Sitzung 3253


“Die einflussreichsten Ausdrücke in eurer Sprache: ‚Liebe‘, ‚ja‘ und ‚nein‘“
„Nachsprechen: Eure Macht abgeben und eure Wirklichkeit nicht absichtlich erschaffen“
„Jetzt ist die Zeit um zu Vereinfachen und zu Handeln“



TEILNEHMER: Mary (Michael), Adam (Avril), Ann (Vivette), Berni (Flora), Brighter, Brigitt (Camile), Carole (Aileen), Daniel (Zynn), Anon, Debbie (Tamarra), Denise (Azura), Frank (X-tian), Jean (Lyly), Jean-Francois (Samta), John (Lon), John (Rrussell), Kathy, Ken (Oba), Lynda (Ruther), Marcos (Marta), Margarete, Natasha (Nichole), Patricia (Treice), Peter (Magnus), Phillip, Rodney (Zachary), Sandra (Atafah), Val (Atticus)
(Elias‘ Ankunftszeit ist 20 Sekunden.)

Übersetzung:

ELIAS: Guten Tag!

GRUPPE: Guten Tag, Elias!

ELIAS: Ha ha ha! Und soll ich euch mit unserem heutigen Thema überraschen? (Gelächter)

ANN: Du wirst über „kann sein“ sprechen, richtig?

ELIAS: (Lacht) Ich weiß, dass ihr alle schon unruhig diese Sitzung und diesen Gegenstand der einflussreichsten Ausdrücke in eurer Sprache erwartet habt. Diese drei Wörter, welche die größten Gedankengebilde aller Wörter eurer Sprache beinhalten.

Nun, dazu will ich euch etwas differenziert in diesen Dialog leiten. Ich sage euch, was ihr schon wisst. Diese drei Wörter sind „Liebe“, „ja“ und „nein“.

Jetzt möchte ich alle von euch auffordern und die Möglichkeit bieten, Beispiele irgend eines der Wörter zu bringen, die euch verwirren, Fragen in Bezug auf Gedankengebilde, was diese sind und wie sie ausgedrückt werden, und einen lebendigen Dialog zwischen uns allen – einschließlich euch untereinander anzufangen. Dies wird eher mehr bringen und erfolgreich sein, wenn ihr alle daran teilnehmt, als nur ein Unterricht von mir, wie ihr es bezeichnen würdet. Das ist ein komplizierter Gegenstand, und er ist verwirrend. Darum fordere ich jeden von euch auf, dieses Konzept und diese Wörter zu diskutieren und zu hinterfragen wie beeinflussend diese sind.

Beginnen wir mit alltäglichen Handlungen, und dann können wir das auf Sachen ausdehnen, die ihr als wichtig erachtet. Ich will nochmals wiederholen: Alle Wahlmöglichkeiten sind Wahlmöglichkeiten. Eine Wahl ist nicht wichtiger als irgendeine andere Wahl, aber ich verstehe schon, dass ihr glaubt, bestimmte Entscheidungen zu einer Handlung sind wichtiger als andere oder sind großartiger als andere.

Nun, wenn wir mit einfachen, alltäglichen Handlungen und Entscheidungen anfangen, können wir das weiter zu dem entwickeln, das ihr sozusagen als komplizierte, wichtigere und euer Leben betreffend einflussreiche Entscheidungen erachtet, welche Arbeit, Partnerschaft, Geld, Richtungsentscheidungen, was ihr im Leben machen sollt, euren Interessen, eurer Neugier bis hin zur Sexualität umfassen. Das sind Dinge, die ihr als bedeutend oder wichtig erachtet, aber es ist ebenso wichtig für euch zu verstehen, dass ihr diese Entscheidungen in jedem Moment eures Lebens trefft.

Von dem Moment, an dem ihr morgens aufsteht bis zum Schlafengehen am Abend trefft ihr jeden Moment Entscheidungen die ‚ja‘ und ‚nein‘ ausdrücken. Ihr drückt ‚ja‘ mit einer Wahl aus und ‚nein‘ mit einer anderen, und das hat Gründe warum ihr das macht. Und das ist wichtig, weil es ist das Ziel oder es ist eines der wichtigsten Ziele in diesem Wandel (des Bewusstseins), dass ihr eure Wirklichkeit bewusst und mit Absicht erschafft.

Ihr erschafft immer alle Gesichtspunkte eurer Realität, aber ihr erschafft nicht immer eure Realität bewusst und mit Absicht. Deswegen erschafft ihr viele Situationen und Ausdrücke in eurer Wirklichkeit die ihr nicht mögt, wollt oder die ihr nicht versteht. Wenn ihr bewusst und mit Absicht eure Wirklichkeit erschafft, indem ihr wisst was jede eurer Entscheidungen ist und warum ihr diese trefft, habt ihr die Fähigkeit und die Macht eure Realität absichtlich zu erschaffen.

Wenn ihr diesen Aspekt der Information bezüglich dieser drei Wörter wirklich aufnehmt, wenn ihr sie ernsthaft aufnehmt und anwenden könnt, werdet ihr einen so großen Schritt in großem Ausmaß in eurer Weiterentwicklung in eurem persönlichen Wandel gemacht haben, dass ihr fast damit fertig seid. Deswegen sind diese drei Wörter so wichtig und zeigen wie beeinflussend sie sind.

Also; bevor wir mit der Diskussion anfangen, lasst mich die Definition von ‚Liebe‘ wiederholen. Liebe ist nicht auf Menschen beschränkt; sie ist auch nicht nur auf lebendige Dinge beschränkt. Liebe kann in Verbindung mit Dingen, mit Konzepten, mit Philosophien, mit Ideen, mit Schaffen von Kunst oder Musik ausgedrückt werden. Liebe kann auf viele, viele, viele verschiedene Arten ausgedrückt werden, in Bezug auf viele, viele, viele verschiedene Erscheinungsformen, denn die jetzige Definition von Liebe ist Wissen (innerlich ganz zu erfassen) und Wertschätzung. Was bedeutet das? Wissen ist nicht notwendigerweise Verstehen; Verstehen ist keine Voraussetzung für Wissen. Wissen ist ein innerer Ausdruck den ihr bezüglich jedes Ausdrucks im Bewusstsein erzeugt, egal ob (physisch) verwirklicht oder nicht, und damit schwingt ihr in Übereinstimmung in einem Ausmaß, dass ihr damit verschmelzt.

Nun; das ist keine körperliche Handlung. Das ist eine energetische Aktion, und wenn ihr mit einem anderen Ausdruck verschmelzt werdet ihr es wissen. Auch wenn ihr es nicht versteht, ihr wisst es; ihr könnt es fühlen.

Nun; dieses Gefühl ist anders als Emotionen. Emotionen sind Signale. Liebe ist kein solches Gefühl, aber es erzeugt ein inneres Gefühl von Ganzheit, dass ihr nicht getrennt seid von dem was ihr wirklich innerlich wisst. Wenn ihr beim Betrachten eines Bildes die Kunst intuitiv ganz erfasst – unabhängig des Malers, ohne Belang des Mediums, der Pinselstriche – ihr betrachtet ein Bild und ihr verbindet euch damit – damit erzeugt ihr ein Gefühl in euch, das anders als emotionale Gefühle ist. Du spürst es, mit euren Worten, im Bauch und es bewegt dich. Du wirst von dieser Energie fortgetragen. Du bist damit verschmolzen. Die Energie dieses Ausdrucks trifft auf deine Energie und du verbindest dich damit. Wenn ihr Musik hört oder wenn ihr Musik spielt und ihr spürt tief in euch die Anziehungskraft dieser Musik, dann erfasst ihr es in seiner Ganzheit. Ihr seid damit verbunden. In dieser Verbindung, in diesem Wissen wird eine echte Wertschätzung erzeugt. Ihr seid wirklich erfüllt von diesem Wissen. Die Energie hat euch fortgetragen und Wertschätzung erfüllt euch.

Das ist kein emotionales Gefühl. Zuneigung ist ein emotionales Gefühl das viele wenn nicht die meisten Leute mit Liebe verwechseln wenn sie dieses Wort verwenden, aber es ist nicht Liebe. Es ist eine Zuneigung und ihr könnt Zuneigung auf viele, viele, viele verschiedene Arten ausdrücken und manifestieren und das ist nicht Liebe. Ihr könnt Liebe ganz ohne Zuneigung ausdrücken. Ihr drückt nicht notwendigerweise Zuneigung für eine Musikkomposition oder ein Gemälde oder eine Skulptur oder ein Auto aus – für einen Moment – aber ihr könnt Liebe für diese Manifestationen ausdrücken.

Liebe kann für nicht lebendige Erscheinungsformen ausgedrückt werden. Ihr könnt schöne Architektur lieben, ihr könnt ein Stoffgewebe lieben, ihr könnt einen modischen Ausdruck lieben – indem dies kein emotionaler Ausdruck ist, ist es ein Kennen und eine Wertschätzung. In dieser Wertschätzung ist das was ihr als vorbehaltlose Annahme bezeichnen würdet, und das ist es auch was ihr fühlt. Ihr fühlt es in euch, in eurem Körperbewusstsein, eine uneingeschränkte Annahme.

Ihr könnt das bei anderen Personen erleben, wenn auch nicht dauernd. Ihr könnt wahre Liebe in Beziehung zu anderen Menschen ausdrücken aber eben nicht andauernd und durchgehend, wenn ihr euch nicht mit dem Verschmelzen (Einssein) der anderen Person gewahr seid. Ihr müsst die andere Person und ihren Ausdruck nicht verstehen, aber ihr könnt diese Liebe trotzdem vorbehaltlos ausdrücken. Deswegen zur Klarstellung: Verstehen ist für wahre Liebe nicht erforderlich.

Nun, das hätten wir. Die andere Sache, die ich unserer Diskussion voranstellen will, ist bezüglich der Wörter ‚ja‘ und ‚nein‘. ‚Ja‘ und ‚nein‘ sind viel weniger eindeutig als ihr glaubt. In vielen Situationen kann ‚ja‘ ‚nein‘ bedeuten und umgekehrt. Tatsächlich gebraucht ihr das ‚ja‘ und ‚nein‘ nicht unbedingt genau im Sinn der Wörter, da sie in ihrem Ausdruck austauschbar sind. Sie sind wirklich nicht absolut. Das sind ohne Rücksicht auf die Definition in euren Wörterbüchern die zwei Wörter die austauschbar sind. Man kann das eine oder das andere meinen, abhängig von der Situation, abhängig von der Sache, abhängig von dem was ihr macht. Deswegen kann der Ausdruck von ‚ja‘ und ‚nein‘ für euch so verwirrend sein, weil sie austauschbar sind. Sie könnten genauso gut ein Wort sein, ein ’ja/nein‘ Wort, eher nur ein Wort als zwei.

So, wie ich früher schon gesagt habe, enthält jede Entscheidung die ihr trefft, beide Wörter – jede Entscheidung. Ihr trefft nie eine Wahl ohne beide Wörter einzubeziehen.

Ja?

RODNEY: Wir haben das Gefühl der Verbundenheit besprochen, das ich mit einem Pferd oder mit einem Bären habe und ich möchte wissen ob deine Beschreibung dieses Wissens in dieser Verbundenheit enthalten ist, wie mir scheint.

ELIAS: Ja.

RODNEY: Stimmt das wirklich?

ELIAS: Ja, ja.

RODNEY: Danke vielmals.

ELIAS: Keine Ursache. (lacht)

Jetzt werden wir unsere Diskussion beginnen. Und da ich mit eurer Ablehnung freiwillig daran teilzunehmen vertraut bin, werde ich euch aufrufen um in das Gespräch einzusteigen. Ja bitte?

ANON: Wie sagen denn Wesen wie du ‚ja‘ und ‚nein‘ – sagen die überhaupt ‚ja‘ und ‚nein‘?

ELIAS: Sehr gute Frage. Nein das tun sie nicht.

ANON: Sagen sie dann immer ‚vielleicht‘?

ELIAS: Was ich dir sagen möchte ist, dass das ein Ausdruck in eurer materiellen Welt ist. Das hängt mit euren Glaubensannahmen zusammen, welche euch vorschreiben, was gut oder schlecht, was richtig oder falsch ist. Es gibt kein gut, schlecht, richtig oder falsch innerhalb von Bewusstsein. Es gibt keinen Gefühlsausdruck im reinen Bewusstsein. Da gibt es keine Gefühle. Deswegen ist da das Konzept von ‚ja‘ oder ‚nein‘ ohne Belang und nicht notwendig.

Ihr seid in einem System von Glaubensannahmen, das Teil des Plans eurer Wirklichkeit ist und das spielt in alles was ihr tut hinein. Das erzeugt Richtlinien mit denen ihr alles in eurer Welt einer Beurteilung unterzieht. Jeden Ausdruck in eurem Universum filtert ihr durch die Brille eurer Glaubenssysteme. Deshalb erzeugt ihr immer Bewertungen – das ist aber nicht die Duplizität (Gut - Böse) sondern die Dualität (Bestehen von Gegensätzen) eurer Realität. Eure Wirklichkeit enthält Dualität. Das ist auch ein Teil eures Plans. Deswegen gibt es auch in allen euren Philosophien und Religionen den Gegensatz zwischen ‚Gut‘ und ‚Böse‘.

ANON: Also wenn man eine Sache macht und ‚ja‘ sagt, erfährt man dann nicht auch das ‚nein‘?

ELIAS: Ja genau, ja und das ist was ich sage. Jede Entscheidung enthält beides. Jede Wahl enthält ein ‚ja‘ und ein ‚nein‘ gleichzeitig. Wozu auch immer ihr ‚nein‘ sagt, drückt ihr in gewisser Weise auch ein ‚ja‘ aus. Das ist das System der Gegensätze in eurer Realität, und darin liegt auch eure Macht; indem ihr dies wisst und euch bewusst macht, was ihr wählt und warum und was es beeinflusst.

