Sitzung 500


Automatische Reaktionen bemerken
Eine neue Richtung erschaffen


(Ausschnitt)
Donnerstag, 4. November 1999 (privat/Telefon)
Teilnehmer: Mary (Michael) und Daryl (Ashrah).

Elias kommt um 16:23 an. (Ankunftszeit ist 20 Sekunden)

ELIAS: Guten Nachmittag!

DARYL: Hallo, Elias. (Elias kichert)

Ich weiß nicht genau, wo ich anfangen soll. Ich habe bemerkt, dass ich in die Furchtkiste rein und raus gehe. Als ich zuletzt in einer Sitzung mit dir redete, hast du mir gesagt, dass ich das tue, aber ich war mir dessen nicht wirklich bewusst. Aber ich glaube, dass ich es jetzt entdeckt habe.

Ich habe auch das Gefühl, dass ich, wenn ich heraußen bin, irgendwie ... ich weiß nicht. Vielleicht äußert sich mein Prozess so. Ich glaube, ich baue mir ein neues inneres Referenzsystem und fühle irgendwie eine neue Betrachtungsweise aus einem anderen Winkel. Könntest du das kommentieren?

ELIAS: Du hast recht, es ist ein Element des Prozesses, den du entwickelt oder, in dieser Bewegung aus dieser Kiste hinaus und sozusagen in deine Freiheit der Selbstentdeckung hinein, gewählt hast.

Was du erschaffst, kann man als eine neue Methode ansehen. Mit dieser neuen Methode tauschst du die Richtung deiner Aufmerksamkeit, die du in deinem Fokus lange gehalten hast, gegen eine neue aus und schaffst eine Methode, einen anderen Winkel deiner Wahrnehmung zu wählen.

Ich möchte dir auch sagen, dass ich vielen Individuen vom Beginn dieses Forums an gesagt habe, dass die Bewusstseinserweiterung und die Bewegung sozusagen in ein neues Erwachen darin besteht, eure Aufmerksamkeit zur Seite zu wenden und nicht notwendigerweise in die Richtungen zu blicken, die euch bekannt sind und als vor oder zurück bezeichnet werden.

Aber wenn ihr euch erlaubt, neue Blickwinkel zu sehen, geht ihr sozusagen seitwärts, was euch anders wahrnehmen lässt.

Und denkt daran, eure Wahrnehmung ist das Element, das eure Realität erschafft, aber auch das Element in eurer Realität, das eure Realität für euch objektiv definiert.

Wenn ihr euch also ein bisschen seitwärts wendet, schlagt ihr auch einen anderen Weg ein, der euch erlaubt, in einer anderen Weise zu erschaffen.

In dieser Situation, in der du bist und die du in dir schaffst, dient die Methode, die du sozusagen in deinem ganzen Fokus verwendet hast, deinen Zwecken nicht mehr.

Deswegen hast du eine neue Richtung von Wahrscheinlichkeiten und eine neue Wahrnehmung geschaffen. Wenn du das tust, erlaubst du dir ein Bewusstsein der Energiebewegung in dieser Aktion. Gewisse Dinge deiner Realität sehen deswegen anders aus.

Sie können manchmal auch verworren aussehen.

Ich sage dir, sorge dich nicht um diese Entwicklung, da sie vorübergehend ist. Dein objektives Bewusstsein stellt seine Aufmerksamkeit nur auf den neuen Weg ein, den du einschlägst. Das wird klarer werden, wenn du weiter dein Bewusstsein weitest, zu dir selbst und aus dieser Kiste heraus kommst.

Deswegen sage ich dir, dass du weiter vorankommst und keine Situation des Steckenbleibens erschaffst. Obwohl du manchmal glauben kannst, in dieser Situation zu sein, bist du es in Wirklichkeit nicht.

Du kommst nur auf andere Weise voran, die dir ungewohnt ist. In dieser Bewegung greifst du auf Eigenschaften zurück, die in dir latent gewesen sind und in anderen Aspekten von dir ausgedrückt werden.

Daher kommen momentan andere Aspekte von dir in die erste Position und gehen dann wieder von der ersten Position weg.

Nur für Momente, zu bestimmten Zeiten, fällt dir das objektiv mehr auf, weil damit objektive Empfindungen verbunden sind, die du wahrnimmst. Auch wenn sie verwirrend sind, sind sie vorübergehende Aktionen und du wirst mit diesem neuen Weg vertrauter, den du einschlägst.

Würdest du in der Weise weitermachen, die du vor dieser neuen Bewegung erschaffen hast, würdest du viel öfter erleben festzustecken, weil die Richtung die du vorher eingeschlagen hast, dir sehr bekannt ist. Deswegen reagierst du dabei auch sehr oft automatisch.

