. Ich habe euch von Anfang an gesagt, dass dieser Wandel nicht leicht sein wird. Nun beginnt ihr das zu erkennen. Ihr erlebt nicht euren Untergang und auch wenn es sehr unangenehm ist, ist es doch eine ganz neue Geburt, da ihr eure Wahrnehmungen und damit eure Realität neu konfiguriert. Ihr definiert euch, eure Begriffe und eure Welt wirklich neu.

Arbeit ist einer der Begriffe, die ihr neu definiert. In diesem Umdefinierungsprozess wird die Anziehungskraft oder euer Interesse fast null sein, da die Struktur, in der sie erschaffen wurde, Selbst-Bestimmung nicht fördert, und das ist wohin ihr euch letztlich bewegt.

Ich erkenne die Sorgen, die in diesem Wandel alle von euch haben, weil es an diesem Punkt jetzt für jeden von euch unfassbar bleibt, wie ihr realistisch und praktisch existieren könnt ohne das Fundament des Austauschs. An diesem Punkt momentan in eurer Zeit seid ihr noch nicht bereit, ganz die Tausch-Struktur abzuschaffen, aber ihr habt begonnen, sie zu demontieren.

Deswegen ist es jetzt für jedes Individuum, wie ich schon in unserer letzten Gruppensitzung gesagt habe, eure wichtigste Entscheidung, die Wahl mit der oder gegen die Welle zu schwimmen. Wenn ihr euch mit ihr bewegt, könnt ihr die Welle mit geringer Anstrengung reiten, wobei ihr wisst, dass ihr nicht sicher sein könnt, wohin euch die Welle trägt, aber zulasst, dass sich das zeigen wird. Oder ihr könnt genauso wie bei einer richtigen Welle gegen sie ankämpfen und dagegen anschwimmen und fortfahren, zur bekannten Stelle zu schwimmen zu versuchen - und ihr werdet von der Welle niedergeschmettert und könnt die vorherige Stelle genauso wenig erreichen wie wenn ihr mit der Welle reitet. Dagegen anzukämpfen verlängert eure Verwirrung und euer Leiden nur. Ich verstehe auch, dass das in dieser Zeit auch eure größte Herausforderung sein kann, zu wählen und umzusetzen mit der Welle zu schwimmen und euch sein zu lassen statt euch in Richtungen zu zwingen, die euer Körperbewusstsein abstößt und bekämpft.

Es ist deswegen eine Frage davon gegen sich anzukämpfen und gegen sich zu sein, oder zuzulassen. Ich erkenne, dass das Erlauben schwierig ist, da es in diesem Erlauben viele Assoziationen gibt, die euer Körperbewusstsein finden kann, die euch herabsetzen und gegen das ankämpfen, was unbekannt ist.

Lass mich dir sagen, mein Freund, etwas, das ihr alle nicht kennt, eine Erfahrung, die allen von euch unbekannt ist, ist der Tod.

Für die meisten Individuen ist der Tod etwas, das sich an einem Punkt spontan ereignet. Auch Individuen, die eine Krankheit haben, die sie schließlich zu diesem Punkt bringen wird, ist der Punkt des Tods irgendwie spontan und das Individuum kann ihn nicht bewusst planen. Es gibt einige Individuen, die objektiv vorhaben zu sterben und das mit Absicht realisieren wollen, was ihr Selbstmord nennt.

Individuen, die ihren eigenen Tod mit Absicht planen und realisieren wollen, haben damit über längere Zeit große Schwierigkeiten. Ein Individuum, das zum Ausdruck bringt, dass es wirklich sterben will, kann das schließlich vollbringen, aber der individuelle Prozess braucht seine Zeit. Es geschieht nicht spontan. Im Allgemeinen wird das Individuum mehrere Versuche machen bevor es wirklich erfolgreich ist, und in diesem Prozess und dieser Zeit erschafft es erhebliche Schwierigkeiten für sich und großes Unbehagen und Leiden.

Das ist so, weil das Körperbewusstsein kein von euch getrenntes Ding ist. Es ist ein Teil von euch, und es dient einer sehr bestimmten Funktion über seine physischen Funktionen hinaus. Seine Funktionen sind Erinnerungen zu speichern und die Existenz in der physischen Realität zu bewahren. Da das die beiden Aufgaben oder Hauptverantwortungen des Körperbewusstseins sind, wird es diesen Verantwortungen sehr gut und sehr stark gerecht. Das sind seine zwei Hauptziele, die es aufrechterhält.