Somit, wie ich schon früher bezüglich verschiedener Ausdrücke von Anhängseln gesagt habe, dass ihr euch der Anhängsel bewusst sein könnt und dass ihr sie wirklich auswählen könnt. Ihr könnt mit ihnen übereinstimmen oder mit bestimmten Aspekten davon. Auf ähnliche Art und Weise könnt ihr mit bestimmten Aspekten von Gedankengebäuden übereinstimmen und deswegen könnt ihr trotzdem wirklich wählen diese auszudrücken. Der Unterschied ist, dass ihr wisst, dass ihr sie wählt. Ihr wählt sie nicht automatisch oder gewohnheitsmäßig. Ihr wählt sie absichtlich und ihr wisst warum ihr sie absichtlich wählt. Dazu ist auch zu sagen, dass Gedankengebilde nicht notwendigerweise schlecht sind oder eliminiert werden sollten. Es ist nur notwendig zu verstehen, dass ihr viele, viele, viele dieser Gedankenkonstruktionen akzeptiert ohne euch ihrer objektiv bewusst zu sein, und dadurch viele eurer Handlungen oder Entscheidungen automatisch oder gewohnheitsmäßig erfolgen. Das ist nicht die Fähigkeit souverän zu agieren.

Nun, wie wir auch schon früher in Einzelsitzungen besprochen haben seid ihr Menschen schon seit vielen Jahrhunderten daran gewöhnt geführt zu werden und keine eigenen Entscheidungen zu treffen, sondern euch dem Diktat und den Richtungsanweisungen einiger Weniger zu unterwerfen und das freiwillig. Eure Gesellschaftsstrukturen über die Familienstrukturen hinweg ermöglichten dies. Ihr macht was euch eure Eltern sagen oder Autoritätspersonen oder Leute, die älter sind als ihr, weil ihr das von klein auf so gelernt habt, eigentlich von Geburt an. Individuen sind sehr daran gewöhnt, keine eigenen Entscheidungen in Übereinstimmung mit ihren Neigungen zu treffen. Dies betrifft auch sehr eure persönlichen Richtlinien.

Deshalb ist das eine beträchtliche und komplexe Sache, denn jeder von euch hat seine persönlichen Richtlinien, seine eigene Persönlichkeit, seinen eigenen Energiefluss und dieses ‚ja/nein‘ ist in dem immer enthalten und beeinflusst euch und umgekehrt. Eure Richtlinien beeinflussen wie ihr das ‚ja/nein‘ ausdrückt. Deswegen ist es eine bedeutende Sache.

Ich weiß, dass ihr von diesem Gegenstand nicht gerade begeistert seid, aber ihr werdet es sein, wenn ihr viel mehr Fähigkeiten und diese Richtung entwickelt habt und dann konsequenterweise erschafft, was ihr in eurer Wirklichkeit erschaffen wollt – und nicht nur was ihr glaubt zu wollen, sondern was ihr wahrlich wollt und das bewusst.

Ja?

PHILLIP: Es scheint mir, dass wir von Geburt an von all diesen Systemen, über die wir gar nicht nachdenken, indoktriniert sind. Da wird es Zeit, all das neu zu bewerten, diese automatischen Einweisungen, die wir angenommen haben und uns zu fragen, wo das herkommt und ob uns das wirklich gut tut. Hier wird es auch mit dem ‚ja/nein‘ interessant und dass man immer eine fundierte, bewusste Entscheidung trifft.

ELIAS: Genau. Wer will etwas dazu sagen? Stimmt ihr dem zu?

GRUPPE: Ja.

VAL: Das hat viel mit der Regierung und wie diese gestaltet ist zu tun, ‚ja‘ und ‚nein‘ zu sagen.

ELIAS: Das ist der Punkt. Ich würde sagen, dass viele Leute einer Regierung viel mehr Macht zugestehen als sie verdient oder die sie wirklich hat, weil ihr automatisch eine unterwürfige Rolle in Bezug auf eine Idee einnehmt. Wohnen eure Politiker bei euch? Nein. Habt ihr eure Politiker getroffen? Hat je einer von euch eure Politiker getroffen?

ANN: Weiß ich wer sie sind?

ELIAS: Genau. (Gelächter) Aber ihr gesteht den Leuten die ihr nicht kennt enorme Macht zu, die ihr gar nicht getroffen habt, mit denen ihr persönlich nichts zu tun habt.

Das ist bezeichnend – kommen wir zu den kleinen und alltäglichen Wahlentscheidungen zurück – die meisten von euch, wenn nicht alle von euch in unterschiedlichem Ausmaß, beteiligen sich an etwas, das sie an und für sich nicht direkt betrifft. Damit verkauft ihr euch selbst an Ausdrucksformen oder Personen, die nichts mit euch zu tun haben und gebt damit diesen Ausdrucksformen oder Personen, mit denen ihr gar nichts zu tun habt, Macht.

Wie oft führt ihr ein Gespräch mit einer anderen Person, einem Freund, der stark irritiert ist in Bezug auf eine Erfahrung früher an dem Tag, wo er mit einer anderen Person aneinandergeraten ist, die unausstehlich war, und du hörst zu und sprichst nach: „Ich weiß, was du meinst. Ich hasse es, wenn der sich so aufführt.“ Und was machst du wirklich? Du bringst dich in eine Situation ein, die mit dir nichts zu tun hat. Du warst mit dieser angeblich groben Person nicht zusammen. Vielleicht kennst du diese auch gar nicht, aber du sprichst nach und gibst damit deine Macht dem Freund, mit dem du plauderst. Du drückst deine eigene Macht nicht aus. Du hast diese an dein zorniges Gegenüber abgegeben und du sprichst ihm nach dem Mund. Und was ist das? Du läufst hinterher. Du erzeugst nicht deine eigene Wahl. Hast du irgendein Problem mit der Person, die grob war und die du nicht kennst, und wo du nicht in dieser Situation warst? Ist es wichtig für dich? Wahrscheinlich nicht.

ANN: Aber man könnte sagen – und ich stimme dir zu – dass man damit Mitgefühl für den Freund in dieser Antwort ausdrückt, ihn zu unterstützen, was du damit aber nicht tust. Ich kann schon verstehen, dass das gefährlich ist und nichts bringt, aber…

ELIAS: Es ist nicht unbedingt gefährlich, aber das ist der Punkt: Inne zu halten und ernsthaft zu bewerten was eine wirklich unterstützende oder mitfühlende Antwort oder Ausdruck wäre im Gegensatz zum Nachsprechen, was nicht unterstützend und auch nicht mitfühlend ist.

Dabei kannst du die Person hören und kannst ihr gegenüber deine Anerkennung ausdrücken: „Du bist jetzt zornig.“ Du kannst anerkennen was sie ausdrückt. Indem du zuhörst und ihr den Zornesausdruck gestattest, anstatt ihn zurückzuhalten, bist du unterstützend. Aber diese automatische Reaktion ist eben eine alltägliche Handlung, die ihr sehr oft macht und automatisch macht. Ihr erschafft damit nicht bewusst eure Wirklichkeit.

PHILLIP: Also das führt zu dem Konzept von direkter und indirekter Erfahrung als Selbstausdruck, wobei die direkte Erfahrung mit der unmittelbaren Umgebung zu tun hat? Wirklich, das muss man sich vor Augen führen. Wenn du indirekt ausdrückst, auf Sachen mit denen du nichts zu tun hast reagierst, hast du irgendwie deinen Fokus im Augenblick verloren und damit kannst du keine bewussten Entscheidungen, die dich weiterbringen treffe.

ELIAS: Genau, ja. Ich stimme dem wirklich zu.

ANN: Kannst du das weiter ausführen? Weil oft sagen dann die Leute – zeigt in die Runde - wenn man sich nicht bei anderen Ausdrücken einmischt, hätten vielleicht die Nazis die Oberhand behalten, oder wir hätten uns nicht eingemischt und diese Gräueltaten beendet.

PHILLIP: Gut, wir leben in einem anderen Zeitalter heute. Das waren andere Zeiten in denen diese Menschen agierten.

ELIAS: Dem kann ich gar nicht zustimmen!

ANN: Kannst du das mit den indirekten Erfahrungen und dem Einmischen weiter ansprechen?

ELIAS: Ja.

Nun, das bringt uns zu dem Ausdruck von Verantwortlichkeit. Wenn man für sich verantwortlich ist, ist man sich selbst gewahr. Und automatisch durch Erweiterung - ein automatisches Nebenprodukt der Selbstverantwortlichkeit ist die Erweiterung der Verantwortung für alles und jeden im direkten Umfeld. Die Schwierigkeit und die Herausforderung für die meisten ist, dass sie nicht genau wissen, was das bedeutet für sich selbst verantwortlich zu sein.

Das ist ein anderer Aspekt von ‚ja‘ und ‚nein‘. Da ist die Sache ob man sich selbst gut genug kennt: Wer man ist, was eure Richtlinien sind, was eure Kernwahrheiten sind – eure eigenen – wie ist euer eigener Energiefluss, das heißt was erzeugt ihr natürlich eurem Wesen entsprechend. Das bringt uns wieder zu dem Alltäglichen. Was macht ihr jeden Tag? Wie laufen eure täglichen Handlungen genau ab und das heißt nicht unbedingt in Verbindung mit anderen Leuten? Was sind eure Vorlieben, und damit, kennt ihr diese, drückt ihr sie aus, seid ihr euch eurer Richtlinien bewusst und eurer Kernwahrheiten, nicht indem ihr andere davon überzeugen wollt, aber für euch selbst und somit Selbstannahme ausdrückt, was außerordentlich wichtig ist.

Weil, lasst mich euch sagen, wann immer jemand eine Schuldzuweisung auf eine Person richtet, ist das eine direkte Spiegelung von fehlender Selbstannahme desjenigen der die Schuldzuweisung trifft. Schuld auf jede Art und Weise ist immer ein Ausdruck von fehlender Selbstannahme. Anklage in jeder Form – unabhängig ob ihr mit dem Ausdruck von jemand anderem übereinstimmt oder nicht – wenn eine Person anklagt oder beschuldigt, drückt sie fehlende Selbstannahme aus und auch fehlende Selbstverantwortlichkeit. Wenn ihr einen Fehler in einer anderen Person seht – damit meine ich nicht keine Zustimmung – wenn ihr einen Fehler in einer anderen Person findet, dann ist das eine Spiegelung eines Teils von euch, für den ihr nicht selbstverantwortlich seid, oder den ihr in euch nicht annehmen könnt, was wieder ein anderer Einfluss in Bezug auf ‚ja‘ und ‚nein‘ ist.

Wenn ihr Anklage oder Beschuldigung ausdrückt, wenn irgendjemand Anklage oder Beschuldigung ausdrückt, drückt ihr dem anderen gegenüber ein ‚nein‘ aus. Ihr glaubt, ihr habt das Recht ‚nein‘ zu sagen und meint, dass ihr damit zu euch selbst ‚ja‘ sagt und euch damit selbst akzeptiert. Ihr sagt zu euch selbst ‚ja‘: Ihr sagt ‚ja‘ dazu, euch zu verstecken; ihr sagt ‚ja‘ dazu abzuwehren. „Ich werde das nicht an mich herankommen lassen, und nein, ich werde dich nicht annehmen.“ Das sagt ihr! Das geschieht in jeder Handlung, an jedem Tag, jeden Moment – keine Schuldzuweisung, aber ‚ja‘ und ‚nein‘ in dem, was ihr wählt und das euch nicht bewusst ist.

Nun, in Bezug auf Situationen die ihr als Zweit-Erfahrung bezeichnet – was lustig ist, weil es keine Zweit-Erfahrung gibt; ihr seid alle verbunden – was immer ihr auch tut wird in die Welt hinaus projiziert. Dazu sagt ihr Schmetterlingseffekt, nicht wahr? Das ist wirklich so. Somit betrifft, was ihr für euch ausdrückt, auch die andere Seite der Welt. Ihr seid alle verbunden. Wenn jemand wählt den Kopf zu wenden, erschafft er diese Realität. Er sieht, was es in seiner Realität gibt. Wenn er dann versucht das abzustreiten, was tut er dann? Wozu sagt er ‚ja‘ und wozu sagt er ‚nein‘?

ANN: Er sagt ‚ja‘ zum sich verstecken, richtig?

ELIAS: Er sagt ‚ja‘ zum Verstecken und sagt ‚nein‘ zum Verbunden-Sein.

ANN: Wie verstehst du… Offensichtlich, wenn ich so was wie einen Mord sehe, würde ich urteilen… Oder jemand tyrannisiert, vielleicht ein Kind ein anderes, würde ich das verurteilen. Verurteile ich damit mich selbst?

ELIAS: Nicht unbedingt; das ist kein Spiegel.

Dahingehend könnt ihr euch daran erinnern, dass ihr alle Urteile fällt. Das macht ihr immer. Das macht ihr jeden Augenblick, andernfalls wäre da kein ‚ja‘ und ‚nein‘. Das ist Teil eurer Realität; ihr beurteilt immer. Das sind Urteile, die ihr in Übereinstimmung mit euren Richtlinien fällt und diese dann ausdrückt.

ANN: Gut, ich möchte nochmal beginnen. Ich habe meine Frage falsch formuliert oder es nicht so gemeint. Mich nicht zu verurteilen sondern mich anzunehmen hast du gesagt. Also, wenn ich etwas sehe und mich nicht annehme, wie weiß ich dann was an mir ich nicht annehme? Wie kann ich das verstehen oder mir darüber klar werden?

ELIAS: Nun; du hast ein Beispiel gebracht wo du siehst wie jemand tyrannisiert wird, und du verurteilst das Tyrannisieren, und du hast gesagt, dass du das nicht als Selbstannahme einschätzt. Das muss nicht sein.

ANN: Gut, dann habe ich das was du vorher gesagt hast missverstanden, weil ich dachte du sagtest… Was hast du gesagt?

ELIAS: Anklage und Schuldzuweisung…

ANN: Anklage und Schuldzuweisung heißt man ist nicht… Oh, wenn man sagt es ist jemandes Fehler…

ELIAS: Ja, ja.

ANN: Nimmt man sich selbst nicht an.

ELIAS: Ihr drückt viele Richtungen und Sachen aus, denen ihr nicht zustimmt. Es ist nicht notwendig, jeder vorkommenden Handlung zuzustimmen. Du kannst jemand bemerken der jemand anderen tyrannisiert, und du wirst dem nicht zustimmen, und das kann ganz gegen deine Richtlinien sein.

Dabei kannst du ausdrücken, dass du damit nicht einverstanden bist. Du musst nicht unbedingt ausdrücken die andere Person ist wertlos oder uninteressant oder nicht hochwertig, aber dass du mit der Handlung des anderen nicht einverstanden bist.