Wenn du eine neuen Bewegung und einen anderen Winkel wählst, in dem du deine Aufmerksamkeit fokussierst, und anders wahrnimmst, baust du dir auch nicht so viele Hindernisse, weil du nicht so oft automatisch reagierst ohne es zu merken. Du siehst die automatischen Reaktionen leichter, weil du aus dem anderen Blickwinkel heraus bemerkst, was du tust.

Verstehst du?

DARYL: Ja und ich merke irgendwie, dass ein Teil meiner Wahrnehmung wie früher und ein Teil neu ist. Es ist als würde ich gleichzeitig aus zwei Blickwinkeln sehen.

ELIAS: Ja. Das zeigt dir diesen neuen Weg.

Denk daran, wenn du diesen neuen Weg nicht geschaffen hättest, der deine Aufmerksamkeit anders ausrichtet und dich anders wahrnehmen lässt, könntest du nicht – in euren Begriffen - alte oder bisherige Aktionen oder die Bereiche, in denen du dich festgefahren fühlst oder fühltest, objektiv wahrnehmen. Das wäre nicht so offensichtlich für dich, und du könntest es nicht objektiv wahrnehmen in der Weise, in der du es jetzt wahrnimmst.

Dieser Prozess, den du geschaffen hast, ähnelt sehr jeder beliebigen neuen Richtung, die du in deiner objektiven Bewegung einschlagen könntest.

Sagen wir, als ein Beispiel dieser Aktion könnte eure Teilnahme an einem Kurs in einer Schule gelten. Wenn ihr viele Jahre das gleiche Thema studiert, fängt eure Aufmerksamkeit an zu wandern, und ihr reagiert automatisch im Studium, weil ihr mit dem Thema vertraut seid.

Aber wenn ihr eure Aufmerksamkeit einem ganz ungewohnten Fach zuwendet und es belegt, gebt ihr genau auf das Thema acht, weil es ungewohnt ist, und ihr keine automatische Erwartung der Richtung habt, in der das Thema behandelt wird. Ihr seid daher wirklich aufmerksam und bemerkt alles, was behandelt und in diesem Fach geschaffen wird.

Du erschaffst auf die gleiche Weise einen neuen Weg, um deine Aufmerksamkeit von den automatischen Antworten wegzubringen, die du lange in deinem Fokus gehabt hast. Deswegen reagierst du nicht so oft mit automatischen Antworten, die weder Bemerken noch Denken erfordern.

Auf diesem neuen Weg, den du momentan gehst, kannst du sehen, was du früher geschaffen hast, was du jetzt erschaffst und den Unterschied zwischen beiden und du bleibst mit deiner Aufmerksamkeit bei dir, weil du nicht weißt, wie du weitermachen sollst.

Deswegen reagierst du nicht so oft automatisch und gibst dir damit die Gelegenheit, weniger und weniger automatisch zu reagieren, weil du auch deine automatischen Antworten wahrnimmst.

Das ist wichtig, weil im physischen Fokus eure automatischen Antworten SEHR automatisch sind und nicht erkannt werden. Individuen erlauben sich nicht einmal, die Verhaltensweisen und die Äußerungen zu sehen und zu bemerken, die sie haben, da sie wirklich sehr automatisch sind. Sie brauchen kein Denken. Ihr erlaubt euch deswegen auch nicht, aus diesen automatischen Antworten herauszukommen.

Wie sollt ihr euch mit etwas befassen, das ihr erschafft, wenn ihr nicht wahrnehmt, was ihr erschafft? Wenn ihr nicht identifizieren könnt, was ihr erschafft, werdet ihr nicht darauf achten und es nicht einmal wahrnehmen.

Das ist der Grund, dass ich den Begriff Bemerken so betone, da das der Weg ist, der euch erlaubt euer Bewusstsein zu erweitern, die Peripherie eurer Wahrnehmung zu erschließen, und euch Wahlfreiheit gibt. Ihr habt keine Wahl, wenn ihr automatisch reagiert.

DARYL: Ja, das ist wahr. Was ich auch gefühlt habe, ist, dass meine automatischen Antworten, meine Schreine et cetera, wirklich jede Bewegung von Aspekten oder alternativen Selbsts blockieren. Ist das typisch, wenn man sich irgendwie in Umstände oder Aspekte einsperrt?

ELIAS: Du hast da recht. Wenn du gewisse Schreine erschaffst, blockierst du den Austausch oder die Äußerung mehrerer deiner Aspekte, weil du den Austausch von Positionen nicht so oft ermöglichst, weil du sozusagen Kontrolle ausübst. Sogar wenn du meinst, dass es sich um fehlende Kontrolle handelt, kontrollierst du gleichzeitig.

