Sitzung 2956


Neuauflage von Emotion als Kommunikation: Gefühle
Ein verbreitetes Gefühl der Isolation
Der Unterschied zwischen Ärger und Irritation
Ich will nicht die ganze Zeit Rätsel lösen!



Samstag 10. April 2010, Gruppe / Brattleboro, Vermont)

Teilnehmer: Mary (Michael), Ann (Vivette), Ben (Albert), Daniil (Zynn), Ella (Bella), Helen (Lillie), Inna (Beatrix), John (Rrussell), Kathleen (Florencia), Ken (Marcel), Lynda (Ruther), Melissa (Leah), Natasha (Nichole), Rodney (Zacharie), Veronica (Amadis)

(Elias Ankunftszeit ist 21 Sekunden.)

ELIAS: Guten Tag!

GRUPPE: Guten Tag!

ELIAS: (Lacht) Heute werden wir zum Teil die gegenwärtige Welle besprechen, mit der einige zu kämpfen haben, aber über diese gegenwärtige Welle hinaus versuchen, gewisse Aspekte klarer zu definieren, damit ihr in Bezug auf diese Welle der Kommunikationen vielleicht besser versteht, was ihr erlebt oder warum ihr euch nicht auskennt.

Wie ihr wisst, wird sie die Emotionswelle genannt, da sie Emotion betrifft, die eure inneren Botschaften sind und nicht unbedingt Gefühle. Aber wir werden uns auch mit Gefühlen befassen, da sie verwirrend sein und auch nicht richtig identifiziert werden können. Eines der Gefühle, die wir definieren werden, ist Ärger und Irritation und der Unterschied zwischen Irritation und Ärger. Ein weiteres wird Frustration sein, die etwas anderes ist als ängstliche Besorgtheit.

Auch möchte ich zunächst jeden von euch fragen, was meint ihr, ist das stärkste oder hartnäckigste Gefühl, das ihr jetzt oder in der letzten Zeit erlebt habt? (deutet auf John)

JOHN: Für mich persönlich?

ELIAS: Ja.

JOHN: Distanziertheit.

ELIAS: Gut. Und welche mit Distanziertheit verbundenen Einflüsse bemerkst du?

JOHN: Die alltäglichen Verrichtungen, die ich tun muss. Denen gegenüber fühle ich mich distanziert. Ich habe keine Ahnung, dass etwas beeinflusst wird.

ELIAS: Wenn ihr ein Gefühl habt, löst das im Allgemeinen weitere Gefühle aus, die weniger offensichtlich sind oder vielleicht tiefer liegen, aber sich auch auf euer Verhalten auswirken.

Wenn ihr traurig seid, seid ihr zum Beispiel weniger motiviert. Es ist wahrscheinlicher, dass ihr euch mehr zurückzieht. Euer Verhalten verändert sich, wenn ihr begeistert seid. Ihr seid lebhafter und in manchen Situationen aufgeregt. Es gibt Handlungen, die mit Gefühlen verbunden sind, was sich auf euer Verhalten auswirkt, und darauf, was ihr tut. Was würdest du also meinen, wie sich Distanziertheit auswirkt?

JOHN: Weniger Teilnahme an Gemeinschaftsaktivitäten, weniger Zusammenarbeit und Abstimmung mit anderen.

ELIAS: Gut. (Deutet zur nächsten Person)

BEN: Oh großartig. (Lachen) Könnte ich es doch umgekehrt machen. Ich weiß nicht welches Gefühl es ist, aber der Ausdruck ist, die Bereitschaft Verantwortung zu vermeiden.

ELIAS: Gut.

BEN: Ich kenne das zugrunde liegende Gefühl nicht, aber so drückt es sich aus.

ELIAS: Vielleicht ist das Gefühl genau das: Vermeidung.

Das ist ein weiterer Punkt bei einigen Individuen. Ihr könnt Handlungen oder Verhaltensweisen wahrnehmen, die ein bisschen oder doch recht anders sind, und könnt nicht definieren, was ihr eigentlich fühlt. Das ist ein weiterer bedeutender Punkt. Ihr erfasst nicht immer, was ihr fühlt, was zur Verwirrung beiträgt.

Und du?

ELLA: Ich muss sagen, ich verstehe den Unterschied zwischen Gefühl und Emotion überhaupt nicht. Wenn du dazu irgendwann in dieser Sitzung etwas sagen kannst, würde ich das schätzen.

Was betrifft, was ich erlebe, scheint es in den letzten paar Monaten oder länger ein Gefühl zu sein, dass sich etwas ändert, ein Bewusstsein, dass es Veränderungen gibt, und es zu beobachten und irgendwie mehr mit Intuition und Impulsen vorzugehen. Ich weiß nicht, ob ich das mit einem Gefühl verbinden kann.

ELIAS: Und würdest du sagen, dass du etwas erwartest?

ELLA: Irgendwie sich mehr der Impulse bewusst zu sein, nicht auf einer Verstandesebene, sondern Impulsen leichter zu folgen und intuitives Wissen, das ich empfange, anzuerkennen. Das ist nur eines; es gibt viele andere, aber das fällt mir ein.

ELIAS: Und was meinst du ist in der letzten Zeit dein am meisten verwirrendes oder unangenehmstes Gefühl?

ELLA: Etwas erzwingen zu wollen im Bereich einiger noch nicht ganz erkannter Glaubensannahmen.

ELIAS: Und wenn du etwas erzwingen willst, was fühlst du dann?

ELLA: Ich fühle einfach, dass ich gegen etwas bin, und ich verstehe, dass ich das tue. Ich bin noch nicht ganz in der Lage, schnell damit umzugehen. Ich betrachte mich irgendwie mit Abstand, lasse mich sein, wie ich bin, auch wenn es nicht immer so ist, wie ich sein möchte, aber ich bestrafe mich nicht.

ELIAS: Aber was ist das Gefühl dabei? Bist du ängstlich, bist du …

ELLA: Ich fühle mich einfach durcheinander.

ELIAS: Gut. Und du?

KATHLEEN: Sehr lebendig und aufgeregt, und dann gleichzeitig das fast genaue Gegenteil, auch gleichzeitig.

ELIAS: Aufgeregt in welcher Hinsicht?

KATHLEEN: In den Dingen, die ich lerne und sehe und mache, und was ich körperlich mache, wie mein Gärtnern und alles, was mir einfach wichtig ist.

ELIAS: Und gleichzeitig fühlst du was?

KATHLEEN: Ich bin irgendwie ängstlich, auch wie ich diese neuen Konzepte anwende, ob ich es richtig mache. Ich erkenne, dass es nicht wirklich Recht oder Unrecht gibt, und dass ich nicht vergleichen muss, was gut ist zu lernen. Einfach ich selbst zu sein ist wie ein neues Paar Schuhe zu tragen.

ELIAS: Ich verstehe. Lasst mich vorübergehend damit aufhören, da du etwas gesagt hast, das sehr oft in Bezug auf richtig und falsch gesagt wird. Du hast Recht, es gibt kein richtig und falsch, aber ihr nehmt auch an dieser physischen Realität teil, die das Glaubenssystem der Duplizität und damit richtig/falsch, gut/schlecht mit einschließt und ihr beurteilt als richtig/falsch, gut/schlecht.

Im Bewusstsein, auf Wesensebene, gibt es kein richtig/falsch, gut/schlecht, und als Konzept ist es, wie ich oft gesagt habe, gut, weil es euch diese Einschätzungen oder diese Urteile richtig/falsch, gut/schlecht weniger wichtig nehmen lässt, um euch mehr Raum zu geben. Aber ihr werdet in vielen, vielen Situationen etwas als richtig/falsch, gut/schlecht beurteilen. Es geht darum, euch das zu erkennen erlauben, es anzuerkennen und einzuschätzen, ob euer Urteil über richtig/falsch, gut/schlecht mit euren eigenen individuellen Richtlinien zu tun hat und etwas ist, das ihr zu euch selbst sagt oder ob es nicht um eure eigenen Richtlinien geht und ihr aus Gewohnheit so beurteilt, weil ihr es so gelernt habt und es euch so geläufig ist.

Wenn ihr erkennt, dass ihr etwas beurteilt, ist es wichtig, euch nicht herabzusetzen. Ihr werdet immer beurteilen. Das ist ein Teil eurer Realität. Aber erfasst die Aspekte der Beurteilung: Wird etwas, das von außen kommt, beurteilt? Wenn ja, dann ist eine weitere Untersuchung gerechtfertigt. Wenn es eine Beurteilung in Bezug auf eure eigenen Richtlinien ist, ist es ein Faktor, den es anzuerkennen gilt, und gleichzeitig zu erkennen, dass sich eure Richtlinien nicht auf andere Individuen beziehen.

Setzt euch nicht selbst herab, dass ihr beurteilt, sondern erfasst, was diese Beurteilung auslöst - hat sie ihre Gültigkeit und worauf bezieht sie sich, statt stur an der Aussage oder Idee festzuhalten, dass gar keine Urteile gefällt werden sollten. Das ist sozusagen absurd, da das ganz ähnlich ist, wie zu versuchen, eines eurer Glaubenssysteme zu beseitigen, was ihr nicht könnt, nicht in dieser Realität. Aber danke für deinen Beitrag.

Und du?

