Sitzung 667


Selbstwert


(Ausschnitt)
28.7.2000

JIM: Aber Selbstwert ist nicht von Taten und Handlungen abhängig. Es gibt vieles wovon er nicht abhängig ist. Du hast in der letzten Sitzung gesagt, dass wir außen Bestätigung suchen und sie für unser Selbstwertgefühl verwenden und das dann fälschlich für Selbstwert, Selbstvertrauen und Vertrauen in unsere Fähigkeiten halten.

Michael und ich redeten über Mögen und Nicht-Mögen und Vorlieben und so. Es scheint, glaube ich, etwas zu geben ... ich möchte gerne das, dass wir fühlen, wir brauchen von außen, durch etwas anderes ersetzen. Ich weiß, es ist Vertrauen von Innen, aber ich möchte wissen, ob sich nicht etwas finden lässt, um nicht so sehr nach außen zu schauen und mich mehr nach Innen zu bewegen und mehr Vertrauen in den inneren Bereich zu haben.

ELIAS: Gut. Ich möchte dir jetzt darauf antworten.

Du fragst, was ist Selbstwert? Wie soll man den Selbstwert erkennen, wenn er nicht in all dem erkennbar ist, was du an Beispielen genannt hast - über die wir vorher gesprochen haben - und wie kannst du das erkennen lernen, nicht wahr?

JIM: Richtig und sehr schön gesagt.

ELIAS: Gut.

Also Selbstwert zeigt sich als Erkenntnis und Wissen.

Sich selbst kennen, ist wie gesagt nicht notwendigerweise das, was durch Gedanken oder Emotionen oder Bestätigung von außerhalb eurer Meinung nach als Selbstwert interpretiert wird, da alle diese Äußerungen von euren Glaubensannahme und eurer Wahrnehmung beeinflusst sein können.

Sich selbst kennen, dich kennen und wissen, was du bist und WER du bist, ist dir angeboren. Und so bleibt dieser Ausdruck oder dieses angeborene Wissen von deinen Glaubensannahmen unbeeinflusst und ist nicht von deiner Wahrnehmung abhängig, da es über diese physische Dimension hinaus geht.

Du kannst auf dieses Wissen um deinen Wert durch Lösung von Anspannung in deiner Energie zugreifen, indem du deine Energie entspannst und dir erlaubst, mit dir vertraut zu werden.

Ich bin mir dessen bewusst, dass ich euch allen das schon oft gesagt habe. Ich bin mir auch dessen bewusst, dass das bis jetzt im Großen und Ganzen Worte geblieben sind und dass ihr noch nicht wirklich angefangen habt, euch zu erlauben, mit euch vertraut zu werden und euch so eine objektive Erfahrung eures Werts zu gewähren, wie er euch angeboren ist.

Anfangen heißt, die Spannung wahrzunehmen und anzuerkennen, die jeder von euch energetisch hält und euch zu erlauben, diese Spannung loszuwerden und eure Energie zu entspannen, denn solange ihr angespannt seid, erschafft ihr auch automatisch Barrieren und diese Barrieren schaffen Trennungen.

Ihr erschafft also eine Trennung in eurem objektiven Bewusstsein zwischen dem objektiven Selbstbewusstsein und der Vertrautheit, dem Sich-Vertraut-Machen mit euch selbst und der Erkenntnis des Selbst in seiner Gesamtheit.

Bis jetzt sehen sich Individuen innerhalb dieses Forums weiter als eine einzelne Manifestation in einer physischen Dimension getrennt von dem, was sie als Wesen definieren, und dieses Wesen ist getrennt von dem, was sie Bewusstsein nennen, und Bewusstsein nimmt physischen und nichtphysischen Raum ein innerhalb irgendeines anderen unbekannten Gegenstands, der Kosmos genannt wird - obwohl unter nichtphysisch wieder etwas mit einem physischen Aspekt verstanden wird!