Was du so in Wirklichkeit machst, ist, in deiner Energie zu erstarren und dich sozusagen abzuschirmen, Gewohntes zu erlauben und latente Eigenschaften nicht zuzulassen, die du hast und durch andere deiner Aspekte, oder was ihr auch alternative Fokusse nennt, ausgedrückt werden können.

Dadurch lässt du die Energie nur innerhalb eines sehr kleinen Kreises sich bewegen und erlaubst keine Expansion in diese speziellen Bereiche, weil du deine Energie eng hältst und mehr Angst hast. Aber in der Bewegung, die du momentan erschaffst, in der Entwicklung eines neuen Weges, erlaubst du dir mehr Freiheit und lässt die Äußerungen deiner selbst und aller deiner Aspekte mehr zu.

DARYL: In Ordnung. Wenn ich in meiner Bewegung weitermache, weiter bemerke und diesen Prozess zulasse, nehme ich an, dass das Energiewesen und die körperlichen und emotionalen Wirkungen, die ich fühle, einfach weggehen und sich irgendwie auflösen und verschwinden, die Furchtkiste mit eingeschlossen?

ELIAS: Ja, du hast recht. Ich ermuntere dich sehr in dieser Bewegung, weil du, wie du weißt – weil du diese Erfahrung jetzt gemacht hast - die Fähigkeit hast, diese Energie zu zerstreuen und diese Kiste zu verlassen, und dich damit ganz befreist und in dieser Freiheit auch andere Individuen objektiv und subjektiv sehr ermuntern kannst, da es viele Individuen gibt, die deinen sehr ähnliche Schöpfungen erfahren.

DARYL: Ja, etwas, das ich neuerdings auch bemerkt habe, ist, dass ich zwanzig Jahre mit dem Seth-Material gearbeitet habe und mir klar wurde, dass ich meine eigene Realität schaffe, es dann aber einfach nur eine weitere Möglichkeit für Duplizität wurde, weil ich es nicht gut genug machte. Davon befreie ich mich irgendwie, mir zu sagen, wie ich meine Realität erschaffen sollte und mich dann schlecht zu fühlen, wenn ich es nicht mache.

ELIAS: Ha, ha. Ich sage dir noch einmal, es gibt kein besser. Du erschaffst schon am besten. Setze dich deswegen nicht herab.

Verstehe, dass ich weiß und ein Bewusstsein davon habe, wie leicht du ins Dich-Herabsetzen abrutschst, weil du Furcht als schlecht, als unwirksam und blockierend ansiehst. In deinen Begriffen ist Blockieren schlecht und du hältst es auch für unbequem, schmerzhaft und traurig. Alle diese Begriffe sind negativ für dich.

Und obwohl ich dir sage, dass du schon das Beste erschaffst, und es kein Besser gibt, und du keinen Fehler machst oder irgendetwas, das falsch oder schlecht ist, erschaffst, legen genau die Terminologie und die Worte in eurer Sprache, die ich gebrauche, um dich zu ermuntern, Duplizität nahe, weil das ein sehr, sehr starkes Element eurer Realität ist. Sogar eure Sprache spiegelt dieses spezielle Glaubenssystem dauernd mit seiner ganzen Energie.

Meine Ausdrücke der Ermunterung für dich oder der Freiheit sind Äußerungen von Gut oder Besser - obwohl sie das nicht sind, so wie ich mit euch kommuniziere - und das ist der Grund dafür, dass ich mit euch auch subjektiv sehr viel kommuniziere, weil das eure Sprache umgeht, da eure Sprache wirklich das Element und die Energie der Duplizität verstärkt.

Aber ich sage euch, ich weiß was ihr zu euch sagt - ungeachtet der Informationen, die ich euch anbiete - dass ihr nämlich weiter nicht gut genug vollbringt oder besser vollbringen könnt oder besser sein sollt oder besser erschaffen könnt.

Ich sage dir, dass vielleicht auch diese Duplizität nahe legende Art mit dir zu sprechen, im Prozess, den du machst, aufhört, weil, obwohl du weiter innerhalb der Grenzen eurer offiziell akzeptierten Sprache bleibst, sich deine Definitionen erweitern und andere Bedeutungen annehmen, was auch wirklich befreiend für dich sein wird.

DARYL: Ich glaube es, weil ich wirklich wahrgenommen habe, wie gegenwärtig es ist. Es würde schön sein, Leben ohne das zu erleben.

ELIAS: (Kichert) Und ich sage dir weiterhin, dass du das wirst.

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