LYNDA: Ich fühle mich manchmal überfordert und ängstlich besorgt. Ich bin wirklich motiviert, mehr als je zuvor. Ich glaube, ich bin mir des Unterschieds zwischen außen und innen bewusster denn je. Derzeit weiß ich noch nicht, wie ich „wirklich“ und „gültig“ unterscheiden kann, und das dazu nutzen kann, die Besorgtheit zu vermindern. Aber mir kommt vor, dass ich mich mit etwas auseinandersetzen muss, und weiß nicht genau womit, und so habe ich diese undefinierte ängstliche Besorgtheit. So geht es mir nicht die ganze Zeit, aber wenn es auftritt, kommt es mit einem Schlag und es hat sich ein bisschen beschleunigt in den letzten paar Wochen. Das ist alles, was ich im Augenblick sagen kann.

ELIAS: Gut. Und du?

INNA: Mich stört jetzt am meisten, wenn mich etwas einschränkt, und ich nicht machen kann, was ich will. Das irritiert mich. Wenn ich etwas tun muss, was ich nicht tun will, wird mir manchmal körperlich schlecht. Wenn ich mich zu etwas zwinge, was ich nicht tun will, wird mir schlecht.

ELIAS: Was ein weiteres Beispiel dafür ist, wie Gefühle Handlungen beeinflussen. Übelkeit ist nicht unbedingt ein Gefühl, obwohl es ein körperliches Gefühl ist, aber es ist kein, wie ihr es nennt, emotionales Gefühl, aber es wird ausgelöst. Es ist eine physische Aktion, die von Gefühlen beeinflusst wird, die, wie du beschreibst, darin bestehen ...

INNA: ... gegen mich zu handeln. Wenn ich etwas tue, das ich nicht tun will, aber tun muss, weil es ein Job oder eine Verpflichtung ist, kann ich es körperlich nicht tun. Mir wird übel.

ELIAS: Beklemmung. Und du?

HELEN: Das kommt nicht jeden Tag vor, aber es ist eine Erfahrung, die ich vor kurzem hatte. Es schien irgendwie eine Grund-Furcht zu sein. Außer dass mir schlecht wurde, fühlte ich mich ganz unbeweglich und total entfremdet vom Universum. Ich bekam keine Antwort.

ELIAS: Gut. Und du?

DANIIL: Einerseits ist es Vermeidung und ein wahrgenommener Mangel an Freiheit, wie bei Inna, und andererseits bin ich emotionaler und leichter frustriert wegen dieses wahrgenommenen Mangels an Freiheit. Das wird von allergischen körperlichen Symptomen begleitet.

ELIAS: Gut. Und du?

NATASHA: Ich fühle ganz ähnlich wie Inna, aber es kommt ein bisschen anders zum Ausdruck. Ich glaube, dass ich meinen Weg gehe, etwas für mich mache, einer Richtung folge, intuitiv oder nicht, aber ich tue es. Wann etwas geschieht, das meinen Richtlinien widerspricht, geht mir das auf die Nerven und ich werde irritiert - als ein Signal. Manchmal ziehe ich mich für eine Weile zurück, aber dann beginnt es von vorne. Ich erlebe die ganze Zeit diese beiden Seiten. Der Rückzug hilft mir dabei, ins Gleichgewicht zu kommen, aber ich glaube, es ist nur ein oberflächliches Gleichgewicht. Aber das Gefühl ist viel Irritation und die Wahrnehmung unfrei zu sein.

ELIAS: Und du?

VERONICA: Das Gefühl, dass mir meine Fähigkeiten, meine Sinne, meine Fähigkeit in meinem Leben alltäglich zu handeln und mit anderen in Kontakt zu treten entgleiten. Das ängstigt mich. Wenn ich jetzt schon so bin, wie wird es dann in drei oder fünf Jahren sein? Meine Emotionen werden die Leiter rauf und runter gehen, in Abhängigkeit davon, wie ich meine Fähigkeiten nutzen kann. Ich isoliere mich manchmal und fühle mich Leuten gegenüber distanziert. Gibt es eine Meinungsverschiedenheit versuche ich mich nicht zu verteidigen; aber ich fühle doch, wenn ich den Ball annehme, trotz des Versuchs, die Energie gehen zu lassen, dass er mich hart trifft, was auch körperlich fast unerträglich ist. Auch wenn ich bewusst versuche, die Energie der anderen Person loszulassen anstatt festzuhalten, bin ich überrascht, dass es so schmerzhaft ist.

ELIAS: Und wie würdest du dieses schmerzhafte Gefühl beschreiben?

VERONICA: Als einen Ziegelstein, der meinen Brustkorb trifft!

ELIAS: Aber was ist das Gefühl?

VERONICA: Meinst du körperlich oder emotional?

ELIAS: Emotional.

VERONICA: Als wäre ich angegriffen worden.

ELIAS: Verteidigung? Ängstlichkeit?

VERONICA: Ja, und dann versuche ich, mir das wieder in Erinnerung zu rufen und in einen ruhigeren Zustand zu kommen. Es entzieht Energie.

ELIAS: Gut. Und du?

KEN: Viel Verwirrung, viel pendeln, wie du, zwischen einem irgendwie freudigen, aufgeregten, hoffnungsvollen Zustand Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten einer Entscheidung betreffend und gleichzeitig unentschieden und nervös zu sein wegen einer fälligen Entscheidung. Mir kommt vor, dass dieser Weg gut aussieht und ich deswegen begeistert bin, aber dann meine ich könnte doch diese oder jene Gefahr bestehen und ich werde ängstlich. Und entscheide mich nicht, sondern ziehe mich zurück und bin unentschlossen. Ich mag es gar nicht, wenn ich meine, mich jetzt mit dieser Realität abfinden zu müssen, und dass sie sich nicht ändern kann. Dann wieder hoffe ich, dass sie sich ändern kann, vertraue sogar darauf, dass ich sie ändern kann. Ich pendle zwischen Hoffnung und Frustration. Ich habe mich oft sehr geärgert, aber das hat sich geändert. Es ist jetzt eher Frustration und Irritation und nicht Wut. Schwierig ist es mit der Unentschlossenheit und dem Abfinden mit der Unentschlossenheit. Ich würde lieber Entscheidungen treffen und in die Richtung gehen, die ich mir vorstelle.

ELIAS: Gut. Und du?

ANN: Ich fühle mich ein bisschen ängstlich, weil ich jetzt an der Reihe bin, etwas zu sagen! (Lachen) Insgesamt, zeitlebens, war wahrscheinlich ängstliche Besorgtheit die alles überschattende Emotion, aber ich merke, dass ich immer ruhiger werde, was ich schätze. Was Gefühle betrifft, hatte ich gerade erst vor ein paar Wochen eine sehr emotionale Erfahrung. Es war fast so, als würde ich mich von meinen Gefühlen ablösen und ich erlaubte mir, durch sie hindurch zu schwimmen. Ich wusste, ich bin traurig, und ich habe mich nicht dagegen gewehrt oder es bewertet, traurig zu sein. Es war so, als reihten sich alle diese Emotionen auf einer Zeitlinie auf. Diese Zeit war der Traurigkeit vorbehalten, also musste ich durch die Traurigkeit schwimmen. Dann schwamm ich durch die Erleichterung. Auch als ich die Traurigkeit erlebte, fühlte ich doch eine innere Ruhe. Ich ängstigte mich kaum. Seitdem diese Stille aufgetreten ist, bemerke ich es stärker, wenn die Ängstlichkeit kommt, weil sie nicht mehr so gewohnt wie früher ist. Ich mag das.

ELIAS: Gut.

MELISSA: Insgesamt habe ich mich in den vergangenen Monaten optimistisch gefühlt. Ich vertraue mir mehr. Manchmal kommt mir vor, ich lebe in der Zukunft. Aber andererseits bin ich auch ungeduldig und voller Erwartungen, was kommen wird. Ich will einfach wissen, wie man es dazu bringt, jetzt zu geschehen.

ELIAS: Würdest du also sagen, dass es ein Element von ängstlicher Besorgtheit dabei gibt?

MELISSA: Ja.

ELIAS: Gut. Und du?

RODNEY: Obwohl sich das derzeit ein bisschen ändert, habe ich viel Überforderung, Anspannung und Krankheit erschaffen. Zu Jahresbeginn war ich motiviert gesünder zu leben, Gymnastik zu machen und ähnliches. Danach ließ ich mich treiben und war unmotiviert. Es gibt den starken Wunsch, er überkommt mich, zu schlafen. Es ist fast so, dass es in mir hochsteigt, und schon werde ich schläfrig. Also mache ich viele Nickerchen. Treibe nur dahin. Ich erschaffe eine gewisse Ängstlichkeit, aber die dreht sich um kleine Herausforderungen in meinem Leben, mit denen ich mich befassen muss. Es ist nichts Einschneidendes. Das Sich-Treiben-Lassen greift um sich, diese Bereitwilligkeit zu sitzen und auf den Wald zu schauen oder die Wolken zu beobachten. Natürlich arbeite ich nicht, also habe ich die Zeit und den Raum dazu. Die Zeit zu vergessen und darüber nicht besorgt zu sein – da stehe ich jetzt.

ELIAS: Wagt jetzt einer von euch, eine Gemeinsamkeit all dieser Äußerungen zu nennen?

LYNDA: Ängstliche Besorgtheit?

ELIAS: Teilweise; nicht ganz.

MELISSA: Erwartung?

ELIAS: Teilweise.

JOHN: Körperliche Symptome.

ELIAS: Auch teilweise.

KEN: Verwirrung.

ELIAS: Verwirrung, ja ganz bestimmt.

ANN: Widerwillen zu tun, was wir nicht tun wollen.

ELIAS: Die Gemeinsamkeit all dieser unterschiedlichen Äußerungen ist Verbindungsabbruch, ja, und Verwirrung, aber nicht unbedingt großer Verwirrung, sondern unterschiedlicher Grade gewisser Verwirrung. Es ist eher die Gemeinsamkeit der Trennung, des Verbindungsabbruchs, und eines Gefühls von Isolation.