Nun, indem du verantwortlich für dich bist, indem du ‚ja‘ zu deiner eigenen Verantwortung und ‚nein‘ zu einem Mangel an Selbstannahme sagst, kannst du der anderen Person in einer Art von Wertschätzung entgegenkommen. Weil, wenn die andere Person jemanden tyrannisiert, was macht sie dann? Beschuldigen und anklagen, das tun jene, die andere schikanieren. Sie beschuldigt jemand anderen für etwas, was derjenige denkt oder fühlt und deswegen greifen sie denjenigen an, um sich im Gegenzug selbst aufzubauen. Diese Person bewegt sich in einem Rahmen von Herabsetzung. Sie drückt schon eine Geringschätzung in sich selbst aus, sonst würde sie diese Handlung nicht setzen.

Wenn du dich selbst schätzt, wenn du wirklich verstehst was dir zusteht, wenn du wahrlich deinen eigenen Wert erkennst, ist es nicht notwendig sich selbst jemandem anderen gegenüber höherzustellen. Jene andere Person, egal was sie ausdrückt, bedroht dich nicht, weil du sicher in deinem Ausdruck von Zufriedenheit und Selbstannahme bist. Du bist nur für dich verantwortlich und es nicht notwendig und unsinnig, dich über eine andere Person oder einen anderen Ausdruck zu erheben, weil du schon weißt, dass du auch damit verbunden bist. Deswegen kann es dir gar nicht passieren, dich auf diese Art auszudrücken.

Nun, wenn jemand tyrannisch oder gewaltsam handelt, was drückt diese Person aus? Aggression. Was ist der einzige Ausdruck in eurer Realität welcher eine vollständige Abtrennung ausdrückt? Aggression. Aggression ist der einzige Ausdruck dessen ihr fähig seid um euch abzutrennen. Dieser Ausdruck isoliert euch augenblicklich. Das ist der Grund – wie ich früher sagte – warum Soldaten im Krieg so stark zusammenhalten. Das ist ein Ausdruck – in euren Worten – von Ausgleich zu dem allgegenwärtigen Ausdruck von Aggression rundherum, wo sie diese Abtrennung von Verbundensein spüren, welche völlig unnatürlich ist. Das ist ein unnatürlicher Zustand im Bewusstsein und dieser kann nur in einer materiellen Welt ausgedrückt werden, weil diese Trennung nur da ausgedrückt werden kann.

Das ist eine Richtung die viele, viele, viele Personen einschlagen wenn sie sehr viel Selbstabwertung ausdrücken, wenn sie meinen, dass sie nichts verdienen, und sie keinen Selbstwert erkennen, was man wie bezeichnen kann? Selbst keine Verantwortung übernehmen, und das ist auch eine Selbstverleugnung. Was machen sie dann? Sie drücken ‚nein, nein, nein, nein‘ zu sich selbst aus und ‚ja, ja, ja‘ zu Trennung. ‚Nein, nein, nein, nein‘ und ich werde mehr, mehr Aggression ausdrücken, mehr Trennung, noch mehr und mehr, weil ich verdiene nicht verbunden zu sein.

Deshalb ist aber so eine Situation nicht unbedingt eine Selbstherabsetzung oder keine Selbstannahme. Ihr könnt solche Situationen als Möglichkeit betrachten, diese Umstände zu prüfen. Werdet ihr reagieren oder antworten? Werdet ihr euch in eingefahrenen Bahnen bewegen oder werdet ihr prüfen? Was sind meine Richtlinien? Wozu will ich ‚ja‘ sagen und wozu ‚nein‘? Was bringt mir am meisten und was ist wichtig, wie wir es früher besprochen haben. Wie werdet ihr dahingehend antworten?

ANON: In so einer Situation zum Beispiel sagen wir zu so vielen Dingen ‚ja‘ oder ‚nein‘, da ist es nicht leicht all das zu berechnen. Deshalb wird das verwirrend im Kopf. Da ist meine Frage – ich glaube ich schaue mich nach Hausaufgaben um: Was empfiehlst du worauf wir uns konzentrieren sollen wenn wir ‚ja‘ oder ‚nein‘ ausdrücken? Weil ich vermute das Thema ist die Entkräftung von Selbstbefähigung, aber ich will das auftrennen – glaube ich – oder auf ein bestimmtes Element konzentrieren…

ANN: Üben, du willst es üben.

ANON: Ja.

ANN: Gut, lass uns mit dir üben.

ELIAS: Sehr gut.

ANON: Ich sage ‚ja‘ zu Forschen – das ist allgemein. Ich bin bequem, so sage ich ‚ja‘ zu Bequemlichkeit. Achtsamkeit, ‚ja‘ zu Achtsamkeit? Was, Leute?

ELIAS: Wozu sagst du ‚nein‘? Du sagst ‚nein‘ zu Abschottung. Du sagst ‚ja‘ zu Teilnahme. Du sagst ‚nein‘ zu Isolation, was du leicht tun könntest.

ANON: Gut dann, das ist nett und alles, aber was ist mit…

BRIGITT: Was bringt uns das?

ANON: Ja, weil es ist nicht…

LYNDA: Es ist nicht aufregend. (Gelächter)

ANON: Es ist nicht genug. Ich weiß nicht warum. Ich fühle mich soweit ganz gut bis hierher. Weil da so viel zu beachten ist wenn ich ‚ja‘ oder ‚nein‘ sage, komme ich da nicht weiter… Wahrscheinlich ist „lästig“ das richtige Wort dafür.

ELIAS: Ich würde sagen du sagst jetzt ‚ja‘ zu Offenheit und Erforschen und Informationen erhalten, die dich weiterbringen, die du aufnehmen kannst und wo du für dich einen Vorteil in andere Richtungen oder Bereiche erwartest. Darum hörst du zu und nimmst daran teil. Du sagst auch ‚nein‘ zu zaghaft sein, ‚nein‘ zu dich nicht einzubringen und damit sagst du ‚nein‘ zu dem was andere Leute vielleicht von dir erwarten würden.

Ihr nehmt an einer Gruppenaktivität teil. In vielen, vielen Situationen bei vielen, vielen, vielen Leuten in einer Gruppe, was oft in unserer Gruppe passiert, zögern die Individuen aktiv teilzunehmen oder Privates zu teilen, auch wenn sie nicht objektiv wahrnehmen warum. Dieses ‚warum‘ sagt ‚nein‘ zu (sich selbst) darstellen, ‚nein‘ zu der Bloßstellung, weil ihr besorgt seid was andere Leute von euch denken könnten oder wie sie euch wahrnehmen. Was ist, wenn ich mich dumm ausdrücke? Was ist, wenn ich eine lächerliche Frage stelle? Ich möchte sagen, keine Frage ist lächerlich, aber das sind die Gefühle dazu, die Leute ausdrücken. Deswegen sagst du sicherheitshalber ‚nein‘ zu dem Ganzen, zu all diesen Gedankenkonstruktionen: Wenn ich mich ausdrücke, wenn ich aktiv teilnehme gibt es die Gedanken, was andere Leute davon halten könnten und wie sie mich beurteilen oder wahrnehmen. Das kann sehr einflussreich sein, und in dem gegenwärtigen Augenblick drückst du ‚ja‘ zu Erlauben, ‚nein‘ zu den Erwartungen anderer aus.

Ja?

SANDRA: Ich wollte dazu noch etwas sagen. Also, ich betrachte eine Situation, und ich erkenne ich will mich zurückhalten, weil ich mich schützen oder nicht exponieren will. Dann fällt mir plötzlich ein, was du gesagt hast. Da bewerte ich die Sache in dem Augenblick: Ist das ein ‚ja‘ oder ein ‚nein‘? Ich erkenne, dass ich mich gerade verstecke oder schütze. Das nächste ist aber nicht nur die Entscheidung was ich jetzt machen werde, sondern ich erkenne dann auch eine Menge Ballast oder Assoziationen oder eine Geschichte, die da mit hineinspielt. Ich erinnere mich daran, dass einmal über diese Pyramide, die sich öffnet, gesprochen wurde, und dann sehe ich, da ist so viel mehr, und das wird ganz schön heftig. Da erkenne ich, dass ich eine Erinnerung an einen Lehrer habe, der mich vor der ganzen Klasse beleidigt hat, als ich ein Referat hielt. Das könnten sogar durchschimmernde Handlungen von inneren Eindrücken sein. Kannst du dazu etwas sagen?

ELIAS: Das ist ein ausgezeichneter Punkt, weil wir schon viel über Jetzt-Gefühle und Früher-Gefühle und Assoziationen gesprochen haben, und das kann für viele Leute verwirrend sein. Ihr habt Erinnerungen und die kommen herauf, und das ist gut, weil das erlaubt euch zu bewerten. Das beeinflusst eure Entscheidungen in vielen Situationen, und das kann, wie du in deinem Beispiel gezeigt hast, eine Erinnerung hervorrufen, die du als unangenehme Erfahrung von früher kennst.

In dem Moment gibt dir das grundsätzlich die Möglichkeit für drei Aktionen. Du kannst entweder auf die Erinnerung ansprechen, das Gefühl zu dieser Erinnerung wahrnehmen und dann den Kreislauf der Früher-Gefühle erzeugen auf die du dich dann konzentrierst. Oder du kannst zulassen, dass es dich beeinflusst, nicht unbedingt darauf konzentrieren und in dieser Früher-Gefühle Schleife gefangen zu sein, aber zulassen, dass es deine Entscheidung beeinflusst und du dadurch ‚nein‘ sagst, ich will nicht teilnehmen; das macht mir Angst. Oder du kannst es als reine Erinnerung sehen und überlegen, ob das jetzt eine bedrohliche Situation ist: Das ist jetzt, das ist eine andere Situation, das ist nicht die vergangene Situation. Ist das jetzt bedrohlich für mich? Spüre ich jetzt irgendeine schädliche Energie? Und erst dann triffst du eine Entscheidung.

Nun, du kannst entscheiden still zu sein, weil du nicht unbedingt einen Beitrag zu dem Gespräch hast, und du kannst wählen zu beobachten und das kann so gut für dich sein. Es ist ja nicht so, dass du jedes Mal wenn du einen Einfluss wahrnimmst, der dich möglicherweise behindert, automatisch das Gegenteil machen musst. Das ist es nicht. Es geht um Erkennen, gut das ist real, das ist eine Erfahrung, das ist eine Erinnerung, es übt einen Einfluss aus. Ich erkenne das, aber das ist nicht ‚jetzt‘. Was mache ich jetzt wirklich? Spüre ich irgendeine bedrohliche Energie jetzt? Will ich teilnehmen oder will ich nicht? Will ich beobachten oder will ich in der Situation aktiv werden? Damit wählst du mit Absicht und bist nicht gelähmt oder automatisch abwehrend.

SANDRA: Was eine wiederholte Gewohnheit, automatische Reaktion ist und nicht wirklich etwas bringt.

ELIAS: Genau.

SANDRA: So kann man das fast mit einer geworfenen Münze vergleichen und ich bin die Münze. Kopf ist ‚ja‘ und Zahl ist ‚nein‘. Und wie die Münze sich dreht so bin ich, und je mehr ich bewerte, welche Seite der Münze ich mir präsentiere, desto mehr habe ich irgendwie davon. Das gibt mir mehr Macht.

ELIAS: Ja, statt das „ja“ und „nein“ für wichtig zu nehmen.

SANDRA: Genau.

ELIAS: Ich stimme zu.

SANDRA: Dann ist das als ob man in das wirkliche, wahre Selbst hinabstürzt.

ELIAS: Ja.

SANDRA: Das ist ein schöner Vorgang und ich hoffe das geht spontaner und leichter, weil wie du es beschreibst, ist es so … groß. Es hat eine Großartigkeit, eine einschüchternde Qualität.

ELIAS: So ist es.

CAROLE: Danke. Hallo, ich bin Carole aus Connecticut. Ich hätte da zwei verschiedene Anliegen.

ELIAS: Sehr gut.

CAROLE: Erstens will ich euch etwas erzählen was ich früher gemacht habe. Als Kind war ich in Pflegeheimen und Waisenhäusern untergebracht, und lange Zeit wusste ich nicht wer ich wirklich war. Dann rief ich die Kinderwohlfahrt an und ersuchte um Informationen wer ich als kleines Kind war. Interessanterweise – weil ich irgendwie wissen wollte wer ich war und ich die Erinnerung verdrängt habe – gab es Geschichten über die Zeit, als ich in das Waisenhaus kam, und sie hatten wirklich Sachen aufgeschrieben die ich sagte. Ich denke, ich war bei vielen Psychiatern und sie setzten meine Aussagen in Anführungszeichen. Eines haben sie öfter gesagt, nun sie machten mir Komplimente: „Sie ist gescheit und sie ist hübsch.“ Das war von Anfang an. Das zweite was sie sagten war: „Entweder sie will nicht mit den anderen Kindern spielen oder auf die Erwachsenen hören, oder wenn sie es tut dann nimmt sie teil, aber sie muss die Führung haben; wenn sie nicht das Kommando hat ist sie sauer.“ Da war ich sechs oder sieben Jahre alt, das ist schon ganz schön lange her.

Elias, du hast zuerst über Aggression gesprochen, und ich habe vor gar nicht so langer Zeit zu meinem Mann gesagt, dass ich versuchen werde, nicht so aggressiv zu sein. Er sagte, ja, ich weiß du fährst wie eine Verrückte. Das war das Erste an das er dachte, ab das geht natürlich tiefer als das. Ich habe Vertrauen, dass ich das kann, ich weiß es. Es ist so gut wie eine Form von Aggression, und ich verstehe das. Ich verstehe auch, dass es auch eine Möglichkeit zur Selbstisolation und Selbstschutz ist. Das ist die eine Richtung.