Und wenn du so deine Aufmerksamkeit in dieser physischen Manifestation dir zuwendest und dem, was du „Ich“ nennst, siehst du dich als ein physisches Einzelwesen, das von allen anderen physischen und allen nichtphysischen Äußerungen, sogar von dir selbst getrennt ist!

Ich sage euch nämlich, dass eure Aufmerksamkeit in dieser körperlichen Wahrnehmung Spannung enthält und Spannung die Trennung fortbestehen lässt, da sie eure Aufmerksamkeit in eine einzelne eingeschränkte Richtung gehen lässt.

Das kann in jedem Ausdruck erkannt werden. Du kannst ganz physische Beispiele dafür finden, und die Spannung ist in jeder Äußerung deiner Energie enthalten. Wenn du Spannung hast, erschaffst du eine auf etwas Einzelnes beschränkte Aufmerksamkeit und eine Trennung in deiner Realitätsschöpfung durch Wahrnehmung.

Um mit der Entdeckung deines angeborenen Wert-Seins anzufangen, musst du dir also erlauben, die Spannung, die du in deiner Energie hast, wahrzunehmen und zu erkennen und dich energetisch entspannen, da dir das erlaubt, dich zu öffnen.

JIM: Ja, so wie es war, als ich die Sitzung von Shynla mit dir las - ausatmen! Das traf neulich ins Schwarze.

ELIAS: Ihr sagt das zu euch, weil ihr merkt, das sich das auf euren physischen Körper auswirkt!

Es ist wirklich schwierig für euch, physisch in einem Ausdruck von Spannung zu bleiben, wenn ihr eure Aufmerksamkeit auf euren Atem und die Bewegung eures Atems fokussiert. Wenn ihr körperlich tief atmet, ist es auch schwierig, die Muskeln weiter anzuspannen. Es ist möglich, aber schwierig, weil das Sich-Öffnen im Gegensatz zu Spannung steht.

Sich beim Atmen zu öffnen, bringt nicht nur eure Luft in euren physischen Körper, sondern erweitert auch eure physischen Lungen und das Kreislaufsystem, was eine Öffnung ist. Diese Öffnung beeinflusst euer ganzes Nervensystem und alle eure Organe und Gewebe – euren ganzen physischen Ausdruck. Das gilt für jeden Ausdruck eurer Energie.

Wenn ihr euch energetisch lockert und entspannt, öffnet ihr euch auch und wenn ihr euch öffnet, bezieht ihr eure Peripherie mit ein. Ihr erlaubt euch mehr von euch selbst zu sehen und euch mit allem, worauf auch immer ihr eure Aufmerksamkeit richtet, leichter vertraut zu machen. Wenn das ihr selbst seid, könnt ihr beginnen, euch zu erkennen, was ihr seid und wer ihr seid und euren angeborener Selbstwert.

JIM: Gut, damit kann ich etwas anfangen. (Elias kichert) Ich bin in diese Richtung wissentlich und unwissentlich gegangen und habe das bemerkt. Wie gesagt, ich bemerkte in den letzten paar Wochen oder sogar länger, dass ich ganz tief atme und eine Welle des Loslassens fühle. Dieses Atmen ist nicht beabsichtigt wie in der Meditation, wenn man sich hinsetzt und atmet. Es scheint spontaner zu sein in Bereichen und Situationen und Aktionen und Dingen, die ich mir schaffe. Es ist fast automatisch. Ich denke nicht einmal daran, und plötzlich atme ich tief und entspanne mich. Deswegen kann ich damit etwas anfangen. Danke.

ELIAS: Ja, und wenn du übst, brauchst du auch nicht daran zu denken. Es wird automatisch.

Du brauchst nicht tief zu atmen, wenn du das weiter machst, da du mit der Erfahrung von Entspannung vertrauter wirst und dir deswegen erlaubst, dich zu entspannen ohne die physische Bewegung oder absichtliche Handlungen, um deine Energie in den Ausdruck von Entspannung zu lenken. Wenn du das immer wieder machst, erlaubst du dir, immer mehr automatisch entspannt zu werden.

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