Ob ihr es positiv oder negativ seht, ob es freudige Erwartung oder ängstliche Besorgtheit ist, gibt es Faktoren in Richtung von Isolation, die ihr alle ausdrückt: nicht verbunden sein, sich nicht verbunden FÜHLEN; zu meinen, dass ihr tut, was ihr tut – nicht, wo ihr mitmacht, nicht eure Verbundenheit mit allen anderen Individuen oder allem, das euch umgibt, sondern was ihr tut und was ihr fühlt. Es gibt daher einen Aspekt von Isolation. Das ist auch ein Teil dieser speziellen Welle.

Ich werde euch jetzt, wie ihr es nennt, eine gute und eine schlechte Nachricht überbringen. (Lachen) Die gute Nachricht, die alle von euch willkommen heißen, ist, dass diese Welle ihrem Ende zugeht. Die schlechte ist, dass sie abschließend stärker wird als sie bisher gewesen ist.

ELLA: Welche kommt danach? Wird sie ärger als diese sein? (Lachen)

ELIAS: Nicht unbedingt. Aber sie verstärkt sich, und somit verstärken sich auch eure Gefühle und ihr könnt bestimmte Äußerungen fühlen, die ihr nicht unbedingt oder vorher nicht dauernd gefühlt habt, oder ihr habt diese Gefühle vorher gehabt, aber in dieser Zeit kann es euch so vorkommen, dass es keinen Grund dafür gibt zu fühlen, was ihr fühlt.

Ihr schaut euch um und es scheint so, dass, was um euch geschieht, den gewohnten Gang nimmt, leicht vor sich geht und nicht traumatisierend ist. Es wird sich kein großes Drama um euch herum abspielen. Es wird um euch herum keine intensiven Leiden oder Beunruhigungen geben. Deswegen scheint es keinen hinreichenden Grund dafür zu geben, dass ihr fühlt, was ihr fühlt. Ihr könnt euch gewisse Aspekte nicht erklären oder ihr erfindet sogar Erklärungen in Bezug auf das, was ihr fühlt.

Ich würde sagen, dass diese Feststellung, dass Erklärungen erfunden werden, viel üblicher ist, als ihr erwarten würdet. Es ist eine automatische Handlung, die alle von euch machen. Ihr wollt eine Erklärung; ihr wollt einen Grund. Wenn ihr keinen äußeren Grund und keinen passenden inneren Grund finden könnt, werdet ihr einen Grund unterstellen. Ihr werdet einen Grund erfinden: „Ich mache das nicht gut genug; deshalb fühle ich, was ich fühle." „Ich bin nicht geduldig genug, meine Annahme ist nicht groß genug, ich habe zu wenig mit anderen Personen zu tun, ich bin nicht interaktiv genug, ich bin nicht tolerant genug, ich fasse vorschnell Beschlüsse, ich drücke mich zu schnell aus.“ - das sind erfundene Gründe.

Ihr könnt einiges in dieser Weise tun, aber denkt daran, dass Emotionen nicht Reaktionen sind. Emotionen sind Kommunikationen. Sie sind subjektive Kommunikationen zu eurem objektiven Bewusstsein. Gefühle sind Signale. Gefühle sind Aufforderungen, innere Aufforderungen von euch selbst als ein Signal, dass ihr eine emotionale Kommunikation erzeugt, dass es jetzt eine Kommunikation für euch gibt. Ihr FÜHLT, um euch zu alarmieren, dass eine Kommunikation, eine Nachricht besteht.

Gut, ein Beispiel: Ich bin traurig.

Traurigkeit ist ein einfaches Beispiel. Im Großen und Ganzen, definiert ihr das Gefühl traurig als Reaktion. Irgendeine Handlung, irgendein Ereignis, irgendein Ausdruck entsteht außerhalb von euch und ruft hervor, was ihr als eine Reaktion definiert, nämlich Traurigkeit. Nein. Das Gefühl ist eine Antwort auf eine emotionale Kommunikation. Ihr kommuniziert in Bezug auf ein Thema mit euch.

Angenommen ein Individuum oder etwas, das euch nahe steht, stirbt und ihr bezeichnet euch als traurig. Ihr definiert das als eine Reaktion darauf, dass diese physische Manifestation starb. Ihr erlebt jetzt Verlust. Aber ihr reagiert nicht, wenn ihr fühlt! Das Gefühl ist euer Signal, dass ihr eine Kommunikation an euch selbst erzeugt. Etwas geschah; ihr reagiert darauf in eurer Bewertung des Geschehens. Das Individuum starb. Ihr wertet eure Einschätzung davon aus und wie es euch persönlich beeinflusst, was eure innere Antwort auf dieses Geschehen ist.

Das Gefühl, traurig zu sein, ist nur ein Signal. Es ist sozusagen ein Alarm. Ihr erhaltet eine Kommunikation, das ist euer Zeichen: höre auf diese Kommunikation. Sie drückt aus, was IHR momentan erschafft. Was ihr vielleicht in dem Moment, in dem ihr euch traurig fühlt, erschafft, ist die emotionale Kommunikation, dass ihr euch verlassen oder verloren oder allein oder getrennt oder in euren Optionen beschränkt fühlt oder meint es zu sein: diese Manifestation gibt es nicht mehr, das beschränkt jetzt meine Möglichkeiten.

So nehmt ihr individuell, persönlich wahr, wie ihr durch diese Aktion beeinflusst werdet, und erzeugt eine Kommunikation zu euch selbst, die das so definiert. Aber normalerweise achtet ihr nur auf das Signal: Ich fühle mich traurig. Die Nachricht erreicht euch nicht, die dieses Gefühl erzeugt hat. In einigen Situationen nehmt ihr das Gefühl an, wie es ist und lasst dieses Gefühl zu und befasst euch nicht näher damit.

Eine gewisse Zeit lang scheint das zu wirken und zu beruhigen. Vorübergehend kann es scheinen, dass ihr dieses Gefühl hinter euch lassen könnt und euch damit befasst habt, indem ihr euch erlaubt habt es zu fühlen. Aber ohne die Nachricht zu erhalten, habt ihr die Nachricht nur übergangen, indem ihr eure Aufmerksamkeit nur dem Gefühlssignal gewidmet habt. Die Nachricht wird sich, wie schon gesagt, schließlich wiederholen.

NATASHA: Was ist die Nachricht?

ELIAS: Was ich gesagt habe. In diesem Beispiel kann die Nachricht Distanziertheit sein. Sie kann Isolation sein. Sie kann eine Assoziation sein, dass eure Optionen jetzt beschränkt sind. Das ist ganz bestimmt ein Faktor, dass eure Optionen beschränkt sind.

Das ist ein Faktor in fast all euren Szenarien, die Beschränkung der Wahlmöglichkeiten: wenn eine äußere Aktion geschieht, die nicht dem entspricht, was ihr wollt, beschränkt das automatisch eure Wahlmöglichkeiten. Das tut es nicht, aber ihr glaubt, dass eure Optionen davon abhängen, was um euch geschieht. Nein, das tut es nicht, aber es ist eure Wirklichkeit. Es ist nicht gültig, aber es ist sehr wirklich, und es ist das, was ihr automatisch macht, und wenn ihr das glaubt, handelt ihr entsprechend.

Deswegen beeinflusst, was ihr fühlt, euer Verhalten. Nur das Gefühlssignal, aber nicht die Kommunikation zu erkennen, wirkt sich auf euer Verhalten in einer Weise aus, die die Situation eigentlich verschlimmern oder fortbestehen und länger andauern lassen kann. Jedes unangenehme Gefühl kann eigentlich in verhältnismäßig kurzer Zeit erfasst und verarbeitet werden, vielleicht in Minuten, aber dieses Gefühl kann Tage oder Wochen oder Monate oder sogar Jahre dauern, wenn die Kommunikation nicht erfasst wird, weil nur das Gefühl gesehen wird.

Wie gesagt sind Gefühle sehr wirklich, und normalerweise sehr stark. Oder wenn sie nicht stark sind als Gefühl selbst, kann sich die Stärke im Mangel eines Gefühls zeigen, dass es nämlich ein Gefühl geben soll, das es aber nicht gibt, was ebenso auffällig und genau so beeinflussend und wirksam ist.

Ihr geht so mit diesen Gefühlen um, dass ihr euch automatisch selbst Vorwürfe macht: Was tue ich? Was mache ich nicht richtig? Auch und besonders bei positiven Gefühlen wie Begeisterung oder freudiger Erwartung des Neuen, wenn es nicht gleich eintritt, fragt ihr euch: Was kann es sein, das ich unterlasse, das verhindert, dass es jetzt eintritt? Das wirkt sich auf die Ungeduld aus, was es schwierig und unangenehm macht. Unabhängig davon, was ihr erwartet, das in eurer Wahrnehmung aufregend und gut sein wird, ist es das jetzt nicht. Warum ist es das jetzt nicht?

KATHLEEN: Was wenn man verhältnismäßig lange so fühlt und man dann irgendwie lauer fühlt und man sich sagt: Was mache ich falsch, weil sich etwas veränderte. Ist das wegen einer Erwartung oder sollte das weitergehen, weil es so im Fluss war, oder ist das eine gesunde Erwartung?

ELIAS: Das ist keine einzelne Frage (Pause). Das führt in eine Abzweigung.