Die andere Richtung ist das ganze ‚ja / nein‘ Zeug. Schon lange her, Elias, sprachen wir, dass ich im Traum wach und bewusst werde und etwas mache, das ich verurteile, wie etwa Geld zu finden und es selbst einzustecken; ich glaube darüber haben wir gesprochen. Es ist fast 20 Jahre her, 18 Jahre. Du hast gesagt, dass ich mein Tagesgeschehen mit den Glaubenssystemen in den Traumzustand mitnehme und beurteile; du schleichst dich nicht in diese Realität ein. Im Traumzustand bin ich Wesen. Ich bin im Traumzustand, ich bewege mich in einer anderen Realität; wie auch immer, das kommt herein und beeinflusst mich. Ich bemerke jetzt, dass ich fast immer im Traum in einen bewussten und wachen Zustand komme. z. B.: Das ist ein Traum, wach auf Carole, das passiert nicht wirklich, das ist nur im Traum und nicht wirklich. Was auch immer vielleicht herausfordernd ist oder meinen Körper bedroht, kann nicht sein, weil ich liege im Bett. Und ich sage wirklich im Traum zu mir, „Dein Körper ist im Bett, Carole.“ Wie auch immer, Letzte Nacht war ich nicht einmal sicher hierherzukommen aus anderen Gründen, aber da waren zwei Sachen mit einem ‚ja / nein‘ enthalten.

Erstens, ich zog in dem Traum irgendwo hin, und Leute aus der Nachbarschaft fingen an, diese wunderschönen Bäume auf meinem Grundstück zu pflanzen. Ich habe hinaus geschaut und dachte, die graben Löcher, die pflanzen diese Bäume, und sie glauben sie machen etwas Gutes, also wie kann ich da sauer auf sie sein? Sie glauben, sie tun mir was Gutes, aber ich mag diese Bäume nicht, also muss ich da etwas unternehmen. Da drin steckt das große, fette ‚ja / nein‘ Ding. Dann später esse ich Hähnchen in der Küche in meinem neuen Haus. Okay, ich habe seit fast vier Jahren kein Fleisch mehr gegessen. Im Traum schmeckte es mir gut und plötzlich grauste mir davor und der Beschaffenheit… ich dachte ich würde es erbrechen. Ich wurde wieder munter im Traum und sagte mir, du isst kein Fleisch, warum solltest du Hähnchen essen? Dann sagte ich, gut das ist ein Traum, Blödsinn. Da ist wieder das ‚ja / nein‘ Ding. Es ist wie im Traum, zuerst wollte ich es und dann nicht mehr.

Mit meinen Bildern mache ich das immer. Ich hänge sie in meinem Haus auf – und da ist ein ganzer Haufen davon – wo ich nicht weiß wann ich darüber stolpere. Da ist der Augenblick, bevor die Gedanken kommen und alles bewerten und beurteilen und da ist alles ganz klar. Ich kenne das Bild und habe die Verbindung, und dann kommen die Gedanken und fangen an, oh was hast du gemacht, ich kann gar nicht glauben, dass du das gemacht hast, und das nervt. Alle Künstler machen das so mit sich. Sie sagen, oh das nervt, und dann ein anderes Mal, oh das ist gar nicht so schlecht, das ist ganz gut. Also wir machen das hin und her, das ‚ja / nein‘, das ‚nein / ja‘, das ‚ja / nein‘.

Aber ich will nicht unbedingt von den Auswirkungen von dem ‚ja‘ und ‚nein‘ genervt sein. Ich möchte einfach nur da leben. Das was mich an mir stört ist, dass es leichter für mich ist, wenn ich nicht unter Menschen bin. Ich verkrieche mich, damit ich nicht mit anderen zu tun habe. Ich muss mir nicht ihre Sachen anhören, ihre Glaubenssysteme und das Jammern: Das ist arg, der Eine tat das, der Andere machte das, mein Mann tat das, meine Kinder sind Teufelsbraten, weißt du. Warum damit Zeit verschwenden? So geht es mir, aber ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich die anderen beurteile.

Ich war auf einem Kunstseminar, und eine Frau erzählte über ihre Kinder, die zu sehr an ihr hängen und ihre Tochter sie viermal am Tag anruft. Ich konnte mir nicht verkneifen zu sagen, „Nun, weißt du, du respektierst ihre Wahlentscheidungen nicht. Wenn du ihre Wahlentscheidungen anerkennst, merkst du, dass es kein Gut und kein Schlecht oder richtig und falsch gibt. Respektiere ihre Wahlentscheidungen, anerkenne deine Wahl“. Dann sehe ich diesen ungläubigen Ausdruck in ihren Augen – wo kommt denn die her – von einem anderen Stern? –weil ich das gesagt habe. Ich weiß schon, dass sich die Bewusstseinseinstellung der Leute etwas geändert hat, aber wenn du da draußen in der Wirklichkeit bist, nicht in Zusammenkünften wie den unseren, und diese Dinge sagst, glauben die Leute du kommst von einem anderen Stern.

ELIAS: Aber warum hast du das gesagt?

CAROLE: Weil ich zu dem Zeitpunkt dachte, ich kleide es in Worte, die nicht zu metaphysisch und abgehoben klingen.

ELIAS: Aber warum hast du es überhaupt gesagt?

CAROLE: Aus welchem Grund habe ich das gesagt? Das ist eine gute Frage. Schau, das ist weil ich glaube, dass es besser für mich ist alleine zu sein. So kann ich Situationen nicht sehen und ich mag das auch nichts sagen. Ich bin in meinem Malzimmer glücklich.

ELIAS: Ich verstehe. Das ist eine interessante Situation. Derzeit würde ich sagen, dass fast alle von euch hier ungeduldig wurden oder dachten „genug!“ während du dran warst. (Gelächter)

CAROLE: Halt‘ den Mund, Carole! (Gelächter)

ELIAS: Vielleicht nicht so grob, aber das ist eine bezeichnende Sache. Das sind Reaktionen. Was habe ich am Anfang gesagt? Dass ich euch alle bei dem Gespräch haben will, und ich alle von euch einlade, euch gegenseitig auszutauschen, nicht nur mit mir. Und was habt ihr dann gemacht? Während du gesprochen hast und deine Geschichte erzählt hast – was charakteristisch ist, weil das so auch mit anderen Individuen ist über die du sprichst – habt ihr über ihre Geschichte reflektiert. Sie hat sich bloßgestellt. Sich selbst bloßgestellt, verletzbar gemacht, ihre Beurteilungen über andere Leute mit euch geteilt, über ihr Unwohlsein gesprochen, das sie in Gegenwart von anderen verspürt. Alle haben das reflektiert, und das habt ihr automatisch getan. Keiner von euch hat daran gedacht. Niemand hat unterbrochen, niemand hat bewertet: Was mache ich? Was fühle ich, warum? Was erwidere ich, warum und was drücke ich in diesem Augenblick ‚ja‘ und ‚nein‘ aus? Das ist ein sehr gutes Beispiel deiner Aussage.

Also was geschieht jetzt in dieser Situation, hier in diesem Raum, mit diesen Leuten jetzt? Das ist was ihr jetzt macht. Wozu drückt ihr ‚ja‘ aus und wozu drückt ihr ‚nein‘ aus. Kann jemand von euch sagen wozu ihr ‚ja‘ oder ‚nein‘ gesagt habt?

MANN: ‚Ja‘ zu Verkriechen.

KEN: Ich sagte ‚ja‘ zu meinen zerstreuten Energien in diesem Augenblick.

ELIAS: Sehr gut, wozu hast du ‚nein‘ gesagt.

KEN: Ich sagte ‚nein‘ zum Gefühl ein bisschen gelassener zu sein, nicht viel aber ein bisschen, aber ich vermute ich sagte auch ‚nein‘ dies zu erreichen.

ELIAS: Ich würde sagen, dass ihr alle ‚nein‘ zum Zuhören gesagt habt. Was ist wirkliches Zuhören? Zuhören ist aufmerksam sein auf ein äußere Quelle und nicht denken, aufpassen was ausgedrückt wird und nicht nachdenken. Wenn ihr nachdenkt, hört ihr nicht zu. Niemand von euch hat zugehört. Ihr habt gehört, aber ihr habt nicht zugehört; ihr wart ungeduldig. Warum? Was war so unangenehm?

ANN: Es fühlte sich wie ein Energieausbruch an. Ich dachte sie ist vielleicht… Bist du intermediate oder soft?

CAROLE. Ich bin soft.

ANN: Na gut, weil ich dachte und verglich und das kann intensiv sein. Ich weiß, dass ich mich selbst verurteile wenn ich so intensiv werde weil ich Überlegungen angestellt habe, und darum, Ann, beruhige dich, Ann, beruhige dich.

ELIAS: Was machst du automatisch?

ANN: Ich glaube ich habe mich geschützt.

ELIAS: Ja. Du schiebst das automatisch weg. Das ist eine automatische Handlung. Darum, was machst du? ‚Ja‘ zu verkriechen; ‚nein‘, wegschieben. Was war für euch anderen so unangenehm?

NATASHA: Es war Herzeigen, Entblößung, und Entblößung ängstigt.

ELIAS: Ah! Verängstigt durch eine Entblößung.

BRIGHTER: Ich glaube das war im Zusammenhang ein bisschen für mich. Du hast gesagt, du hast uns eine Menge zu sagen, und du hast viel zu uns gesagt, aber meine Erwartung war, meine Aufmerksamkeit mehr auf das zu richten, was du heute gesagt hast. Ich glaube ich habe darüber nachgedacht und ich dachte wie ironisch das sei, dass ich mit der gleichen Energie dir zuhören wollte, mit der ich nicht (nicht hörbar).

ELIAS: Ah, sehr gut! Das ist ein Beispiel einer Erwartungshaltung. Als ich am Anfang unseres Gesprächs die Vorgehensweise erklärte, verblieb bei euch die Erwartungshaltung, dass ich führe, dass ihr Fragen stellt und dass ich antworte. Das ist nicht die Richtlinie, die ich vorgab, aber das ist die automatische Erwartungshaltung.

Das ist auch eine interessante und wichtige Sache bezüglich dessen was ihr hört. Das ist ein bedeutender Faktor, weil jeder das hört was er erwartet, und ihr behaltet diese Richtung bei. Ihr richtet eure Gedanken auf das was ihr erwartet und das färbt was ihr hört, und ihr könnt es ganz anders hören (interpretieren) als es im Moment ausdrückt wird– was ihr gemacht habt und als Beispiel in diesem Forum demonstriert habt. Ich habe das so nicht gesagt; ihr habt das erwartet.

Das sind wichtige Informationen für euch, sie zu verstehen und anzuwenden, das ist so, wenn jemand anderer sich ausdrückt und ihr einverstanden wart daran teilzunehmen – und das habt ihr gemacht, ihr wart einverstanden mit allen von euch mitzumachen, nicht nur mir zu folgen, andernfalls würdet ihr eine private Session mit mir abhalten, und das ist jetzt nicht so; ihr wart alle einverstanden teilzunehmen, daraus folgt, sich mit allen anderen hier auszutauschen und ihnen zuzuhören – aber dann macht ihr das nicht, ihr hört nur das was ihr hören wollt, und was ihr erwartet zu hören. Und wenn sich jemand in seiner Verletzlichkeit ausdrückt, ist das unangenehm für euch und das drückt ihr aus indem ihr wegschiebt, und euer Körperbewusstsein reagiert auf dieses Unwohlsein das ihr ausdrückt. Eure Augen werden unruhig, euer Körper beginnt sich zu bewegen, euer Kopf hängt herab oder lehnt sich zurück, aber ihr seid nicht auf die Konversation, der ihr zugestimmt habt konzentriert.

Danke, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast. Dahingehend möchte ich sagen, ja, es kann manchmal schwierig sein, eine bestimmte Wahrnehmung (Bewusstseinsausrichtung) zu haben, und du bist damit vertraut – aber nochmals, nicht mit anderen übereinzustimmen, die das ganz anders sehen.

Aber nochmals, das ist eine Sache der Verantwortung dir selbst gegenüber, indem du dich selbst annimmst und dich in dir wohl fühlst, mit der anderen Frau, die verstört über die Gefühle ihrer Tochter gegenüber ist, nicht zu kommunizieren aber mit jemand anderem. Du kannst in diese Konversation eingebunden sein, aber es ist eine Sache zu erkennen „Ich bin in diese Sache selbst nicht hineingezogen – sie betrifft mich nicht. Ist es momentan wirklich wichtig für mich was die anderen gerade machen oder was sie gerade diskutieren oder was ihre Meinung ist? Betrifft mich das wirklich? Und ist es wirklich wichtig für mich?“ Damit übernimmst du dir selbst gegenüber Verantwortung. Das bringt deine Aufmerksamkeit zurück zu dir, was du tust und was dir wichtig ist und was du ausdrückst.

Es ist nicht deine Aufgabe andere zu belehren, was sie richtig oder falsch oder verwaschen machen. Es spielt keine Rolle (es muss nicht beurteilt werden). Dazu, was auch immer jemand anderer macht, wenn ihr nicht direkt damit zu tun habt oder betroffen seid, könnt ihr eure Meinung dazu bilden, die ihr in Rede oder Handlung ausdrücken könnt, aber sie muss nicht notwendigerweise geteilt werden. Weil, was willst du damit erreichen? Was willst du damit gewinnen, wenn du dich dazu ausdrückst? Manchmal kann es euch was bringen und es ist eine wertvolle Sache euch auszudrücken und Stellung zu nehmen. In anderen Situationen ist es kein Gewinn für euch, wenn ihr euch aktiv ausdrückt. Da ist es nur ein Ausdruck jemand anderen vor den Kopf zu stoßen. Ihr fühlt euch dabei unwohl, und das ist ein anderer Aspekt euch selbst gegenüber verantwortlich zu sein – euch selbst zu kennen, eure Energie, bewusst zu sein.

Das ist der Schlüssel: Bewusst zu sein, Selbstwahrnehmung, sich bewusst zu sein, was man ausdrückt, was man fühlt. Auch wenn ihr gerade keine Emotion wahrnehmt, was ist euer Körpergefühl in dem Moment? Fühlt ihr euch wohl? Seid ihr entspannt? Seid ihr verkrampft? Seid ihr geschmeidig? Fühlt ihr euch unwohl? Wollt ihr woanders sein? Diese Feststellungen beeinflussen eure ‚ja/nein‘ Entscheidungen sehr: Ich fühle mich gerade nicht wohl, ich bin angespannt und ich fühle mich in dieser Sache unpassend, der Ton hier stört mich – und der Ton kann die Stimmen der anderen sein. Vielleicht jammern die anderen und die Tonlage der Stimmen der anderen stört mich. Das ist in diesem Moment ein Aspekt der mein derzeitiges Unwohlsein hervorruft.