Wenn ihr dem Körperbewusstsein eine unbekannte Erfahrung präsentiert, bemüht es sich zu bewahren, was ihm als existent bekannt ist. Der Tod ist eine Bedrohung, da er eine unbekannte Erfahrung ist. Ungeachtet dessen, wie viel Information ihr euch über den Tod zukommen lasst, die Erfahrung selbst ist unbekannt. Deswegen wirkt das Körperbewusstsein sehr darauf hin, die Existenz und was bekannt ist zu erhalten. In ähnlicher Weise geht ihr mit einer unbekannten Erfahrung um. Ihr habt keine vergangene Erfahrung davon, ganz selbst-bestimmt zu sein. Sogar als Kind, sogar als Kleinkind seid ihr nicht ganz selbst-bestimmt, da ihr für bestimmte Interaktionen und für die Existenzerhaltung von äußeren Einflüssen abhängig seid.

Ihr macht also eine neue Erfahrung, und diese neue Erfahrung hat kein Bezugssystem, und das Körperbewusstsein versucht automatisch sich in das zurückzubewegen, was vertraut ist. Es fährt deswegen fort, nach Assoziationen zu suchen, die euch veranlassen, in vertraute Bereiche zurückzukehren. Aber da ihr nicht von eurem Körperbewusstsein getrennt seid, da es ein Element von euch ist, stellt ihr euch in Gegensatz dazu. Ihr könnt euch nicht mehr zwingen, das Vertraute zu tun und so erlebt ihr euch in einem Schwebezustand, da ihr nicht zum Vertrauten zurückkehren könnt, aber nicht wisst, was das Unbekannte für euch bereithält.

BEN: Es scheint manchmal so als würde ich mich gar nicht bewegen. Das macht mir sogar mehr Sorgen. Ich sitze und warte.

ELIAS: Ja, aber das machst du nicht. Es ist eigentlich keine Situation von Sitzen und Warten. Du kommst schon vorwärts, aber du hast das noch nicht erfasst. Du führst schon die Änderung durch, aber du hast sie noch nicht assimiliert. Du wandelst dich schon, aber du hast noch keine Assoziation dazu gebildet. Du hast keine Assoziation damit geformt. Du bewegst dich schon und handelst und veränderst dich schon und du lieferst dir dazu sehr starke Beweise. Du sagst dir, dass du deine Arbeit nicht tun kannst. Du versuchst es und es geht nicht. Das ist ein Beweis für die Veränderung. Du kannst nicht in deine Wohnung zurückkehren; du kannst nicht länger in dieser vertrauten Umgebung bleiben. Das ist ein weiterer Beweis der Veränderung. Die Schwierigkeit oder der Konflikt ist, dass du nicht weißt, wozu du dich verwandelst.

BEN: Genau.

ELIAS: Aber du wandelst dich, und darauf kommt es an. Es gibt keine Landkarte. Es gibt keinen Plan. Es geht darum, alles, was ich euch gesagt habe, wirklich anzuwenden und in der Praxis umzusetzen. Es ist eine Frage wirklichen Vertrauens, davon wirklich diesen Prozess sich entfalten zu lassen, nichts erzwingen zu wollen, keinen Druck zu machen - wirklich anzuerkennen, dass ihr einen Prozess durchmacht, der neu und unbekannt ist, aber darauf vertrauen zu können, dass er sich entfalten wird und ihr zu definieren anfangen werdet, was ihr tut und ihr anfangen werdet, euch zu inspirieren und zu verstehen. Aber es ist notwendig, das Neue, das Unbekannte sich entfalten zu lassen.

Ihr könnt nicht strukturieren, was ihr nicht kennt. Ihr könnt keine Entwicklung planen, die ihr nicht kennt oder nicht sehen könnt. Es geht deswegen darum, wirklich zu vertrauen und euren individuellen Prozess sich entfalten zu lassen, was er dann auch wird. Es ist wirklich nur eine Frage der Zeit. Je weniger ihr gegen euch opponiert und mit euch kämpft, umso weniger Zeit braucht ihr für diese Entwicklung. Je mehr ihr mit euch kämpft und euch kritisiert und an alten Assoziationen hängt, umso länger braucht ihr, um eure eigene Entfaltung zu sehen.

BEN: Ich glaube, dass ich im letzten Monat viel gekämpft habe, fast automatisch, weil ich nicht wusste, was ich sonst tun sollte.

ELIAS: Ja, und ich möchte sagen, dass das nicht ungewöhnlich ist. Das wird ziemlich weit verbreitet sein. Da es darum geht: ihr wisst nicht, was ihr tun sollt, und ihr bringt sehr starke Assoziationen mit dem, was ihr tut, zum Ausdruck. Es ist deswegen sehr leicht, die Richtung einzuschlagen, gegen sich zu sein, sich zu kritisieren und mit sich zu kämpfen, da ihr kein klares Bild davon habt, was ihr tut. Ihr denkt deswegen, dass ihr nichts tut, aber in Wirklichkeit handelt ihr, entwickelt euch und verändert euch.