Ihr habt alle ein Körperbewusstsein. Eine der Funktionen eures Körperbewusstseins ist es, euch automatisch zu regulieren, was der Grund dafür ist, dass sich Gefühle, in euren Begriffen, in Wellen zu bewegen scheinen, also zu- und abnehmen. Sie können das über längere Zeit tun; aber sie werden verebben und nicht unbeschränkt weiter bestehen. Der Grund dafür liegt in eurem eigenen Körperbewusstsein. Ein Gefühl dauernd aufrecht zu erhalten, unabhängig davon, ob ihr es ein gutes Gefühl oder ein schlechtes Gefühl nennt, verlangt viel mehr Energie.

Euer Körperbewusstsein regelt das automatisch für euch und unterdrückt deswegen manchmal Gefühle. Deswegen bewegen sie sich in Wellen und ihr werdet vorübergehend von den von euch als schlecht bezeichneten Gefühlen verschont, auch wenn die Gnadenfrist nur vorübergehend ist. Wenn es ein gutes Gefühl ist, seid ihr vielleicht enttäuscht, dass es auch verebbt und nicht dauernd weitergeht. Es ist da nicht anders als ein schlechtes Gefühl. Aber ihr wollt nicht, dass schlechte Gefühlen andauern; ihr wollt, dass sie verschwinden. Gute Gefühle ermüden genauso, da sie auch mehr Energie erfordern.

Eure Gefühle sind wie gesagt Signale. Wenn ihr die Nachricht erhaltet und die Kommunikation beachtet, ist es nicht mehr notwendig, das Gefühl weiter zu erzeugen. Es ist kein Signal mehr nötig.

DANIIL: Was ist die Nachricht in deinem Beispiel der beschränkten Optionen? Wenn ich meine Situation und meine Urteile und Glaubensannahmen, die sie umgeben, ansehe, komme ich zum Schluss, dass, was beschränkte Wahl zu sein scheint, nicht wirklich beschränkt ist, und das erleichtert mich und ich berücksichtige Wahlmöglichkeiten, die ich bisher nicht gesehen habe. Ist das die Nachricht erhalten und verarbeiten?

ELIAS: Ja.

KEN: Aber was tun wir dann mit dieser Information?

ELIAS: Ah, und das ist eine weitere automatische Reaktion, etwas aufgrund von Information tun. Es ist nicht immer notwendig etwas zu TUN mit der Information. In vielen Situationen ist es angemessen und genug, nur informiert zu sein.

LYNDA: Weil es das Signal wirklich sofort vermindert. Ich habe das erlebt. Ich verstehe, was du mit diesem Beispiel sagst.

ELIAS: Ja, und es ist nicht immer erforderlich, etwas zu TUN mit der Information, weil ihr vielleicht schon tut.

NATASHA: Zu begreifen, was in der Nachricht ist, ist also genug?

ELIAS: Weil euch das Wahlmöglichkeiten gibt. Einer der Faktoren, falls ihr die Nachricht nicht erkennt, ist, dass es euren Blick auf Wahlmöglichkeiten verdunkelt oder versperrt und ihr meint, dass ihr keine Wahlmöglichkeiten habt. Oder ihr könnt nur sehr beschränkte Wahlmöglichkeiten sehen, nur entweder/oder Optionen. Dann habt ihr nur zwei Optionen. Ich sage euch, in jeder Situation gibt es nie nur zwei Wahlmöglichkeiten.

Wenn ihr euch über eure eigenen Kommunikationen nicht im Klaren seid, beeinflusst euch das, da es euch dazu veranlasst, automatisch zu reagieren. Es veranlasst euch zu einer bestimmten automatischen Reaktion: damit etwas zu tun oder etwas zu tun, irgendeine Handlung zu setzen. Etwas muss getan werden! Damit verstärkt ihr auch, was ihr erlebt, und lasst es andauern, weil ihr euch sehr darauf konzentriert, irgendetwas zu tun statt zuzulassen, und dadurch alles noch undurchsichtiger für euch wird. Sogar in Szenarien oder Richtungen, die ihr für gut haltet und wollt, wenn ihr dabei Tun, Tun, Tun zum Ausdruck bringt - ich muss etwas tun, ich muss handeln, ich muss mich beteiligen - macht ihr damit oft eure eigenen Vorhaben zunichte, weil ihr euch ins Handeln stürzt, wo es gar nicht notwendig ist. Ihr setzt euch unter Druck.

Es ist nicht ausschlaggebend, welches Thema es betrifft. Es kann jedes Thema sein, ob alltäglich oder sehr wichtig. Ich nehme ein einfaches Beispiel, das viele Individuen kennen, nämlich euer Körperbewusstsein und eure Erscheinung wichtig zu nehmen. Für viele, viele Individuen ist Erscheinung ein wichtiges Thema, und ein Aspekt der Erscheinung umfasst was? Gewicht - ob es zu viel oder zu wenig ist. Dabei gibt es auch Aktionen, die das Körperbewusstsein automatisch setzt.

Ein Individuum nimmt sich vielleicht als nicht zufrieden mit einer bestimmten Erscheinung wahr und möchte seine körperliche Erscheinung verändern und versuchen, zuzunehmen oder abzunehmen. In diesem einfachen Beispiel richtet sich das Körperbewusstsein nach dieser Anweisung bis zu einem gewissen Punkt, und wenn es den Punkt erreicht, an dem das Körperbewusstsein optimal funktionsfähig ist, bleibt es stehen und ihr erlebt eine Zeit, in der ihr aufhören werdet zuzunehmen, wenn ihr versucht, zuzunehmen, und aufhören werdet abzunehmen, wenn ihr versucht abzunehmen.

Das ist nur vorübergehend, aber in eurer automatischen Reaktion tun zu wollen, was den Zwang erzeugt – „Ich sollte etwas tun. Ich bin blockiert. Was soll ich jetzt tun? Ich sollte mich mehr anstrengen. Ich werde mehr essen, oder ich werde weniger essen. Ich werde weniger Gymnastik machen, oder ich werde mehr machen, um das Körperbewusstsein in die Richtung zu bringen, die ich will, nämlich mehr oder weniger Körperfülle zu entwickeln.“ - kann es eine Zeit lang frustrieren, weil das Körperbewusstsein nicht antwortet. Ihr nennt euch dann blockiert: Ich stecke fest bei diesem bestimmten Gewicht.

Ihr steckt nicht fest. Euer Körperbewusstsein passt sich an und drückt eine Anerkennung aus: das ist ein optimales funktionsfähiges Gewicht. Deswegen ist es eine Zeit lang neutral. Das ist vorübergehend, aber diese vorübergehende Frist kann beträchtlich verlängert werden, wenn ihr mit Gewalt anders zu sein versucht und euren natürlichen Ausdruck nicht zulasst.

Wenn das Körperbewusstsein einmal diese Anerkennung und diese Änderung erzeugt hat, wird es noch einmal auf eure Anweisungen reagieren und fortfahren, die Richtung einzuschlagen, die ihr wählt. Wenn einmal diese kurze Zeit des Anhaltens vollendet ist, macht es weiter und ihr könnt weiter Gewicht zunehmen oder verlieren. Aber normalerweise erreicht ihr diesen Haltepunkt und bemerkt wirklich sofort: „Ich bin stehen geblieben. Ich bewege mich nicht mehr. Ich nehme nicht mehr zu bzw. ab!“ und ihr strengt euch an: „Ich muss mehr tun!“ Und ihr lasst nicht zu. Das macht ihr in vielen, vielen Situationen.

Das ist nur ein einfaches Beispiel, das ihr leicht verstehen könnt, aber ihr tut das in VIELEN Situationen. Ihr fühlt euch auf der Schwelle, ihr fühlt euch am Beginn einer neuen Veränderung, aber ihr könnt sie nicht sehen und fangt an, euch unter Druck zu setzen. „Was ist es? Wo ist es? Wann ist es? Wie wird es auftauchen? Was werde ich tun? Wie wird es sich anpassen? Welche Änderung werde ich erleben? Ich weiß nicht, wie ich mich vorbereiten soll, wenn ich nicht weiß, was es ist!“ Ihr erzeugt einen Kreislauf aus in Frage zu stellen und zu bezweifeln, und euch selbst zu kritisieren und unter Druck zu setzen, und in diesem Prozess verstärken sich die Gefühle und die Gefühle üben stärkeren Einfluss auf euer Verhalten aus. „Ich fühle mich ängstlicher. Jetzt werde ich mehr tun. Aber je mehr ich tue, umso ängstlicher fühle ich mich.“ Und es geht so weiter, und ihr geht im Kreis, und es wird frustrierend.

Frustration ist eine erhebliche Selbstherabsetzung. Ihr haltet Frustration für eine normale, natürliche Äußerung. Frustration ist das Signal der emotionalen Kommunikation, dass ihr euch beschränkt und euch in irgendeiner Weise selbst herabsetzt, dass ihr nicht gut genug seid, dass ihr nicht stark genug seid, dass ihr nicht schnell genug seid, dass euch etwas abgeht. Euch fehlt etwas in euch selbst, und das erzeugt dieses Signal der Frustration. Frustration motiviert nicht, sie lässt euch nicht eure Stärke fühlen. Sie ist Selbstherabsetzung.

Es ist sehr hilfreich zu definieren, was gewisse Äußerungen tun und somit zu wissen, was ihr tut, wenn ihr gewisse Gefühle ausdrückt. Irritation ist ein sehr motivierender und Stärke betonender Ausdruck. Ärger ist sehr herabsetzend und nimmt die eigene Stärke. Es gibt einen Unterschied zwischen Ärger und Irritation. Obwohl Irritation genau so heftig sein kann – sie kann sehr intensiv zum Ausdruck kommen - ist sie ganz anders als Ärger und Wut.