Aber wenn du das alles nicht erkennst, bringt dich das zum Ausdruck: ‚ja‘ zu Abschirmung und ‚nein‘ zu dir: Deswegen werde ich dir meine Meinung sagen, und das wird dich dazu bringen wegzugehen, weil du mich störst. Der Klang (deiner Stimme) stört mich, und ich drücke mich auf eine Art und Weise aus, die du nicht verstehst, oder die dich verwirrt, oder du mich für verrückt hältst, du wirst dich von mir fernhalten und ich erreiche was ich möchte. Ich werde mich wieder wohlfühlen.

Das sind die ‚ja‘ und ‚nein‘ über die ihr nicht nachdenkt, derer ihr euch nicht bewusst seid, um das zu erreichen was ihr möchtet. Aber erschafft ihr eure Realität damit bewusst und absichtlich? Fühlt ihr euch damit wirklich gut? Nein.

CAROLE: Ich fühlte mich besser, als sie den Mund hielt. (Gelächter)

ELIAS: Das kann ich mir vorstellen, unzweifelhaft, aber der Punkt ist was du fühlst und was du machst. Und danke für das Teilhaben an (deiner) Verletzlichkeit.

CAROLE: Danke Elias.

ELIAS: Wir werden jetzt eine Pause machen, und vielleicht werden dann alle von euch putzmunter sein und teilnehmen. (Gelächter). Wir werden bald zurück sein.

(Elias verlässt uns nach 1 Stunden und 31 Minuten)

SITZUNGSPAUSE

(Elias‘ Ankunftszeit ist 10 Sekunden)

ELIAS: Wir machen weiter! (Lacht) Werden wir jetzt alle teilnehmen? (Gelächter). Sind wir jetzt alle gut drauf?

GRUPPE: Ja.

ELIAS: Sehr gut. Nun weiter. Ja bitte?

JOHN: Also ich habe mir eine Frage überlegt. Meine Frage; ich sollte sie an die Gruppe richten, nicht wahr? Und du bis Teil der Gruppe, so kann ich sie an jeden richten. Die Situation ist alltäglich. Da ist etwas was ich machen möchte, richtig, und dann kann ich überlegen was mich hindert, was mich davon abhält es zu tun, ob es etwas von außen ist – und man ist vielleicht clever genug, nicht an außen zu denken, aber was mache ich, was… Was du am Anfang über das ‚ja und nein‘ gesagt hast, ist das was ich immer so gemacht habe, und ich glaube das ist was die meisten von uns so machen, nicht wahr? Also was du am Anfang über ja und nein und über die ‚ja / nein‘ Analyse gesagt hast ist für mich funktionell kein Unterschied zu dem was ich gemacht habe. Es ist nur ein anderer Betrachtungswinkel auf dasselbe Ding. Das ist eine der Fragen. Ich sehe das nicht als funktionellen Unterschied, aber wenn du das kommentierst ist es sicher sehr lehrreich.

ELIAS: Ja.

JOHN: Das ist was ich herausfinden möchte.

ELIAS: Du denkst, dass du dir darüber bewusst bist, manchmal bist du das auch, aber öfter bist du es nicht. Manchmal, ja, bist du dir bis zu einem gewissen Grad bewusst wozu du ‚ja / nein‘ ausdrückst. Du triffst Entscheidungen. Du bewertest, was dir am meisten bringt, manchmal, abhängig von der Situation.

Allgemein gesagt stellst du dir solche Fragen, die du erwähnt hast, dann wenn du mit etwas unzufrieden bist. Was hindert mich? Schränke ich mich selbst ein? Das ist aber nicht unbedingt das gleiche, als dich über das ‚ja / nein‘ zu befragen. Damit überspringst du sozusagen mehrere Stufen auf einmal. Du beginnst die Situation zu bewerten noch bevor du überlegt hast was das ‚ja / nein‘ ist. Damit, indem du mehrere Stufen auf einmal nimmst, überspringst du auch Gründe und Motivationen dahinter. Deswegen, ja, du betrachtest eine Situation, du überlegst was du haben oder machen möchtest, und du bewertest die Situation. In einer schwierigen Situation in der du glaubst nicht das zu erreichen, was du möchtest, richtet sich dein Denken sofort auf Bewertung und Analyse der Situation. Du bist am Problem lösen. Du fragst dich nicht wozu du ‚ja‘ oder wozu du ‚nein‘ sagst. Wozu sage ich ‚nein‘, erschafft das die Situation in der ich eingeschränkt bin oder in der ich mich nicht wohl fühle, und in der ich mich vielleicht selbst blockiere? Aber was ist meine Motivation dazu? Zu welchem Umstand sage ich ‚nein‘, und warum? Warum mache ich das?

Dabei hast du recht, die Frage nach dem ‚ja / nein‘ ist grundsätzlich wichtiger. Das ist eine bezeichnende Herausforderung und Problem für die meisten Individuen in vielen, vielen Situationen, in denen ihr euch Situationen oder Richtungen aussetzt, die ihr dann hinterfragt. Ihr überlegt, was ihr glaubt was ihr wollt – und ich betone – in vielen Situationen ist das, was ihr glaubt zu wollen nicht das was ihr wirklich wollt. Ihr glaubt, ihr wollt das, weil es vernünftig klingt oder weil ihr das haben solltet oder weil es damit verbunden ist, was ihr fühlt – aber das was ihr fühlt ist nicht immer der Indikator für das, was ihr wahrhaftig wollt. Eure Gefühle können diese Situation oder diese Richtung sozusagen vernebeln, im Besonderen die Gefühle von Herabsetzung, Frustration, Verwirrung, Angst. Diese Art von Gefühlen ist sehr verwirrend.

Aber wenn ihr euch die ‚ja / nein‘ Frage stellt, beginnt ihr zu verstehen was ihr fühlt und warum. Was steht dahinter. Und das bringt euch genauer zu der Bewertung die ihr in dem vorigen Beispiel übersprungen habt. Was in vielen Situationen – vielen, vielleicht nicht in den meisten bei einigen Individuen, aber sicher in vielen Situationen – wenn ihr diese Bewertungen überspringt, bekommt ihr dadurch nicht alle Informationen, und das erzeugt Verwirrung und Frustration, weil ihr euch keine genauen Antworten gebt und nicht genau wisst, worauf ihr achten sollt.

JOHN: Das ist wie eine komplette Prüfliste.

ELIAS: In gewisser Hinsicht ja.

JOHN: Dann wird es objektivierbar, statt sich nur zu fragen, was immer es ist, eine Mauer, und dann weiter… Richtig?

ELIAS: Ja, und dabei erlaubt es dir, deine Gefühle zu bewerten, hinter die Gefühle zu blinzeln und damit die Situation oder die Richtung klarer zu bewerten und nicht in den Gefühlen festzuhängen, die dann sehr schnell zu Damals-Gefühlen werden, wie ich euch früher schon gesagt habe. Ein Damals-Gefühl ist nicht nur ein Gefühl von einer Erfahrung 10 Jahre zurück. Ein Damals-Gefühl könnte von vor 5 Minuten herrühren, das in euch haust, das ihr wiederholt und weiterführt.

Gefühle sind Signale. Sie dauern nicht an außer sie werden zum Damals-Gefühl. Sie ändern sich in dem Augenblick in dem sich eure Aufmerksamkeit (weg)bewegt. Dabei kommt es nicht auf die Stärke des Gefühls an. Ihr könntet schluchzen und schier verzweifelt sein, traurig, und in dem Moment indem eure Aufmerksamkeit sich auf etwas anderes richtet, hört ihr damit auf. Ihr könnt wütend sein und euch sehr ärgern. Ich möchte nicht sagen „zornig“, weil wir wissen, dass Zorn etwas anderes ist. Aber ihr könnt ganz schön genervt sein und die Stärke des Gefühls ausdrücken, und in dem Moment, in dem eure Aufmerksamkeit wandert, hört das auf.

Nun; ihr könnt das durch Denken weiterführen, und das Denken löst das Gefühl wieder aus, und das erzeugt eine Schleife mit den Damals-Gefühlen, und das kann ganz leicht passieren.

Dies ist ein weiterer Grund, dass die Frage „wozu drücke ich ‚ja‘ und wozu drücke ich ‚nein‘ aus“, ein Werkzeug in Zusammenhang mit euren Gefühlen und dem Erkennen, was diese wirklich sind, ist. Jemand kann ausdrücken, dass er ängstlich ist, und in Wirklichkeit ist er verlegen. Jemand kann ausdrücken, dass er traurig ist, und in Wirklichkeit ist er unruhig. Jemand kann ausdrücken glücklich zu sein, und in Wirklichkeit ist er momentan aufgeregt.

Es gibt viele, viele Situationen und Zeiten, wo ihr nicht genau erkennt, was ihr in euch fühlt. Das ‚ja / nein‘ kann euch unterstützen und helfen, zu erkennen was euer Gefühl in Wirklichkeit ist, und es kann euch helfen zu unterscheiden ob das ein Jetzt-Gefühl oder ein Damals-Gefühl ist. Darüber hinaus hilft es euch zu erkennen warum. Was motiviert diesen Ausdruck in mir? Das erlaubt euch die Freiheit objektiv zu entscheiden, was ihr ausdrückt – was ihr wirklich ausdrücken wollt.

Um dein Beispiel zu gebrauchen – eine Situation kann dir unangenehm sein und jemand anderer stört dich vielleicht. Es muss nicht sein, dass dich der Andere an sich stört. Die Stimme oder die Energie, die der Andere aussendet, verschärft ein Gefühl das du gerade hast.

Nun, wenn ihr für euch selbst erkennt, was ihr ausdrückt, was ihr tut, wozu ihr ‚ja / nein‘ sagt, ich sage ‚ja‘ dazu, mich weiter unangenehm zu fühlen, und ich sage ‚nein‘ zu mir selbst. Ich verweigere mir die Freiheit ich selbst zu sein und mich wohl zu fühlen, und ich bin in einer Position einzementiert und ich sage ‚ja‘ zu dieser Position, die für mich unangenehm ist. Warum mache ich das? Was bringt mich dazu? Was motiviert mich das zu tun? Dass es erwartet wird, dass es höflich ist, dass es angebrachtes Benehmen ist, dass es das ist, was andere von mir wollen, dass ich es mache, aber in Wirklichkeit möchte ich das gar nicht machen? Was ist mein Antrieb in der Position zu sein, in der ich nun bin? Wenn ihr euch diese ‚ja / nein‘ Fragen beantworten könnt, führt euch das zum Erkennen eurer Motivation. Warum macht ihr was ihr macht? Ihr habt das nicht objektiv gewählt. Ihr habt es gemacht, ihr habt es gewählt aber nicht (bewusst) mit Absicht. Ihr habt nicht erkannt, was ihr gewählt habt, und das ist der Punkt. Ihr setzt euch jetzt damit auseinander, und ich will euch sagen, ihr seid bereit euch damit auseinanderzusetzen.

Ich möchte nicht sagen, dass es erforderlich ist jede Handlung groß zu bewerten und euch zu überlegen – heute Morgen trank ich eine Tasse Kaffee, warum habe ich das getan? Ich war heute Morgen am Klo, warum nur? (Gelächter). Es geht nicht darum für jede (alltägliche) Handlung eine Analyse zu starten. Aber, wie ich gesagt habe, normalerweise fragt ihr euch was ihr tut, wenn ihr euch unwohl fühlt, und dann springt ihr gleich zur Bewertung, was euch so in eine Richtung führt, in der ihr keine adäquaten Antworten erhaltet.

Weiter gibt es viele Situationen und Zeiten, in denen ihr etwas macht, von dem ihr meint, dass ihr euch damit wohl fühlt. Das geschieht automatisch. Es ist Teil eurer eingefahrenen Geleise, und ihr macht es automatisch, egal was die Tätigkeit oder Entscheidung ist, und es stört euch nicht unbedingt. Es quält euch nicht. Deshalb glaubt ihr, dass ihr es gern macht. Etwas „gern machen“ ist ein großer Unterschied zu „es stört mich das zu machen“. Hiermit kann das eine automatische Entscheidung sein, die euch nicht stört, aber auch nicht zu eurem Besten ist.

Individuen machen oft etwas automatisch und sagen dann: „So bin ich halt“. (Gelächter) Ich habe es getan und so bin ich halt. Aber ist das so? Nicht unbedingt. Es kann sein, dass es nur automatisch und angelernt ist, und darum von euch akzeptiert wurde, und deswegen macht ihr es. Aber es ist nicht unbedingt ‚nur ihr‘ oder ‚was ihr seid‘. Es ist eine Handlung, die ihr akzeptiert und übernommen habt, und sie stört euch nicht.

Ja?

PHILLIP: Da ist dann die Frage, was ist zu meinem Besten und dann, wie und wo ist der Unterschied wenn man herausfindet sich mit weniger zufrieden gegeben zu haben als dem allerbesten? Und wenn man gar nicht weiß, dass da noch etwas Besseres wartet, stecken wir da manchmal fest in der Spirale, in der wir uns eingefahren haben ohne zu verstehen, dass da immer noch eine Steigerung möglich ist, weil wir im Nicht-Materiellen erschaffen und dann manifestieren?

ELIAS: Ganz genau, und das ist der Aspekt von etwas verdienen. Wenn du wahrlich weißt, dass du wertvoll bist und alles verdienst, bewegst du dich immer zu dem Besten, zu dem Höchsten, dem Größten, dem Meisten.

PHILLIP: Wenn man authentisch ist, bewirkt das nicht automatisch Übereinstimmung mit sich selbst (Integrität)? Wenn man eingedenk seiner höchsten eigenen Absichten handelt, ist man da nicht mehr oder weniger automatisch in Übereinstimmung mit sich? Ich kenne etliche Leute die sagen, nun wenn ich mich wahrhaftig (ursprünglich) ausdrücke, befürchte ich, dass andere über mich sagen werden: Ich bin selbstsüchtig, ich bin das und ich bin das. Aber eigentlich ehrst du dich selbst, indem du deine Entscheidungen nur für dich triffst, was dir am meisten bringt.

ELIAS: Ja, und das führt wieder zurück zu Selbstverantwortlichkeit. Wenn man selbstverantwortlich ist, wenn man sich wahrhaftig und ursprünglich ausdrückt, ja, dann drückst du auch automatisch diese Integrität aus, diese Echtheit. Und dabei spielt es keine Rolle, was andere denken oder wie sie das wahrnehmen.