BEN: Wie könnte Zulassen aussehen? Mein Tag ist ziemlich leer. Zulassen könnte sein, diese Leere nicht irgendwie zu bekämpfen, und wenn ich nicht motiviert bin irgendetwas zu tun, nichts zu machen? Es ist ziemlich skurril geworden. Die Zeit ist buchstäblich stehen geblieben. Die Tage gehen sehr langsam vorbei, und ich glaube, ich sitze einfach da und warte auf irgendein Wunder. Wie könnte Zulassen aussehen, einfach im Fluss zu sein und darauf zu vertrauen, dass sich die Dinge schließlich entfalten?

ELIAS: Ja, und euch erlauben, zu tun was immer ihr in jedem Moment tun wollt Zum wiederholten Mal, Ich verstehe, dass es eine sehr starke Assoziation zu dieser Handlung gibt, nämlich dass ihr das nie machen sollt und das ganz unverantwortlich und der Inbegriff an Faulheit ist, aber in Wirklichkeit ist das ein Element dieses Zulassens. Wenn ihr im Moment eine Tasse Tee trinken wollt, trinkt eine Tasse Tee. Wenn ihr einen Teller Suppe essen wollt, esst einen Teller Suppe. Wenn ihr eine Zeitschrift lesen wollt, lest eine Zeitschrift. Wenn ihr Fernsehen wollt, tut das. Wenn ihr ein Nickerchen halten wollt, tut das.

Ich bin mir dessen bewusst, dass es scheint, dass ihr bei all diesen Handlungen nichts tut, aber eigentlich macht ihr eine wichtige Handlung. Ihr lasst zu, und ihr übt euch im Zulassen. Ihr übt eigentlich auch, auf euch zu hören und euch nicht zu überfordern. Das ist etwas, das euch allen ganz fremd ist, da ihr gewohnt seid, euch entweder zu sagen, was ihr tun sollt, was auf äußeren Einflüssen basiert, oder ihr seid daran gewohnt, direkt durch äußere Einflüsse instruiert zu werden, was ihr tun sollt. Das ist wirklich eine Umsetzung dessen, euch zu tun zu erlauben, wozu ihr einen Impuls spürt ohne irgendeinen Einfluss von außen.

BEN: Elias, alles was ich in der letzten Woche getan habe - wie beispielsweise mit Psychologen, Psychiatern, Familienmitgliedern, Freunden zu tun zu haben - ich bemerke da, dass alles, was mir von ihnen gesagt wird, an mir abzuprallen scheint. Es scheint als ginge es nicht darum anzufangen, meine Vergangenheit zu untersuchen, um Dinge in der Gegenwart zu ändern. Ich finde mich, all diesen Einflüssen gegenüber resistent und dann setze ich mich herab, weil ich etwas tun sollte, um aus diesem Zustand heraus zu kommen.

ELIAS: Und das ist ein weiterer Faktor, mein Freund, wirklich auf eure eigene Intuition zu hören, wirklich zu üben auf euer eigenes Wissen zu hören, auf euch zu hören und nicht in die Richtung zu gehen, euch selbst in Frage zu stellen und zu sagen: „Ich glaube das eigentlich und ich habe eigentlich diese Intuition in Bezug zu mir, aber alle diese anderen Individuen sagen etwas anderes. Deswegen liege ich vielleicht falsch, und vielleicht muss ich mich in Frage stellen, da die anderen Individuen sich sicher zu sein scheinen und wirklich überzeugt sind von dem, was sie sagen. Deswegen habe ich vielleicht unrecht.“ Nein. Das ist ein Element dieses Wandels. Das ist ein Element dieses Wandels zur Selbst-Bestimmung. Das heißt nicht...

BEN: Elias, höre ich eigentlich manchmal auf meine innere Stimme? Weil ich diese Stimme der Intuition oft wirklich nicht höre. Waren diese Veränderungen, die ich machte, zum Beispiel ins Haus meiner Eltern zu ziehen, mit meiner Arbeit aufzuhören, mit meinem Zeichnen aufzuhören, sind das Beispiele dafür, dass ich mir zuhöre?

ELIAS: Das sind Beispiele dafür, veranlasst zu werden und sich zu erlauben, dieser Veranlassung zu folgen. Deswegen, ja, in gewisser Weise ist das auf sich hören. Es ist nicht unbedingt deine Intuition, auf die du hörst, aber es ist ein Reagieren auf Impulse. Es ist ein Reagieren auf deine eigenen Veranlassungen und deine eigenen Impulse und nicht zu tun, als gäbe es sie nicht und sie nicht zu bekämpfen. Du kämpfst im Anschluss daran mit dir selbst, da du deinen Impulsen wirklich gefolgt bist - aber eigentlich kämpfst du mit deinen eigenen Assoziationen. Aber anzuerkennen ist, dass du deinen Veranlassungen gefolgt bist; du bist den Impulsen wirklich gefolgt. So unlogisch sie dir jetzt auch scheinen, sind sie...