Es gibt einige Gefühle, die bewirken, dass ihr euch schwächt. Es gibt einige Gefühle, die bewirken, dass ihr euch eurer Stärke bewusst seid. Ihr könnt bemerken, dass der Indikator, dass ihr nicht wütend seid, wenn ihr irritiert seid, obwohl es sich sehr ähnlich anfühlen kann, ist, dass ihr, wenn ihr irritiert seid, normalerweise innehaltet. Ihr habt weiter das Gefühl, aber ihr hört auf etwas zu tun und überlegt. Ihr bedenkt die Situation, die die Irritation hervorgerufen hat, und die Irritation wird euch schnell dazu bewegen, euch zu motivieren, etwas zu tun, das euch eure Stärke zeigt: „Ich bin sehr irritiert; dieses Individuum macht das, und ich bin irritiert.“ Und ihr werdet vorübergehend automatisch innehalten, und eure Vorstellungskraft wird arbeiten. Automatisch fangt ihr an euch zu motivieren und euch eurer Stärke bewusst zu sein. Ihr wisst, dass ihr Wahlmöglichkeiten habt, und ihr fangt an, euch eure Wahlmöglichkeiten zu präsentieren - was kann ich tun, was will ich tun - und macht es.

NATASHA: Was meinst du mit die eigene Stärke fördern (self-empowerment)? Wie werden wir der eigenen Stärke bewusst?

ELIAS: Wenn ihr euch eurer Stärke bewusst seid, seid ihr euch bewusst, dass IHR steuert. Ihr habt Wahlmöglichkeiten, und ihr bestimmt. Ihr werdet nicht beherrscht. Ungeachtet welche anderen Individuen oder Situationen oder Umstände es um euch gibt, wisst ihr, dass es eure Wahl ist, wie es weitergeht.

So erkennt ihr eure eigene Kraft und Stärke, was aber in vielen Situationen schwierig sein kann. Wie gesagt habt ihr diese Anhängsel, die sehr stark sind, die dazu neigen euch vorzutäuschen, dass ihr keine Wahlmöglichkeiten habt oder bestimmte Sachen nicht tun könnt. Aber ihr könnt das, was auch ein gemeinsamer sehr ungewohnter Aspekt all der Szenarien ist, die ihr alle erlebt und präsentiert habt. Das ist die Entwicklung des Wirklich-du-selbst-Seins.

Euer wirkliches Sein hat sich sehr lange in einer Schale versteckt. Es ist sehr ungewohnt, und es ist sehr leicht, sich zu fragen, ob es annehmbar ist oder nicht. „Das ist mein wirklicher Ausdruck, aber kann ich den zum Ausdruck bringen? Soll ich das zum Ausdruck bringen? Ist es annehmbar? Kann ich eigentlich wirklich ich selbst sein? Werden das andere Individuen annehmen? Werde ich deswegen angefeindet werden? Das sind automatische Vermutungen und Fragen, die ihr habt. „Ich will das tun. Werden andere Individuen meinen, dass ich auch fähig dazu bin, das zu tun?“

Wenn ihr euch wirklich selbst zum Ausdruck bringt, beginnt ihr wirklich zu erfahren, ob euer Denken eure Erfahrung eingeholt hat oder nicht. Ihr fangt auch an, echte Verbundenheit zu erleben, die mit sich bringt, dass ihr automatisch in Bezug auf andere Individuen fragt, was sie denken, was sie fühlen, was sie wahrnehmen, was annehmbar ist, was nicht annehmbar ist, da ihr echte Verbundenheit zu erleben beginnt, was auch die automatische Reaktion von Isoliertheit und Angst hervorruft. Verbundenheit ist mit Angst besetzt. Es scheint damit verbunden zu sein, sich zu enthüllen, sich zu zeigen. „Wenn ich verbunden bin mit Allem-das-Ist, wo bin dann ich? Wenn ich Alles-Was-Ist bin, wer bin ich dann, denn ich bin diese Person.“

MELISSA: Ich hatte eine entsprechende Erfahrung. Ich betrachtete ein Bild mit zwei Schauspielern, einer beobachtete, und für eine Sekunde dachte ich, das bin ich mit ihm, aber ich bin es nicht. Mir wurde schwindlig und ich wusste nicht, wer ich bin, und ich dachte, dass wir alle dasselbe sind.

ELIAS: Es kann überfordern; es kann verwirrend sein; es kann entnervend sein in euren Begriffen. Ihr seid sehr fest in euren eigenen Äußerungen von Trennung, eurer Individualität, verankert. Wirklich ihr selbst zu sein in eurer Individualität und euch zu erlauben, wirklich zu versuchen und anzufangen, eure eigenen Freiheiten ohne Beschränkungen auszudrücken, bringt auch die Verbundenheit und eure automatische ängstliche Reaktion darauf zum Tragen.

Ihr seid euer Leben lang isoliert und einzeln gewesen. So sehr ihr auch wirklich ihr selbst, frei und verbunden sein wollt und das erkennt und das als Erleuchtung anseht, kann ich jedem von euch sagen, wenn ihr nicht gerade in der Erleuchtung schwebt, sondern alltäglich mit anderen Individuen zu tun habt, es für keinen von euch ungewöhnlich wäre, zusammenzuzucken, wenn euch ein anderes Individuum anfasst oder euch anrempelt.

HELEN: Was meinst du? Ich verstehe das nicht.

ELIAS: Was macht das andere Individuum? Es dringt in euer Energiefeld ein, und ihr seid gewöhnt, euer Energiefeld zu schützen. (Gespräch und Lachen der Gruppe) Ah! Wie sie alle dazu übergehen, sich zu berühren! (Lacht)

LYNDA: Kann ich dich kurz etwas fragen als ein Beispiel für mich? (Elias nickt) Danke. Ich hatte gestern einen wirklich miesen Tag voll ängstlicher Sorge. Ich war nervös wegen der Gruppensitzung. Ich war nervös wegen der Ankunft von allen und dass alles perfekt ist. Ich wusste auf einer Ebene, dass das absurd ist, aber auf einer anderen machte ich das eben! Ich war wirklich in einer mürrischen Laune. Ich saß da drüben und Terri war hier und ein paar andere Leute waren hier, und ich legte meine Hand auf Terris Bein, weil ich sie ein Jahr lang nicht gesehen hatte. Ich war plötzlich so froh, mit allen im Raum zu sein. Die ganze Aufregung und die Besorgtheit des ganzen Abends waren verschwunden. Ich war ich, aber es fühlte sich gut an, ich zu sein. Es war eine große Veränderung für mich, und ich fühlte mich in diesem Moment mit allen verbunden. Ich sage nicht, dass das für immer anhalten wird, aber ich fühle mich irgendwie immer noch so. Ist das ein Beispiel für mich für das, was du sagst? Du wirst jetzt nein sagen! (Lachen)

ELIAS: (lacht) Teilweise. Es ist ein Anfang, ja.

ANN: Kann ich dich etwas zu einem Beispiel fragen? Ich las dieses Buch von Mark Oliver Everett, der Aal-Mann. Er wuchs auf, wo auch ich aufwuchs. Ich dachte auch an das „Überseele Sieben“ Buch, wo man etwas in einem Fokus macht und ein anderer Fokus macht etwas Ähnliches in seinem Fokus. Als ich dieses Buch las, kam mir vor, dass ich ihn gut kenne und ich das auch gemacht habe, obwohl es gar nicht zu mir passt. Irgendwie fühlte ich mich mit ihm verbunden, aber ich weiß nicht. Ist das die Richtung, blicke ich in die richtige Richtung?

ELIAS: Übersetze das jetzt, diese Erfahrung, dieses Gefühl, auf jedes Individuum, mit dem du jeden Moment jeden Tag interagierst.

ANN: Ich beginne damit. Ich weiß nicht, ob ich mir etwas vormache, aber ich glaube, ich beginne das bei verschiedenen Leuten zu fühlen. Glaubst du, dass ich das mache? Kannst du mir sagen, ist es nur meine Imagination?

LYNDA: Ich hatte gestern dieses Gefühl von ihr, gleich als ich sie sah, im ersten Augenblick. (minutenlange Unterhaltungen in der Gruppe)

ELIAS: Alle diese Gefühle stehen mit einer emotionalen Kommunikation in Verbindung. Es ist wichtig darauf zu achten, was ihr fühlt und anzuerkennen, was ihr fühlt, und auszuwerten, was die Nachricht ist, was präsentiere ich mir in dieser Situation, was manchmal gar nicht so leicht sein kann oder manchmal einige von euch ein bisschen durcheinanderbringen kann, nämlich wirklich darauf zu achten, was ihr zu euch selbst sagt, da ihr auch eine Neigung habt, was ihr euch selbst sagt, zu verurteilen. Das ist nicht unbedingt falsch oder schlecht, aber es ist eine Feststellung.

Genauso wie wenn ihr das Gefühl der Traurigkeit habt und die zugrundeliegende Kommunikation sein kann, dass ihr meint, dass eure Optionen jetzt beschränkt sind, ist das nicht schlecht. Es erkennt an, dass ihr Wert nicht etwa auf etwas falsches legt, sondern in Bezug auf eure Optionen Wert darauf legt, in einer Weise zu handeln, die nicht ganz selbst-bestimmt ist, in der das andere Individuum oder die andere Manifestation oder die Situation mit euch gemeinsam erschaffen. Ihr erschafft eure Realität nicht allein; einiges ist abhängig von anderen und davon, was sie wählen. Und wenn sie wählen, nicht hier zu sein, beschränkt das eure Wahlmöglichkeiten. Das ist keine schlechte Erkenntnis. Es ist eine Erkenntnis, die euch mehr Optionen bietet und euch bestärkt und mehr Klarheit in Bezug auf euch selbst bringt.