Nun stelle ich euch allen eine Frage. Was ist eure Wahrnehmung von euch selbst? Überlegt mal: wie seht ihr euch selbst? Seht ihr euch als gute Person, eine rücksichtsvolle Person? Seht ihr euch selbst als intelligent? Nehmt ihr euch als großzügig wahr? Seht ihr euch selbst als ehrgeizig? Seht ihr euch selbst als konkurrenzfähig? Wie nehmt ihr euch selbst wahr? Als was für einen Typ von Person würdet ihr euch selbst bezeichnen, und wie seht ihr euch?

Und wenn ich genau dir sagen würde, dass mir deine Haare absolut nicht gefallen, würde das deine Wahrnehmung über dich selbst verändern?

PHILLIP: Uh, nein.

ELIAS: Nein. Wenn ich dir sage, komm mir nicht in die Quere, hör‘ auf damit! Ändert sich dann etwas?

PHILLIP: Nein.

ELIAS: Nein. Ihr könnt eine Handlung in Frage stellen; eure Selbstwahrnehmung wird sich nicht ändern. Eure Selbstwahrnehmung wird sich nicht aufgrund eines Ausdrucks oder einer Handlung oder einer Meinung von jemand anderem ändern. Ihr habt die unbegründete Angst und Befürchtung über euch, dass sich, wenn jemand anderer euch anders sieht als ihr euch selbst, etwas daran ändert, wie ihr euch selbst seht. Es ändert sich nicht. Jemand anderer kann das ausdrücken auf welche Art auch immer er will. Du kannst dich fragen, was er ausdrückt, aber es wird deine Selbstwahrnehmung nicht ändern.

Nun; ein anderer Versuch. Sag (zeigt auf Ann), was deine Wahrnehmung von ihr ist (zeigt auf Natasha). Was ist deine Wahrnehmung?

ANN: Liebevoll, herzlich; ich weiß nicht. Ich sehe eine lustige Person, neugierig und lebensfroh, und ich mag das!

ELIAS: Sehr gut. Ausgezeichnet, ausgezeichnet. Und deine Wahrnehmung von dir (zeigt auf Natasha) ist wie?

NATASHA: Gar nicht so! (Gelächter)

ELIAS: Also dazu; das ist ein Beispiel, dass euch andere Leute immer anders wahrnehmen als ihr selbst. Egal wie ihr euch selbst seht, andere werden euch immer anders wahrnehmen, weil sie euch durch ihre Linse und das was ihnen wichtig ist sehen. Deshalb, was sie machen, was ihr alle macht wenn ihr auf jemand anderen trefft – und äußerst schnell - es ist erstaunlich wie schnell all diese Informationen passieren, schneller als jeder erdenkliche Computer, - bemerkt ihr, wenn ihr auf jemand anderen trefft, zuerst was ihr mögt. Ihr bewertet zuerst sofort was euch anzieht, was wichtig für euch ist, was ihr schätzt und was ihr als wichtig erachtet. Ihr werdet unverzüglich auf diese Qualitäten und diese Ausdrücke bei jemand anderen schauen, unabhängig wer das ist oder ob ihr ihn überhaupt kennt. Er kann euch vollkommen fremd sein. Das ist eure erste Einschätzung.

Darauf folgend werdet ihr, wenn ihr wenige Dinge findet, die ihr an der anderen Person mögt, oder was anziehend ist – weil es wichtig für euch ist in eurer Erfahrung und Echtheit – werdet ihr anfangen abzuschätzen, was ihr an der anderen Person nicht mögt. Normalerweise bieten sich euch ein oder zwei Dinge an, und das genügt. Ein oder zwei Dinge von Abneigung oder Missfallen von irgendetwas, es spielt keine Rolle - ich mag ihre Kleidung nicht; ich mag ihre Schuhe nicht, ich mag ihre Haare nicht, egal was es ist – nach der zweiten Sache von Abneigung gegenüber der anderen Person, wirst du ihr keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Sie wird für euch uninteressant, und ihr werdet sie entweder meiden, oder ihr werdet euch absichtlich entfernen oder etwas tun was sie vertreibt. Aber sie ist für euch uninteressant geworden, und was uninteressant ist, dem schenkt ihr keine Aufmerksamkeit. Ihr schenkt nur dem Aufmerksamkeit, was wichtig für euch ist. Es spielt keine Rolle, ob es gut oder schlecht ist, es kommt nur darauf an, ob es wichtig ist.

Hierin ist nicht unbedingt der erste Eindruck entscheidend, weil ich könnte dieselbe Person einmal treffen und ein oder zwei Punkte die ihr nicht mögt bemerken, und ihr werdet sie ignorieren, und ihr könnt sie ein anderes Mal treffen und dabei eine andere Erfahrung machen. Ihr könnt ein oder zwei Dinge entdecken, die ihr mögt. Dann wird sie interessant und wichtig, und ihr werdet weiteren Kontakt anstreben.

Nun das ist ein weiterer Ja/Nein - Punkt in Bezug auf den Umgang mit anderen Personen und Beziehungen. Es ist äußerst üblich für euch, der Idee anzuhängen, dass eine Beziehung zu irgendjemand anderem aufrecht erhalten und gepflegt werden muss, um dem Bild einer verantwortungsvollen, guten und sorgenden Person zu entsprechen. Das spiegelt sich in der Wahrnehmung von euch selbst. Wenn ihr eine Anteil nehmende Person seid – (humorvoll) das ist das größte, die akzeptierende Person! – Und wenn ihr dem entsprecht, müsst ihr unbedingt Beziehungen aufrechterhalten und pflegen. Beziehungen sind nicht auf Zeit. Sie dauern immer an, für immer und darüber hinaus. Nein, sind sie nicht! Die meisten Leute, die ihr während eurer Lebenszeit trefft, sind nur auf Zeit, die meisten. Manchmal lernt ihr jemand kennen, ein anderes Individuum mit dem ihr eine lebenslange Beziehung eingeht. Die meisten sind es nicht.

Es geht wieder darum, sich etwas bewusst zu machen – was ziehe ich in dem Moment zu mir, zu welchem Zweck – und auch die ‚ja / nein‘ Fragen mit den (Gedanken)Gebilden (constructs), die wir jetzt noch gar nicht besprochen haben: Eine Beziehung oder nicht, und wenn ihr eine Beziehung habt wie wird sie ausgedrückt und all diese Gebilde die damit zusammenhängen; und wenn ihr entscheidet keine Beziehung einzugehen, all diese Gebilde die damit zusammenhängen: Warum nicht und was ist schlecht an mir und jeder sollte eine Beziehung mit jemand anderen haben, mindestens eine.

Dabei ist die Art und Weise, wie ihr das ausdrückt, wie ihr das macht, was ihr macht, wie ihr euch ausdrückt, was ihr tun solltet, was ihr nicht tun solltet, worauf ihr aufmerksam seid, worauf ihr nicht aufmerksam seid, was ihr fühlt, was ihr nicht fühlt, und so weiter und so weiter, Gebilde um Gebilde um Gebilde. All das hat normalerweise – in eurer Sprechweise – nichts zu tun mit Liebe und hat nicht viel zu tun mit eurem größten Vorteil. Es sind all die ‚Solls‘ und ‚Nichtsolls‘ und die Erfüllung von Erwartungshaltungen und die Pflichterfüllungen, und so weiter und so weiter, was jede Sache komplizierter macht. Egal welche Sache ihr auswählt, mit dem ‚ja / nein‘ ist Gebilde um Gebilde mit einbezogen. Wenn ich dazu ‚ja‘ ausdrücke, was ist damit gemeint? Warum und warum und warum?

Das ist was ich mit dem ‚ja / nein‘ sagen will: Ihr müsst nicht alle eure ‚ja / nein‘ Fragen untersuchen. Wenn ihr analysiert, untersucht ihr eure (Gedanken)Gebilde. Ihr analysiert nicht das ‚ja / nein‘ an und für sich. Das ‚ja / nein‘ ist einfach. Es ist entweder zu eurem Besten oder nicht. Ihr bewegt euch entweder in eine wesensgerechte Richtung oder nicht. Dahingehend ist das eine einfache Bewertung. Wenn ihr aber weiterspringt zu der Analyse, untersucht ihr nur die Gebilde und nicht das ‚ja / nein‘.

JOHN: Geht es nur mir so, oder sind andere auch schon etwas verwirrt oder schwindelig wenn man über das ‚ja / nein‘ nachdenkt? (Gelächter)

ELIAS: Und der Grund dafür ist, dass euch das gänzlich unvertraut ist. Es ist für euch alle ein so fremdartiges Konzept, vollständig selbstbestimmt die eigene Richtung vorzugeben.

Ja?

LYNDA: Ich wähle etwas zu sagen.

ELIAS: Sehr gut.

LYNDA: Als ich zuerst, vor kurzer Zeit, erkannte wie fremdartig das für mich ist und mein ganzes - natürlich kann ich da nur für mich sprechen – aber mein ganzes Leben hier auf Erden ich es anders gemacht und gesehen habe. Zuerst begann ich mich zu befreien, weil ich erkannte, es hat einen Grund warum ich nicht alles erreiche – Zitat Ende. Und es war in Ordnung, dass ich nicht alles erreicht habe. Dann habe ich begonnen, die Angstgefühle, die automatisch in meinem Leben hochkamen, zu verneinen. Die sind lähmend und beschämend, und nun sollte ich soweit sein nach all den Jahren von dem Mist! (Gelächter) Ich begann – ich beginne – kratze gerade an der Oberfläche ‚nein‘ zu sagen, und das ist wie zu mir selbst zu sagen, wie nein, nein, nein. Das kommt dann herauf, das kommt herauf, was immer herauf kommt, ich bin wie nein, nein, nein. Und nichts passiert, und am Ende bin ich ein bisschen mehr deprimiert, und ich falle in mein übliches – du weißt schon was. Dann kürzlich sagte ich – so nicht – und sprang in den neuen Tag. Das ist eine große Sache für mich, so spontan in den neuen Tag zu gehen. Vielleicht kann ich nicht jeden Augenblick ich selbst sein, aber dieser Tag ist mein Tag, und all die Gespenster verblassen. Ich möchte nicht behaupten, dass ich morgen nicht wieder einen Rückfall habe, aber das Geheimnis ist, aus mir selbst heraus nein zu sagen und das mitten im Wirbelsturm und den Tag anzugehen. Ich denke, dass ich es ganz stark will, ich habe mich selbst gelobt und bin da durch. Ich hab es geschafft und Amen!

ELIAS: Ja, das hast du.

LYNDA: Eine meiner Stärken ist, dass ich mutig bin, und Mut in der Angst ist eine entscheidende Sache, um Elias zu zitieren. Es ist nicht die Angst vor dem vernichtenden Wirbelsturm, es ist die Angst vor dem Mist in mir selbst aber dazu zu stehen und mich zu mögen und mir selbst zu vertrauen.

ELIAS: Und ganz viele von euch können das auch von sich sagen und haben auch die Schwierigkeit sich selbst zu vertrauen, die Schwierigkeit sich selbst nicht immer anzuzweifeln und Angst zu haben, nicht einmal zu wissen wovor man Angst hat, aber die Intensität zu spüren?

Das ist die Macht dieser beiden Wörter. Nochmals, es geht nicht ums Analysieren. Es geht nicht darum, durch alle Gebilde zu manövrieren und sie zu auseinander zu nehmen und alles genau zu verstehen. Es geht nur darum zu erkennen „Ich habe dazu ‚ja‘ gesagt, und ich mag es nicht und ich drücke ‚nein‘ aus. ‚Ja‘ zu mir selbst, ‚nein‘ zu dem, was auch immer nicht zu meinem Besten ist – und Angst ist nie zum Besten. Ja zu mir selbst.“ Wenn ihr das tut, ehrt ihr automatisch alles was rund um euch ist, weil sich eure Wahrnehmung ändert, und eure Wahrnehmung ist sehr dehnbar. Sie kann sich in einem Augenblick ändern, und das tut sie, wenn ihr euch selbst anerkennt. Ein Schritt kann enorm sein und kann euch in große Freiheit leiten.

Ich möchte euch auch sagen, wenn ihr eure eigene Wertschätzung zum Ausdruck bringt und eure Wahrhaftigkeit und Echtheit, wenn ihr ‚ja‘ zu eurem Wesen und eurem Leben – EUREM Leben, es ist eures, es gehört euch – wenn ihr ‚ja‘ zu eurem Leben ausdrückt, stärkt ihr euch selbst, und dieser eine Schritt wird euch beflügeln.

Ihr könnt denken und denken und denken, aber wenn ihr keinen Schritt macht, bringt euch denken, denken, denken nirgendwo hin. Ihr macht einen Schritt und die Inspiration fängt an, weil ihr die Tür aufstoßt. Ein Schritt um ‚ja‘ zum eigenen Leben auszudrücken: Mein Leben ist wichtig und wertvoll, und ich verdiene alles – und das tut ihr.

Mir ist bewusst, dass derzeit niemand von euch das wirklich aus eigener Erfahrung sagen kann. Dass ihr nicht erkennt oder versteht, dass ihr wirklich alles verdient, aber ihr seid so knapp davor, und somit möchte ich euch alle wirklich ermutigen, diesen Schritt zu tun. Ihr verdient es. Somit werdet ihr dann erkennen, dass ihr wirklich alles verdient. Egal ob ihr ein Leben fürchterlicher Erfahrungen, schlimmer Ängste, ein Leben mit Gewalt und Aggression und Angst und Herabsetzung habt, ihr könnt das um 180 Grad herumdrehen, unabhängig wie viel von diesen Erfahrungen vorher waren, ihr könnt das mit einem Schritt umdrehen – ein Schritt, ein Ausdruck von Schluss jetzt, ‚nein‘. Sogar körperliche Gebrechen könnt ihr aufheben.

Indem ihr sagt, nein ich will nicht mehr akzeptieren, was nicht meinem Wesen entspricht – sage ich ja zu mir selbst und nein zu was immer nicht zu meinem Besten ist in jedem Augenblick, in jeder Situation, in jeder Richtung – damit könntet ihr euch selbst überraschen wie anziehend ihr für jeden anderen in eurer Umgebung wirkt, weil ihr zu leuchten beginnt. Wahrhaftig, buchstäblich beginnt ihr zu leuchten, und andere Individuen sehen das Leuchten und werden davon angezogen und wollen es nachahmen. Das ist wie man eine Welt verändert und weiterbringt.