BEN: Es ist ein bisschen schwierig im Haus meiner Eltern zu sein. Mir kommt vor ich bin schon verwirrt genug und ich erhalte viele Ratschläge. Ich frage mich, ob ich wirklich keinen Ort finden kann, wo ich in Frieden mit mir sein kann. Ich wohne im Augenblick weiterhin dort.

ELIAS: Vielleicht kannst du dir erlauben, ihr Heim als deinen Wohnsitz zu haben, dir aber erlauben, jeden Tag für längere Zeit wegzugehen. Vielleicht kannst du dir erlauben, an einem Ort zu sein, der dir gefällt und angenehm für dich ist, wie der Strand oder irgendein anderer Ort, der dir gefällt und dich beruhigt und an dem es nicht notwendig ist anderen Individuen zu begegnen, wenn du das nicht willst, du es aber kannst, wenn du dich dafür entscheidest, aber es deine Wahl ist, und du nicht mit anderen Individuen zu tun haben musst. In Wirklichkeit kannst du dich an vielen verschiedenen Orten aufhalten und eigentlich nicht mit anderen Individuen zu tun haben und dir eine angenehme Umgebung erlauben, in der du dich ruhig fühlen kannst und wo du keinen Druck von außen erlebst.

BEN: Oh, das kann ein bisschen zu viel für mich sein. Ich bewege mich zwischen Wohnungen, zwischen meinem Bruder und meinen Eltern und meinem Haus, so dass es eine Art Kreis erschafft.

Beeinträchtigen die Medikamente, die ich nehme, mich oder mein physisches Körperbewusstsein auf irgendeine Weise?

ELIAS: Nein. Das ist nicht der Fall.

BEN: Ich höre von dir, dass ich weiterkomme und ich irgendwie lernen muss, mich zu entspannen und es sich einfach entfalten zu lassen, obwohl es sehr, sehr ungewohnt ist, weil ich große Leere fühle und es mir manchmal große Angst macht.

ELIAS: Ich verstehe. Das ist wirklich verständlich, da du dich ins Unbekannte bewegst. Deswegen scheint es sehr leer zu sein, denn was bekannt ist und was vertraut ist, ist sehr voll, aber das Unbekannte wird auch voll sein. Es ist nur noch nicht definiert. Es kann sich deswegen sehr leer anfühlen, aber das geht vorüber.

BEN: Kann es mehrere Monate oder noch länger dauern?

ELIAS: Das hängt von dir ab. Es kann anfangen, sich wirklich schnell aufzulösen, wenn du nicht gegen dich ankämpfst, da du es schon einige Zeit erlebst und du damit weiter vorankommst unabhängig davon, ob du es definierst oder nicht. Deswegen bist du erfolgreich, unabhängig davon, dass du glaubst, dass du es nicht bist...

BEN: Das ist beruhigend.

ELIAS: Und da du nun auch mehr Information hast, kann es etwas leichter für dich sein aufzuhören gegen dich anzukämpfen, was deine Entwicklung beschleunigen wird.

Ich möchte sagen, dass die meisten Individuen diese Bewegung schon ungefähr ein bis drei Monate lang erlebt haben und zum Großteil die meisten von euch schon einen bedeutenden Teil dieser Bewegung gemacht haben. Ihr könnt deswegen wirklich bald anfangen, die neue Richtung zu entfalten. Sei bestärkt, mein Freund, und nicht entsetzt.

BEN: Es ist eine unheimliche Fahrt. Ich hatte sehr angstvolle anderthalb Monate.

ELIAS: Ich verstehe. Aber ebenso wie ein Gänge grabendes Tier einen sehr tiefen, dunklen Tunnel graben kann, taucht es schließlich auf an einem neuen Ort für neue Abenteuer.

BEN: Ich habe eine kleine, kurze Frage für meinen Freund. Er möchte eine Bestätigung der Orientierung seiner Ex-Freundin, und er fragt, ob sie Common ist.

ELIAS: Ja.

BEN: Sie ist es. Also, unsere Zeit ist vorbei.

ELIAS: Gut. Ich freue mich auf unser nächstes Treffen und werde bei dir sein und dich dauernd ermutigen, mein Freund.

BEN: Danke dafür, weil ich dich irgendwie nicht sah und ich mir deswegen Sorgen machte.

ELIAS: Ich bin immer gegenwärtig. Dessen kannst du sicher sein.

BEN: Danke, Elias.

ELIAS: Gern geschehen, mein Freund. Ich sage dir in großer Zuneigung und Liebe, au revoir.

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