Lasst mich auch zu Angst etwas sagen: in gewissem Maße ungeachtet dessen, wovor ihr euch fürchtet, verbindet sich Angst mit einer äußeren Ursache. Unabhängig davon, ob ihr eine Angst als einen inneren Ausdruck definiert und es nur eure eigene Angst zu sein scheint und nichts außer euch selbst damit zu tun hat, sage ich euch ganz bestimmt, Angst beruht auf äußeren Ursachen, und wie ihr darauf reagiert und was ihr damit verbindet. Ob es Situationen, Umstände, andere Personen oder andere Energien sind, ist nicht von Bedeutung. Es gibt immer eine mit der Angst verknüpfte äußere Ursache.

Es ist wichtig sich dessen bewusst zu sein, weil das sehr hilfreich sein kann, wenn ihr euch mit einer Angst, die ihr erlebt, auseinandersetzt und sie auswertet, weil ihr euch dadurch fragen könnt, welche möglichen äußeren Ursachen beeinflussen dieses Gefühl der Angst. Wenn ihr die äußeren Ursachen identifizieren könnt, könnt ihr auch einschätzen, ob sie gültig sind oder nicht.

NATASHA: Und wenn sie gültig sind?

ELIAS: Wenn sie gültig sind, geht ihr zum nächsten Schritt über, in dem ihr erkennt, dass Angst euch auch eure Wahlmöglichkeiten vorenthält. Wenn der Ausdruck oder wenn die äußere Ursache gültig ist - was meistens nicht der Fall sein wird, aber in einigen Situationen sein kann – geht es also darum, das zu erkennen und eure Aufmerksamkeit darauf zu richten, welche Wahlmöglichkeiten ihr jetzt habt.

Meistens könnt ihr erkennen, dass keine Gültigkeit besteht, wenn ihr die Ursache oder den Einfluss der Angst identifiziert. Das zerstreut die Angst, ohne dass ihr eure Wahlmöglichkeiten erkennt. Dieser folgende Schritt ist normalerweise nicht notwendig, weil ihr automatisch wisst, dass ihr Wahlmöglichkeiten habt, und es wird nicht länger wichtig sein. Aber wenn die Angst gültig ist, besteht der nächste Schritt darin zu bewerten, welche Wahlmöglichkeiten ihr habt, denn unabhängig davon, was die Bedrohung ausmacht – denn das ist es, was die Angst ist, sie ist eine Bedrohung – bedeutet das nicht, dass ihr überhaupt keine Wahlmöglichkeiten habt. Ihr habt immer Wahlmöglichkeiten.

Wir werden jetzt Pause machen, und dann mit euren Fragen fortfahren.

GRUPPE: Danke, Elias!

ELIAS: Gern geschehen.

PAUSE (nach 1 Stunde, 29 Minuten)

ELIAS: Wir machen weiter! (Pause, und Elias lacht)

ANN: Sie fühlte also den Rempler! Wenn wir verbunden sind, würde sie den Rempler nicht fühlen, richtig? Funktioniert das so?

ELIAS: Ihr werdet es schon fühlen.

ANN: Aber es wird einen nicht aufschrecken.

ELIAS: Es könnte schon, aber es wäre nicht störend, und ihr würdet euch nicht automatisch zurückziehen.

RODNEY: Ich habe eine Frage. Als du die Diskussion begonnen hast - das ist der Teil, an den ich mich erinnere, weil ich den Rest halb schlief – hast du gesagt, dass eine Gemeinsamkeit aller von uns gegebenen Antworten, eine der stärksten, Verbindungsabbruch und Isolation ist. Aber du hast nicht viel darüber gesagt, was du mit Isolation meinst. Ist diese Isolation in uns? Isolation in welchem Sinn? Von einander, von uns selbst?

ELIAS: Es gibt unterschiedliche Grade. Es ist keine Situation, die in gleicher Weise für alles gilt, aber es ist ein gemeinsamer Faktor darin. Größtenteils ist es die Isolierung von euch selbst, nicht unbedingt von euch selbst im engeren Sinn, sondern von euch selbst in allem, womit ihr eigentlich verbunden seid, ob es nun andere Personen oder andere Energien sind oder eure Umgebung. Es kommt in unterschiedlichen Graden zum Ausdruck, in denen ihr auf eure eigene einzelne Person konzentriert seid.

RODNEY: Irgendwie glaubt man dann allein zu sein.

ELIAS: Ja.

RODNEY: Das stimmt sehr für mich. Ich habe eine Frage. Ich fiel drei Mal fast vom Stuhl, ich ertappte mich beim Einschlafen. Was hat das mit dem Material, das du beschreibst, der Sache mit dem Fühlen und den damit verbundenen körperlichen Einflüssen zu tun? Dass ich eingeschlafen vom Stuhl falle, scheint zu deinem Material zu passen. Ich frage mich, ob du das als Beispiel nehmen ...

ELIAS: Gut.

RODNEY: ... und für mich beschreiben könntest, ob da mehr hineinspielt als die Tatsache, dass ich letzte Nacht nicht gut geschlafen habe. Mir kommt vor, dass das irgendwie mit dem Involviert sein zu tun hat und dem Versuch, das Material zu assimilieren und ich mich entweder überfordert fühle oder es gerade nicht erfassen kann. (Elias nickt) Ich bin irgendwie davon isoliert.

ELIAS: Und es gibt einen Verbindungsabbruch.

RODNEY: Könntest du dazu etwas sagen? Worin besteht da die Nachricht?

ELIAS: Ja.

Für jedes Individuum wird die Nachricht etwas anders sein, aber in dieser Situation ganz allgemein gesprochen ist der erste Aspekt ein Verbindungsabbruch, ein Sich-Lostrennen von der stattfindenden Interaktion und zum Teil von der Information.

Wenn das geschieht, kann das Individuum normalerweise in einigen Situationen zunächst zum Ausdruck bringen, dass es nicht interessiert ist. Das ist die automatische Reaktion. In vielen Situationen kann das sehr wirklich, aber muss nicht gültig sein, und das Individuum hat eigentlich ein Interesse, aber trennt die Verbindung. In dieser Situation kann das Individuum nicht wirklich aufnehmen. Teilweise kann beeinflussen, dass das Individuum ein Schild erzeugt, die Information oder das Thema selbst abwehrt, und das in Kombination mit der direkten Energie-Interaktion mit mir.

Denn im Allgemeinen ist sich jeder von euch, der teilnimmt, der anderen nicht ganz bewusst und ihr verbindet euch nicht miteinander in der Zeit, in der ich spreche. Ihr seid auf die Interaktion zwischen euch und mir und die Energie, die sich zwischen uns bewegt, fokussiert, was zwei Faktoren erzeugt, die Energie selbst und die Reaktion darauf, die Assoziationen dazu und auch das Thema – ihr bezieht das Thema auf euch selbst und erschafft dadurch eine gewisse Anfälligkeit, euch automatisch abzuschirmen. Der andere Aspekt der direkten Interaktion von Energien zwischen euch und mir erschafft die Assoziation, bloßgestellt werden zu können und dass die Abschirmung nicht stark genug ist. Deswegen gibt es eine Kommunikation, eine Anweisung ans Körperbewusstsein zuzumachen, weil Energie und Information gemeinsam verwundbar machen und bloßstellen könnten - nicht mich, nicht irgendein anderes Individuum, sondern euch selbst.

Das heißt nicht, dass du nicht aufnimmst, du tust das, aber die Bearbeitung hat noch nicht angefangen, weil in dieser Zeit die Bearbeitung vom Schild und der Verteidigung nichtig gemacht wird. Die Information ist in deiner Wahrnehmung wertvoll und vielleicht interessant, aber sie erzeugt auch diese Bloßstellung und deswegen Verletzlichkeit.

RODNEY: Das macht Angst.

ELIAS: Das kann es, oder es erschafft nur unterschiedliche Grade einer Bedrohung. Bedrohungen erzeugen nicht immer Angst, aber sie werden wahrgenommen und lösen normalerweise eine Reaktion aus.

Reaktion ist ein weiteres Thema, das wir besprechen können, weil wenn ihr in Richtung eures wirklichen Seins, eures wirklichen Selbst und eurer echten Freiheit geht, ist Reaktion ein Aspekt, mit dem ihr euch immer mehr befasst und befassen werdet und sehen könnt, dass Reaktion unnötig und dazu noch Verteidigung ist. Wenn ihr euch und eure Freiheit wirklich ausdrückt, ist Verteidigung nicht notwendig, da eine Reaktion ein Ausdruck ist, den ihr wegen einer Bedrohung erzeugt. Wenn ihr euch bedroht fühlt, auch wenn ihr das Gefühl nicht identifiziert, wenn euch also eine Bedrohung präsentiert wird, reagiert ihr normalerweise. Aber es gibt keine Bedrohung als Wesen. Es gibt keine Bedrohung als euer wirkliches Selbst, und es gibt keine Folgewirkung.

RODNEY: Ist die Bedrohung ein Ergebnis meiner Glaubensannahmen dieses Material betreffend oder was ich damit mache?

ELIAS: Teilweise, und eher Assoziationen. Denk daran, Assoziationen sind die Bewertungen in Bezug auf jede einzelne Erfahrung – ALLE Erfahrungen - wozu Urteile gehören, gut oder schlecht. Mit jeder Erfahrung, die ihr macht, bewertet ihr auch diese Erfahrung, und diese Erfahrung wird auf eine gewisse Art als entweder gut oder schlecht gekennzeichnet. Sogar neutrale Erfahrungen fallen in eine dieser zwei Kategorien von gut oder schlecht.

RODNEY: Wie soll man damit umgehen? Würde es helfen die Assoziationen zu erkennen, um die Reaktion auf die Bedrohung zu minimieren.