NATASHA: Wie weiß ich was in jedem Augenblick zu meinem Besten ist? Manchmal kann ich nicht entscheiden, ist das ein Vorteil, sind die von Vorteil. Wie entscheide ich?

ELIAS: Sag uns ein hypothetisches Beispiel.

NATASHA: Okay. Ich werde zu einer Reise eingeladen, und ich weiß das wird lustig. Ich könnte auf eine Reise eingeladen werden, die hauptsächlich lustig und interessant zu sein verspricht. Aber es könnten da auch einige Dinge nicht so gut laufen. Um das nicht später bereuen zu müssen, wäre es leichter, die Reise nicht mitzumachen und alles, somit auch die schlechten Dinge zu vermeiden. Also wie kann ich entscheiden was zu meinem Besten ist?

ELIAS: Nun in diesem Szenario, was fällt euch auf. Was wird ausgedrückt?

ANN: Sie will die Reise mitmachen.

ELIAS: Ja.

SANDRA: Einige Zweifel.

ELIAS: Was ist das Zentrum der Aufmerksamkeit?

SANDRA: Die Negativität?

ELIAS: Nein.

ANN: Persönliche Herabsetzung?

MANN: Sich selbst nicht vertrauen?

ELIAS: Nicht unbedingt.

DANIEL: Projektion in die Zukunft.

ELIAS: Teilweise, aber was ist der Hauptausdruck in diesem Szenario?

ANN: Zögern?

ELIAS: Ihr zieht alle Dinge außerhalb von euch in Betracht: Den Ort, die Leute, die Tätigkeiten, all die umgebenden Teile. Das ist das gleiche wie all die (Gedanken)Gebilde durchzuspielen. Somit betrachtet ihr das Szenario, ihr betrachtet die Entscheidung in Zusammenhang mit einem Ereignis oder in Zusammenhang worauf ihr euch da einlasst. Was darin nicht enthalten ist, was ihr machen wollt? Wenn diese Reise ansteht, wenn sozusagen in unserem Beispiel es um die Entscheidung geht will ich an dieser Reise teilnehmen oder will ich das nicht, was werde ich auf dieser Reise machen und will ich das machen? Werde ich das gerne machen und wird mich das zufrieden stellen?

Somit ist das nicht eine Frage von den äußeren Situationen oder anderen Leuten oder Umständen oder sogar der Umgebung. Es ist eine Frage was du angehst, und in dieser Überlegung für die Entscheidung ob du die Reise mitmachst oder nicht, was du auf dieser Reise machen wirst? Wirst du das gerne machen? Willst du das machen oder nicht? Auch wenn es eine Tätigkeit ist, die du magst oder die du gelegentlich magst oder die du manchmal magst, aber magst du sie jetzt? Im Hier und Jetzt, mag ich das jetzt machen?

Um dich selbst als Beispiel zu nehmen: Du spielst Gitarre, du spielst gerne Gitarre, du magst gerne mit anderen musizieren, und du musizierst gerne selber, aber nicht immer in jedem Augenblick. Es gibt Zeiten in denen du andere Tätigkeiten bevorzugst. Du magst nicht Gitarre spielen, wenn du Drachen steigen lässt. Du magst Drachen steigen.

NATASHA: Ja.

ELIAS: Deswegen, wenn du gerade Interesse am Drachen steigen hast und du wirst auf einen Ausflug und zum Gitarre spielen eingeladen und du hast das gerade nicht im Sinn und das interessiert dich momentan nicht, willst du es auch nicht machen. Es ist eine Frage von Einschätzung. Achte auf dich. Was willst du machen? Und ebenso, was ist dein Antrieb?

Also, wenn du überlegst diesen Ausflug mitzumachen und du bemerkst, dass du überlegst was die anderen machen werden und welche Schwierigkeiten oder Konflikte oder Herausforderungen auf dich zukommen werden – weil du solche Erfahrungen schon früher gemacht hast und diese jetzt wieder erwartest – hast du eigentlich entschieden das nicht machen zu wollen. Es ist dir bereits unangenehm. Du hast dir schon die ‚ja / nein‘ Antwort gegeben. Ohne diese Gebilde, ohne diese äußeren Einflüsse und alle Überlegungen ist es dir schon unangenehm. Das beeinflusst dich, auf dies Dinge zu konzentrieren, die du nicht magst oder die du vermeiden willst. Klar kannst du dir einreden: „Aber wenn ich einmal dort bin werde ich schon Spaß haben“. Das ist Zwang. Du drängst dich selbst in eine (unangenehme) Situation. Und du kannst sogar teilweise recht haben: Du kannst dich dazu bringen, dich gut zu unterhalten und das Störende zu ignorieren.

Aber was machst du wirklich und welche Art von Energie sendest du damit aus? Eine, die besagt, dass du den Ausflug eigentlich nicht mitmachen willst. Du hast dich damit selbst in die Richtung von Vermeidung gebracht und dich auch davon überzeugt, den Ausflug trotzdem mitzumachen. Und wenn du das machst, übst du eine Vermeidungshaltung aus. Du drückst diese Vermeidungshaltung in Handlungen aus. Jedwede Person, die dich eventuell stört oder ärgert, vermeidest du, und du isolierst dich mehr, vielleicht nicht ganz, aber bis zu einem gewissen Grad. Du wirst selbst etwas machen ohne die anderen. Oder wenn du mit anderen etwas machst, wirst du ein Lächeln als Maske aufsetzen und nicht ganz bei der Sache sein.

Hat das für dich selbst oder die anderen irgendwelche Vorteile? Nein, hat es nicht. Erfreust du andere dadurch, dass du körperlich anwesend bist, aber nicht wirklich du selbst bist? Trägst du damit irgendetwas Konstruktives bei? Nein. Du setzt dich damit der Gefahr aus, irritiert, enttäuscht oder besorgt zu sein. Indem du dich drängst dich anzupassen, erzeugst du Situationen, die du nicht magst.

Das ist das ‚ja/nein‘ Wenn ich dazu ‚ja‘ ausdrücke, obwohl ich mich dabei unangenehm fühle, warum drücke ich dann das ‚ja‘ aus?

SANDRA: Zum Beispiel wenn es noch sechs Monate bis dahin ist und du überlegst jetzt – nein – und du machst all diese Sachen. Wenn du dich dem annäherst bist du in einem ganz anderen Zustand, und es ist ein ‚ja‘. Und du verpasst irgendwie die Abfahrt, weil Vorbereitung erforderlich ist. Du müsstest zeitgerecht eine Karte besorgen, zum Beispiel ein Flugticket. Weißt du was ich meine?

ELIAS: Ich verstehe. Du verpasst niemals eine Gelegenheit.

SANDRA: Okay, also könnte ich mich eine Woche vor irgendeinem Ereignis dafür öffnen und einlassen? Falls die Sehnsucht und die Möglichkeit zu dieser Erfahrung so verlockend ist, dann ganz darin einzutauchen?

ELIAS: Ja, das könntest du. Aber was ich dir sagen wollte ist, dass das wahrscheinlich nicht passiert. Deine Intuition ist immer auf Empfang. Du magst nicht darauf achten, aber sie ist immer da.

Immer wenn du dich etwas fragst – egal ob du über eine Frage nachdenkst oder nicht; es bedarf keines Nachdenkens um eine Frage zu haben – arbeitet deine Intuition immer in eine Richtung, nämlich Fragen zu beantworten. Genau das macht Intuition; sie beantwortet Fragen. Somit, wenn du mit einer Situation konfrontiert bist, einer Reise oder einer anderen Beschäftigung, es muss nicht eine Reise sein, vielleicht ist es eine Party oder eine Hochzeit oder eine andere Veranstaltung, und du hast plötzlich in dir dieses gewisse Zögern, hat das einen Grund. Es spielt keine Rolle, ob dieses Ereignis morgen oder in einem Jahr stattfinden soll, wenn du dieses Zögern oder Unwohlsein verspürst, hat das einen Grund. Deine Intuition hat schon die Antwort ausgesucht und vermittelt sie dir. Vielleicht kannst du nicht objektiv benennen, was die Antwort ist, oder vielleicht weißt du nicht einmal genau was die Frage war, aber du hast dieses unangenehme Gefühl. Du kannst das Gefühl verdrängen, aber die Energie wird trotzdem ausgedrückt, und du wirst dieses anstehende Ereignis nicht ganz als du selbst mitmachen…

SANDRA: Aber so wurde es uns beigebracht.

ELIAS: Genau

SANDRA: Jetzt beobachte ich meine Tochter wie sie auf ihr Baby aufpasst – ich mag da jetzt nicht abschweifen – aber es ist ein Jahr alt, und ich merke die natürliche Beharrlichkeit von dem Kleinen. Es schreit, es brüllt, es spuckt das Essen aus, aber diese Gefühle, und ich schau‘ mir das Ganze an. Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Es ist interessant.

ELIAS: Also das ist noch ein Beispiel in Verbindung damit, was vorher schon erörtert wurde, dass jemand etwas sagt, mit dem du nicht einverstanden bist. Nun…

SANDRA: Ich habe das nicht einmal gewusst. Ich habe nur zugeschaut.

ELIAS: Genau, aber du hast das in der Art und Weise zum Ausdruck gebracht, dass das Kind eingeschränkt wurde und du damit nicht einverstanden bist was da passiert. Aber da ist ein anderer Faktor, unterschiedlich zu dem in dem Beispiel, wo dich etwas gestört hat und du es wegschieben wolltest und weggeschoben hast. Bei dem jetzigen Beispiel stört dich etwas aber du möchtest das ändern und es zulassen. Aber das Kind erzeugt seine eigene Realität, und dieses Kind von einem Jahr wurde mitten in das Geschehen des Wandels hineingeboren. Das wird aber nicht mehr lange so weitergehen; das Kind wird diese Einschränkungen nicht sehr lange hinnehmen.

SANDRA: Ich habe das auch teilweise so gesehen, wie du es beschrieben hast; ich habe kein Wort gesagt. Früher hätte ich gemeint: „Stephanie, lass‘ das Kleine doch“. Heute denke ich: andererseits hat das Kleine doch das Recht seine eigene Realität zu erzeugen, und da hat dann meine Tochter…

ELIAS: Genau.

SANDRA: … so habe ich es bleiben lassen. Da gab es nichts zu…

ELIAS: Aber anerkenne dich selbst. Das ist der Aspekt, den du vergessen hast. Anerkenne das ist dein Gefühl und das ist deine Richtlinie und das ist wichtig für dich. Das muss anerkannt werden und nicht weggeschoben oder ignoriert, das ist auch wichtig.

SANDRA: Aber der Gedanke, der Ausdruck, dass es nicht notwendig ist…

ELIAS: Genau.

SANDRA: …meiner Mutterrolle zu entsprechen, meinen Kindern zu erklären, wie man das machen muss. Das ist eine automatische Reaktion…

ELIAS: Ja.

SANDRA: …einzudringen, sich einzumischen. Okay, danke.

ANN: Kann ich kurz etwas fragen? Vielleicht habe ich mich verhört, aber ich dachte am Anfang bei Natasha, dass du gesagt hast bei der Überlegung, auf diese Party zu gehen, dass sie, vielleicht habe ich mich da verhört, eine Assoziation mit einer anderen Party, die ihr nicht gefallen hatte, und wenn sie sich entscheidet auf diese Party zu gehen… Das hast du nicht gesagt. Nochmal von vorne. Sagen wir einmal du entscheidest dich auf eine Party zu gehen, und du erinnerst dich an die letzte Party auf der du warst und die dir nicht gefallen hat. Das ist der Grund warum du nicht auf die jetzige Party gehen willst, wegen dieser Assoziation. Nun, was ist der Unterschied zwischen der Assoziation und der Intuition, der Intuition, dass ich eigentlich nicht auf diese Party gehen will oder wie bei einem Kind das sich nicht von hoch oben herunterzuspringen traut? Auf einmal springt es doch, es hat Angst, aber es springt – und auf einmal macht es ihm Spaß. Was ist der Unterschied zwischen der Angst…

ELIAS: Ausgezeichnete Frage.

ANN: …und der Intuition?

ELIAS: Das ist eine ausgezeichnete Frage.

Nun, was der Unterschied ist, ich habe gesagt ihr könnt Erfahrungen haben, die eure Einschätzungen beeinflussen können, und somit erinnert ihr euch in Gedanken an eine frühere Erfahrung und ihr projiziert sie auf eine mögliche Erfahrung in der Zukunft, und ihr bewertet dies anhand der Leute, die ihr kennt, ihr kennt die Situation, ihr wisst was passieren wird. Diese Überlegungen sind nicht eure Eingebung. Das ist Erinnerung in Gedanken und Bewertung. Nun kommt die Intuition ins Spiel; ihr denkt gerade nach, deshalb wählt eure Intuition ein Gefühl aus. Erinnert euch, eure Intuition kann durch Gedanken, ein Gespür oder durch ein Gefühl ausgedrückt werden. Nun seid ihr noch mit Nachdenken beschäftigt. Deshalb wird die Eingebung nicht durch Gedanken, sondern durch ein Gefühl zu euch kommen, weil ihr ja noch mit Nachdenken beschäftigt seid.

Also erzeugt ihr das unangenehme Gefühl, das die frühere Erfahrung auch bewertet, wahrscheinlich habt ihr es vorher auch nicht gewollt, aber ihr habt es gemacht, und eure Erfahrung war nicht so lustig oder weniger als ihr dachtet. Eure Intuition bewertet das und fragt euch: „Du wolltest das schon früher nicht machen. Willst du es nochmals machen? Willst du das wiederholen?“ Und ihr fühlt euch unwohl, und je näher das Ereignis kommt, umso intensiver wird dieses Unwohlsein. Umso mehr Widerstand fühlst du. Das Gefühl verschwindet nicht von alleine, weil diese Nachricht anhält und immer lauter wird. Deshalb fühlt ihr euch immer schlechter, je näher dieses Ereignis rückt. Dazu, ja, ihr könnt es verleugnen, ihr könnt dieses Gefühl verdrängen. Aber ihr könnt es nicht ändern bis ihr ein neues Gefühl dafür hervorruft. Ihr könnt dieses unangenehm warnende Gefühl nicht ändern, sondern nur verdrängen; und ihr könnt es erzwingen und an dem Ereignis trotzdem teilnehmen. Aber wenn ihr das macht, werden eure Erfahrungen dahingehend wahrscheinlich unangenehm sein und euch nicht zufriedenstellen, da ihr die Sache mit diesem negativen Energieausdruck angegangen seid.

In diesem Fall ist die Eingebung kein Gedanke. Wenn die Intuition durch Gedanken ausgedrückt wird, erscheinen euch diese als zufällig, vielleicht in Zusammenhang mit früheren Gedanken, aber nicht mit jenen die ihr gerade habt, so wie von den Spielen und wer gewinnen wird. Nun dazu, wenn ihr eine Eingebung habt und eure Gedanken sind nicht beschäftigt, oder eure Gedanken sind nicht mit dieser Frage beschäftigt – eure Gedanken können beschäftigt sein, aber nicht mit der Sache nach der ihr fragt – in diesem Fall wird sie euch als zufälliger, unaufgeforderter Gedanke erscheinen, dieser war einfach da.

Die Eingebung wird normalerweise dann als Gefühl ausgedrückt, wenn ihr in Gedanken mit der Sache an sich beschäftigt seid oder mit dem Thema der Frage, die ihr stellt, weil dann eure Intuition mit Gedanken nicht genau genug ausgedrückt werden kann. Die Botschaft oder die Antwort wäre nicht präzise. Deswegen erzeugt ihr ein Gefühl. Und wenn ihr dieses Gefühl nicht beachtet, wird es stärker; es wird lauter.

DANIEL: Ich habe noch eine Frage. Ich möchte es wirklich wissen.

ELIAS: Ja.

DANIEL: Meine Frage dreht sich um das gleiche Thema. Manchmal lädt mich Natasha ein auszugehen und zu trainieren, Eis zu laufen, was auch immer. Anfangs spüre ich dieses Zögern ähnlich einer Angst am Ende eines Sprungbretts oder so. Einmal habe ich, so wie du mir empfohlen hast, diese Angst beiseitegeschoben und boom, hatte ich dann wirklich Spaß. Also wie unterscheide ich zwischen diesem ängstlichen Zögern und einer wirklichen Eingebung?

ELIAS: Was ist dabei zu deinem Besten?

DANIEL: Was ist zu meinem Besten? Okay, also in diesem Fall, wenn sie mich einlädt, auszugehen und zu trainieren, denke ich mir wahrscheinlich, dass die Bewegung dabei zu meinem Besten ist. Aber ein Zögern ist da. Ein Teil von mir ist faul; ein Teil von mir will sich nicht in Bewegung setzen, nicht wahr?

ELIAS: Ich verstehe. Aber was ist zu deinem Besten?

DANIEL: Wahrscheinlich das Ausgehen.

ELIAS: Genau, ja. Das ist eine andere Sache als die mit dem Ausflug. Das ist eine andere Sache, eine andere Aktivität und Bewertung.

Das ‚ja/nein‘ in Zusammenhang mit dieser Aktivität ist folgendermaßen: Wenn du ‚ja‘ zu ihr und zum gemeinsamen Trainieren ausdrückst, weißt du aufgrund deiner Glaubensannahmen und deiner Bewertung, dass dir das am meisten bringt. Deswegen weißt du auch, dass wenn du ein ‚nein‘ ausdrückst, dieses ‚nein‘ in Wahrheit nicht zu ihr, sondern zu dir selbst ausgedrückt wird, nicht zu ihr, und du weißt das.

In dieser Situation hat sie nicht sich selbst im Blick. Das habe ich gesagt: Was möchtest DU auf diesem Ausflug machen? Wenn du an diesem Ausflug teilnimmst, machst du etwas, das du tun möchtest, was dir Freude macht? Dann ist die Frage zu erkennen wozu du ‚ja‘ und wozu du ‚nein‘ sagst und warum. Sage ich ‚nein‘ wegen äußerer Umstände, oder sage ich ‚nein‘ zu mir? Sage ich ‚ja‘ zu mir, oder sage ich ‚ja‘ zu den äußeren Umständen und nehme sie so hin? Das ist der Punkt: Wozu sagst du ‚ja und nein‘? Das beantwortet das Warum: Was ist deine Motivation ist, was du bekommst.

In deinem Fall ist das einfach. Du weißt, dass du etwas erreichen willst, auch wenn du faul oder zögerlich bist damit zu beginnen. Du weißt auch, dass es dir von Nutzen ist, damit stellst du das gar nicht in Frage. In anderen Situationen, an denen andere Leute beteiligt sind, kann das schon verwirrender sein, weil du, wieder einmal, vorwärts springst und die Situation bewertest, anstatt das einfache ‚ja/nein’, das nur mit dir selbst zu tun hat, mit niemand anderem und keiner anderen Situation, nur mit dir. Wozu sage ich ‚ja/nein‘ zu mir? Was ist zu meinem höchsten Nutzen?

DANIEL: Okay, nun ein bisschen komplizierter. Jetzt wollen wir Urlaub machen. Wir planen einen Urlaub, in dem sie mindestens den halben Tag Drachen steigen lassen will, und ich habe keine Ahnung, was ich da machen soll. Da ist es für mich schwer, das ‚ja/nein‘ zu beantworten, weil ich denke, vielleicht sollte ich mich darauf einlassen und schauen, was dann passiert. Ist das auch eine sinnvolle Einstellung, wo ich nicht weiß was passieren wird, aber vielleicht etwas Gutes daraus machen kann?

ELIAS: Ja.

NATASHA: Er weiß nicht was für ihn am besten ist und ich auch nicht (Gelächter)

ELIAS: Aber dann hast du den Ausdruck von Vertrauen.

DANIEL: Ja.

ELIAS: Was was bedeutet? Vertrauen in das Unbekannte und Ungesehene, was mit Selbstvertrauen zusammenhängt. In diesem Fall ist es nicht notwendig, dass du einen Plan hast, oder alle Einzelheiten kennst. Es bleibt die gleiche Frage. Du weißt, wenn es dir nichts bringt. Ganz gleich, ob du für dich weißt, was zu deinem Besten ist, du weißt das eine oder das andere. Du weißt vielleicht nicht beides, das ‚ja‘ und das ‚nein‘, aber eines davon wirst du erkennen und wird offensichtlich für dich.

Man muss nicht immer wissen, wozu man ‚ja‘ und folglich wozu man ‚nein‘ sagt, und beides genau zu erkennen. Nochmals, das wird dann kompliziert und geht in die Richtung: Ich muss die Situation bewerten und analysieren und das in jedem Augenblick. Ich habe Zähne geputzt, war das ein ‚ja‘ oder ein ‚nein‘? (Lachen)

Ihr könnt bei jeder Handlung, in jeder Situation mindestens eines beantworten, ein ‚ja‘ oder ein ‚nein‘. Wenn das klar ist, kannst du von da aus weitermachen. Das kann sein: Ist das eine Tätigkeit, die ich wirklich nicht machen will? Nein? Nun gut, ich weiß zwar nicht, was mir das jetzt bringt, aber die Richtung ist in Vertrauen darauf, dass es das tun wird, was auch so ist. Es ist schon ein Vorteil. Jedes Mal, wenn du dir selbst vertraust, bringt dir das etwas.

SANDRA: Der Zweck von dem ist absichtlich zu erschaffen was wir wünschen…

ELIAS: Nein.

SANDRA: Nein? (Lachen) Zu erkennen, was wir erschaffen, richtig?

ELIAS: Absichtlich eure Realität zu erschaffen. Ich habe nicht „was ihr wünscht“ gesagt.

SANDRA: Das heißt, unsere Realität absichtlich zu erschaffen…

ELIAS: Ja.

SANDRA: … und das könnte heißen, sagen wir, Daniel würde mit Natasha gehen wollen, dann könnte er absichtlich eine sehr ausgedehnte Erfahrung erschaffen…

ELIAS: Ja.

SANDRA: … nur weil er es gerne wollte?

ELIAS: Ja.

SANDRA: Großartig. Danke dir. Fertig! (Lachen)

ANN: Zwei Fragen hoffentlich zur Vereinfachung: Die eine ist, ob die meisten Sachen, die man gerne macht, einem etwas bringen.

ELIAS: Nein, nicht unbedingt. Oftmals wollen Leute eine Richtung einschlagen, etwas machen, etwas ausdrücken, das nicht unbedingt zu ihrem Besten ist, nein.

PHILLIP: Wie kann das sein, wenn er sich selbst vertraut hat?

FRAU: Ich glaube ein gutes Beispiel ist das Tyrannisieren, worüber wir zuerst gesprochen haben. Jemand möchte schikanieren, das ist aber nicht die beste Absicht.

ELIAS: Da würde ich zustimmen.

ANON: Ich habe eine kurze Frage: Wenn deine Gefühle und dein Denken besetzt sind, wohin geht dann die Intuition?

ELIAS: Es wird entweder durch ein Gefühl ausgedrückt, oder es wird deine Gedanken oder Gefühle auf eine andere Art beanspruchen. Was ich gesagt habe ist, dass wenn eure Gedanken sich schon mit der Sache beschäftigen oder mit dem Szenario, das die Frage aufwirft, wird eure Eingebung normalerweise nicht durch Gedanken ausgedrückt, weil die gerade ausreichend beschäftigt sind.

Gefühle sind eine effektive Methode für eure Intuition, weil diese schnell wechseln können. Deshalb kannst du ein Gefühl haben, verspüren – ein emotionales Signal, und du kannst ebenso ein Intuitionsgefühl haben, was sich ganz anders anfühlt. Und seid ihr nun komplett verwirrt?

ANN: Ja! (Lachen) Nun zurück zu dem Ausflug, ob ich ihn mitmachen will, oder nicht… jetzt bin ich so durcheinander!

NATASHA: Okay, nehmen wir Partys. Denk‘ an eine Party. Du willst auf eine Party gehen, oder nicht?

ANN: Sagen wir, ich verspüre ein Zögern, das mir bedeutet nicht auf die Party zu gehen. Ich habe Bedenken zur Party zu gehen. Wenn alles, was ich machen möchte, nicht zu meinem Besten ist, bedeutet dies offensichtlich im Umkehrschluss, dass einiges, was ich nicht machen möchte, mir am meisten bringen würde.

ELIAS: Genau.

ANN: Also zögere ich, ich möchte nicht auf die Party gehen. Wie weiß ich dann, dass es nicht zu meinem Besten ist, auf diese Party zu gehen? Das verwirrt mich.

ELIAS: So wie ich vorher gesagt habe. Du fragst…

ANN: Du fragst, was ist zu meinem Besten.

ELIAS: Zuerst fragst du dich, wozu sage ich ‚ja/nein‘ und warum. Dann kannst du bewerten, was dir am meisten bringt. Was ist deine Motivation? Warum zögerst du? Wozu sagst du ‚nein‘? Was möchtest du nicht machen? Damit machst du es dir einfacher und springst nicht gleich zur Analyse.

Ihr glaubt das Thema ‚ja/nein‘ ist so kompliziert und schwierig und es bedürfe so viel Energie und Konzentration es zu behandeln. In Wahrheit, wie ich sagte, hilft es euch, die Sache einfacher zu machen. Kompliziert wird es, wenn ihr voreilig zur Analyse springt. Plötzlich kommen all die (Gedanken)Konstruktionen ins Spiel, statt euch einfach zu fragen, wozu sage ich ‚ja‘ und wozu sage ich ‚nein‘? Wie ich sagte ist es nicht wichtig beides zu wissen, sondern nur in dem Augenblick zu fragen: Wozu sage ich ‚ja‘ oder ‚nein‘ und warum? Was motiviert das?

CAROLE: Ist es nicht auch, was meine Erwartungen sind?

ELIAS: An diesem Punkt nicht unbedingt. Wir haben Erwartungen besprochen; du weißt was sie sind, du weißt wie sie ausgedrückt werden. Wir haben (Gedanken)Konstruktionen ausgedrückt und besprochen, und ihr wisst was sie sind, und wir haben eure Glaubensannahmen besprochen. Wir haben alle diese Konzepte besprochen, diese Informationen habt ihr schon.

An dieser Stelle in eurem Fortschreiten im Wandel, habt ihr alle diese Informationen, und nun ist es Zeit zu vereinfachen und zu handeln. Ihr habt schon analysiert und aufgenommen und jedes Konzept von allen Seiten betrachtet um es zu verstehen und anzuwenden und auf jede mögliche Art auszudrücken. Mit all dieser Information ist es nun Zeit zu vereinfachen und anzuwenden. Macht es, anstatt darüber nachzudenken und zu analysieren und darüber zu reden. Nun ist es Zeit, einen Schritt weiter zu gehen und nur die einfachen Fragen zu stellen. Erlaubt euch selbst, euch auf eine einfache und schnelle Art zu ermächtigen, die euch erlaubt sofort einen Schritt zu tun ohne Zögern, ohne Analyse, ohne Kompliziertheit, sondern euch einfach nur auszudrücken. Ihr habt euch schon gewaltig erweitert mit all den Informationen, die ihr habt. Es ist Zeit zu handeln.

DANIEL: Um auf mein Beispiel mit dem Ausflug zurückzukommen, das ‚ja/nein‘ berücksichtigt nicht alle Möglichkeiten? Ich muss nicht nachdenken, was hat sich geändert, was wird passieren, wenn ich zu Hause bleibe, nichts davon, richtig? Es ist nur, dass etwas in unser Leben purzelt, eine Möglichkeit für einen Ausflug, und ich fühle so wie ‚ja‘ oder ich fühle so wie ‚nein‘. Wenn ich ‚ja‘ sage, warum; wenn ich ‚nein‘ sage, warum. Auf die Art ist es einfach.

ELIAS: Ja.

NATASHA: Also kein Nachdenken, keine Analyse in dem Fall.

ELIAS: Ja. (Lachen) Genau, Genau! Damit, meine Freunde, möchte ich sagen, das aufzunehmen ist genug für euch, und dass ihr es vielleicht schon begriffen habt.

JOHN: Das Schwindelgefühl wird schließlich vorüber gehen! (Lachen)

ELIAS: Ich würde sagen, du hast es verstanden (lacht).

Ich freue mich sehr auf unser nächstes Zusammensein und auf all eure aufmerksamen, lächelnden Gesichter und auf eure aktive Teilnahme und Energie! Ha ha ha! (Lachen und Applaus) An euch alle in liebevoller und wahrer Zuneigung, wünsche ich jedem ein wunderbares au revoir.

GRUPPE: Au revoir, Elias.