ELIAS: Ja, ganz bestimmt.

RODNEY: Eine weitere dazu passende Frage, die ich hatte. Ich las gerade vor ein paar Tagen, du sprachst über Aggression und aggressiv sein. Du sagtest, dass es nicht gewalttätig sei, nicht negativ, und dass es Aspekte unseres Verhaltens gibt, die uns helfen könnten, das Unterbewusste zu erforschen. Es scheint irgendwie hierhinein zu passen. Aber es scheint mir in meinem Denken auch der Aussage zu widersprechen, die du gemacht hast, dass unser Fortschritt leicht sein sollte. Das ist das falsche Wort ... mühelos. Es scheint mir einen Widerspruch zwischen Aggression und Mühelosigkeit zu geben.

ELIAS: Nicht unbedingt.

RODNEY: Könntest du etwas dazu sagen? Ich glaube, es gehört dazu.

ELIAS: Mühelos ist ein Aspekt von Wahrnehmung. Das heißt nicht, dass Mühelosigkeit keine Aktion oder Energie oder sogar aggressive Energie erfordert. Es ist die Wahrnehmung, die Handlungen als mühelos oder als enorm anstrengend bezeichnet. Wenn ihr meint eine Handlung sei schwierig, etikettiert ihr sie als mühevoll. Wenn ihr meint eine Handlung sei leicht oder sie als leicht wahrnehmt, ist sie mühelos, ungeachtet der Handlung selbst. Diese Identifizierung, diese Begriffe, sind direkt mit eurer Wahrnehmung von Handlungen verbunden.

RODNEY: Könntest du mir ein Beispiel nennen dafür, das Unterbewusste aggressiv zu erforschen. Darunter kann ich mir ohne ein Beispiel nichts vorstellen. In der Meditation zum Beispiel, wie könnte ich aggressiver dabei sein, Zugang zum Unterbewussten zu finden?

ELIAS: Was wäre dein Thema?

RODNEY: Braucht es ein Thema?

ELIAS: Lass es mich definieren in Bezug auf Meditation. Ihr könnt mit Meditation in zwei sehr verschiedene Richtungen gehen. In einer Richtung hat Meditation den Zweck sozusagen zu sein. Das Ziel, wenn ihr es so wollt, ist nur zu sein. Deshalb dient diese Meditationsart dazu, euer Präsent-Sein, eure Existenz, euer Sein zu erfahren.

Bei dieser Art von Meditation ist Sein das einzige Thema. In dieser Art von Meditation geht es darum, jeden Aspekt aufzulösen, der beeinflusst, dass Anhängsel einbezogen werden. Es ist die Aktion, euer eigenes individuelles wirkliches Sein zu erleben.

RODNEY: Ohne Anhängsel.

ELIAS: Ja. Deswegen ist eine der Handlungen dabei, das Denken zur Ruhe zu bringen, keine Gedanken zu haben und auch die emotionalen Kommunikationen zu beruhigen und nur eure Existenz zu erleben. Denk daran, dass emotionale Kommunikationen sehr präzise sind. Sie reagieren auf einen Reiz und darauf, was ihr im Inneren erzeugt. Es ist eine Kommunikation das betreffend, was ihr innerlich macht.

Wenn ihr die Erfahrung und Handlung wirklichen Seins erzeugt, ist es unnötig irgendeine emotionale Kommunikation zu erzeugen. Dann ist keine Kommunikation notwendig zwischen dem Objektiven und dem Subjektiven. Sie sind eins. Sie SIND nur.

Es gibt eine weitere ...

RODNEY: Bevor du weitergehst, bezieht sich Aggressivität vielleicht darauf, sich von Assoziationen frei zu machen, mit anderen Worten die Aufmerksamkeit zu fokussieren?

ELIAS: Ja, und umfasst auch einen Aspekt von Entschlossenheit.

In der zweiten Form von Meditation wird ein bestimmtes Thema gewählt, man konzentriert sich auf ein bestimmtes Thema und erlaubt sich, mit diesem Thema zu verschmelzen, sozusagen mit dem Ziel neue und mehr Information zu bekommen, sich zu öffnen, sein Bewusstsein zu öffnen, um empfangen zu können, und sich so neue und zusätzliche Information zukommen zu lassen in Bezug auf das gewählte Thema.

Das ist eine ganz andere Art von Meditation, weil diese Art die Gedanken nicht ausschaltet, weil ihr ja neue und mehr Information bekommen wollt. Ihr nutzt deswegen eure Kommunikationswege, und das Denken dient dazu, die Information dann zu bearbeiten und zu übersetzen. Das Denken wird nicht abgeschaltet, da es eine Rolle beim Übersetzen spielt. Das kann auch andere Aktionen wie Visualisierungen umfassen, nicht dass das notwendig wäre, aber es kann dabei sein.

Wenn ihr in Bezug auf ein Thema meditiert, wäre ein aggressiver Aspekt dabei, es entschlossen zu tun, aber auch eine sehr gerichtete Aufmerksamkeit auf dieses eine Thema zu richten, um auf dieses eine Thema exakt ausgerichtet zu sein und somit sehr gezielt zu handeln.

RODNEY: Danke.

JOHN: Noch etwas dazu, was du in den zwei Arten von Meditation beschrieben hast, von denen eine Gedanken einbezieht. Du hast nicht das Wort „herausfinden“ benutzt, sondern „empfangen“, was etwas ganz anderes ist. Ich versuche herauszufinden, wie man etwas tun kann ohne sich zu etwas zu zwingen und sich unter Druck zu setzen, damit ich energetisch weniger zu erzwingen versuche. Es scheint mir, dass „herausfinden“ eine Art von Erzwingen ist.

ELIAS: Ja, ich stimme dir zu, weil das nicht notwendigerweise Zulassen ist. In der Aktion der Meditation kommt es darauf an zuzulassen. Wenn ihr also in der Meditation, in der ihr die Gedanken einsetzt, ein Thema wählt, geht es darum, eine Absicht, ein Thema festzulegen und auf dieses Thema fokussiert zu bleiben, nicht zuzulassen, dass andere Richtungen eingeschlagen werden, sondern auf dieses Thema fokussiert zu bleiben und dieses Thema sich entfalten zu lassen, die Energie und die Information zu empfangen, die ihr schon mit eurer Absicht gesetzt habt. Ihr habt schon die Energie projiziert, um anzuziehen, wofür ihr euch interessiert.

Wenn ihr in einer Meditation aktiv Information herausfinden wollt, macht das die Aktion fast zunichte, da das nicht Zulassen ist. Deswegen erzeugt ihr Blockierungen, und ihr kommt auch nicht ans Ziel. Ihr bekommt vielleicht kleine Informationsmengen, aber ihr kommt nicht gut voran, und es ist nicht mühelos. Es erfordert mehr Energie, weil ihr es erzwingen wollt. Wohingegen, wenn ihr zulasst und darauf vertraut, dass eure Absicht festgelegt ist, ist das alles, was erforderlich ist. Die ganze Information steht euch zur Verfügung. Es ist nur eine Frage des Offen-Seins und des Zulassens, dass sie empfangen wird.

Wenn ihr etwas erzwingen wollt, könnt ihr nicht empfangen, da die Aktion des Empfangens darin besteht, offen zu sein und aufzunehmen. Wenn ihr Druck ausübt, stoßt ihr Energie heraus. Ihr erschafft daher diese zwei unterschiedlichen Energieströme, und was geschieht? Sie treffen aufeinander, heben sich gegenseitig auf und bleiben stehen, wie zwei Gegenstände, die zusammenstoßen. Energie bewegt sich auf eine sehr ähnliche Weise. Wenn ihr nach außen projiziert und etwas erzwingen und gleichzeitig aufnehmen wollt, könnt ihr zum Teil aufnehmen, aber ihr projiziert diese Energie auch nach außen. Deswegen treffen sie zusammen, stoßen zusammen und bleiben stehen.

JOHN: Und es wird frustrierend.

ELIAS: Ja, weil ihr stehen bleibt.

NATASHA: Gibt es irgendeine Situation, in der es nützt etwas erzwingen zu wollen? (Pause)

ELIAS: Nein.

NATASHA: Und wenn man etwas tun will, aber zu wenig motiviert ist, es zu tun? Aber wenn man sich einmal dazu gezwungen hat und es tut, ist es befriedigend. Der Anfangsschubs war also nötig.

ELIAS: Das ist nicht unbedingt sich zu etwas zwingen. Das kann die Motivation sein, die euch über die Apathie hinweg hilft.

ELLA: Aber man scheint sich zu zwingen, weil man einige Hindernisse überwinden muss.

ELIAS: Das ist ganz ähnlich der Unterscheidung zwischen Ärger und Irritation. Ärger kann sich ganz ähnlich anfühlen oder sogar ziemlich gleich wie Irritation, aber sie erzeugen zwei sehr unterschiedliche Energien. Wenn ihr euch zu etwas zwingt und mit Gewalt etwas zu erreichen versucht, tut ihr etwas, das ihr nicht wirklich wollt. Wenn ihr erzwingt und mit Gewalt etwas zu erreichen versucht, ist ein Aspekt darin Ungeduld. Und was ist Geduld?

NATASHA: Zulassen.

ELIAS: Richtig. Geduld ist Zulassen. Es ist nicht Warten; es ist Erlauben. Was macht ihr also, wenn ihr ungeduldig seid? Ihr lasst nicht zu.

Mit Gewalt etwas zu erreichen versuchen, erschafft den Ausdruck von Ungeduld, des Nicht-Zulassens. Normalerweise wollt ihr etwas tun, aber fühlt euch nicht ganz motiviert, es auch wirklich zu tun.

Es kann viele verschiedene Gründe dafür geben, was Einfluss auf dieses Gefühl hat, dass ihr anfänglich nicht motiviert seid, etwas Bestimmtes zu tun. Es kann sein, dass ihr euch nicht ganz vertraut oder dass ihr euch nicht ganz mit euren Fähigkeiten anerkennt. Aber ihr hört nicht auf, das tun zu wollen, und könnt euch deswegen entscheiden, euch über das Zögern oder den Widerstand hinwegzusetzen, die die Selbstherabsetzung ausmachen. Ihr könnt euch entscheiden, diese Selbstherabsetzung zu übergehen und trotzdem handeln, um euch zu erlauben, euer Ziel zu erreichen.

Wenn ihr mit Gewalt etwas erreichen wollt, wollt ihr eigentlich nicht wirklich etwas tun, und ihr zwingt euch, es trotzdem zu tun, was euch dann auch nicht befriedigt. Wenn ihr die Handlung vollbringt, seid ihr damit nicht zufrieden, weil es unter Druck und mit Gewalt vor sich ging - ihr wolltet es nicht wirklich machen, es entsprach euch nicht wirklich, es war vielleicht nicht in Übereinstimmung mit euren eigenen Richtlinien, und ihr wusstet das, ob es euch selbst klar geworden ist oder nicht. Ihr drückt das für euch selbst in euren Kommunikationen aus, weil euch eure emotionale Kommunikation etwas mitteilt. Das ist die Nachricht: Ihr wollt das nicht tun.

ELLA: Mir kommt vor, dass das viele Worte sind, es aber irgendeine Nachricht gibt, die du versuchst, allen von uns zukommen zu lassen, die vielleicht präziser sein könnte. Es gibt da irgendwie etwas Wichtiges. Alles, was du sagst, bringt uns bestimmt bei, in diesen Wassern des Gefühls zu navigieren. Aber es gibt etwas dahinter, von dem ich glaube, dass du es vielleicht noch nicht gesagt hast. Ich weiß nicht. Etwas fehlt noch. Es ist irgendwie ein bisschen unzusammenhängend. Gibt es irgendetwas, das du sagen willst, das du noch nicht gesagt hast? (Lachen)

ELIAS: (Grinst) Es gibt sehr viel, was ich noch nicht gesagt habe! Und was vermisst du?

ELLA: Es fühlt sich einfach so an, dass es viele Worte gibt, und ich weiß nicht, wie nützlich es für mich ist, darüber nachzudenken, ob es das ist oder jenes. Ich will einfach leben. Ich will nicht die ganze Zeit Rätsel lösen. Ich will nicht wissen, was ich genau fühle und warum ich das fühle. Ist doch egal! Ich lebe! Ich verstehe intuitiv und vielleicht mit dem Verstand, dass du sehr wichtige Information gibst und viele Leute außer uns das glauben und wahrscheinlich daraus etwas lernen, aber was gibt es sonst noch? Es gibt da doch sonst noch etwas.

ELIAS: Du hast Recht. Es ist nicht notwendig für euch, jede Handlung zu analysieren, die ihr setzt. Diese Information ist ausgerichtet auf die Momente, in denen ihr euch nicht mehr auskennt oder in denen es euch nicht gut geht. Sie dient dazu, euch der automatischen Reaktionen bewusst zu werden, die euch dazu bringen, euch und euer Wohlbefinden zu blockieren, weil ihr euch viel mehr darauf konzentriert, was euch Unbehagen macht, als was Wohlbefinden bewirkt.

Es geht also nicht darum, jeden Moment jeden Tages zu analysieren und zu evaluieren, was ihr tut und wie ihr es macht und was damit verbunden ist und was das bedeutet. Es geht nicht darum, sich übermäßig mehr zu bemühen, sondern zu verstehen, dass je mehr Information ihr euch zukommen lasst, umso klarer werdet ihr euch automatisch eurer selbst bewusst, was Analyse erübrigt.

ELLA: Es scheint, dass das inmitten dieser ganzen Verwirrung geschieht. Ich stimme dir zu. Ich meine, dass es irgendwie leichter ist, die Dinge entspannt anzugehen und mich nicht mehr so viel zu verurteilen, es einfach zu nehmen wie es kommt. Manchmal weiß ich nicht, warum ich etwas machen will, aber mir kommt vor, ich muss es weitermachen.

ELIAS: Und Glückwünsche. Es gibt viele, viele Individuen, die sich das nicht erlauben.

ELLA: Das Gefühl ist also ein Signal, und man erhält auch eine Nachricht vom Gefühl und dann hört das Signal vielleicht auf. Ich weiß manchmal sogar, dass ich das mache. Ich würde es vielleicht nicht so in Worte fassen wie du. Ich bemerke in diesem Augenblick, dass es ein irgendwie emotionales Anhängsel bei gewissen Zuständen gibt. Ich verstehe, dass es vielleicht nicht der beste Zustand ist, in dem man sein kann, finde aber auch, dass ein Teil von mir gerade gern darin bleibt, vielleicht um ein bisschen Drama oder Melancholie zu fühlen. Also, ich glaube, dass jedes Gefühl selbst als Gefühl einen Wert hat, bis man durchgegangen ist und es gehen lasst.

ELIAS: Genau! Ja, es gibt viele Gefühle, bei denen, würde ich sie euch präsentieren – wie beispielsweise melancholisch oder traurig oder besorgt -, eure automatische Reaktion ist, dass sie schlecht sind, dass ihr sie nicht fühlen wollt, oder sie euch beunruhigen. Aber in vielen Situationen genießt ihr eigentlich diese Gefühle wirklich.

Wenn ihr ein Schauspiel, eine Oper, einen Film, ein Buch oder ein Lied oder sogar eine Musikkomposition erlebt, ruft das ein Gefühl von Melancholie oder Besorgtheit oder Traurigkeit oder Leid hervor, ihr habt es nicht ungern, etwas präsentiert zu bekommen, das Gefühle hervorruft, und ihr lehnt diese Gefühle nicht ab. Eigentlich schätzt ihr in dem Moment diese Gefühle, die auf diese Weise hervorgerufen werden. Es erlaubt euch eine sichere und bequeme Gefühlserfahrung, die ihr normalerweise als negativ etikettiert, ohne den negativen Aspekt.

Es erlaubt euch deswegen, Energie in einer anderen Weise auszudrücken, die gut für euch ist. Es erlaubt euch, eine Mannigfaltigkeit in euch in Bezug auf eure Gefühle ohne Drama und ohne Trauma auszudrücken und ohne euch persönlich in einer negativen Weise zu beeinflussen.

ELLA: Das leuchtet mir ein. Ich möchte dich etwas zum Verbindungsabbruch fragen, über den du gesprochen hast. Wir sind eine Gruppe von Freunden in New York, die zusammenkommt und das Seth Material und ähnliches bespricht und ich habe bemerkt - auch bei anderen ähnlichen Gruppen -, dass wir uns vielleicht in den letzten sechs Monaten irgendwie weniger treffen. Alle von uns haben keine Zeit oder sonst etwas. Ich bin auch weniger an diesen Sitzungen und Dingen interessiert. Ich sehe das nicht als schlecht an. Ich fühle mich dazu neutral. Ich bemerke diese Entwicklung und glaube, dass jeder von uns in einem Zustand ist, in dem diese Isolation vielleicht auf irgendeiner Ebene gut ist, dass wir unser wirkliches Selbst suchen oder etwas ähnliches.

ELIAS: Ja, und in einigen Aspekten ist es ...

ELLA: Wenn wir zusammen sind, besteht keine Barriere, aber es gibt eine Neigung dazu, getrennt zu sein.

ELIAS: Ja, das ist auch ein Aspekt des Prozesses.

Als ich euch sagte, dass die Gemeinsamkeiten, die ihr zum Ausdruck bringt, Verbindungsabbruch und Isolation sind, haben die meisten von euch automatisch eine negative Assoziation in Bezug auf diese Wörter erschaffen. Ich habe nicht gesagt, dass sie negativ sind.

LYNDA: Das ist so interessant, weil ich das auch machte!

ELIAS: Ich habe nicht gesagt, dass sie negativ sind.

LYNDA: Was für eine automatische Assoziation, genau vor uns in ganzer Pracht!

ELIAS: Ja. Ihr macht das dauernd mit Worten. Ich sage ein Wort, Verbindungsabbruch, ich sage ein Wort, Isolation, und ihr assoziiert automatisch schlecht.

MELISSA: Ich dachte, du sagtest, dass das die schlechte Nachricht sei, die wir erleben.

ELIAS: Ich sagte, dass die schlechte Nachricht ist, dass diese Welle sich verstärkt - in eurer Wahrnehmung eine schlechte Nachricht – sich im Ausklingen verstärkt.

JOHN: Mich verwirrt eine Definition. Du scheinst Gefühle und Emotionen auswechselbar zu benutzen, wo doch das eine irgendwie anders ist als das andere. Ich bin emotional fokussiert. Ich befasse mich mit Emotionen, während religiös fokussierte Leute Gefühle (feelings) haben. Das klingt vielleicht komisch, aber es gibt einen Unterschied zwischen ...

ELIAS: Ja.

Wenn du von Fokustypen sprichst ...

JOHN: Nicht unbedingt, aber ich benutze das einfach, um zu unterscheiden zwischen ...

ELIAS: Beim Beispiel eines Fokustyps und einem religiös fokussierten Individuum - ich hoffe dass sich alle dessen bewusst sind, dass religiös fokussiert nichts mit Religion zu tun hat - wird die Information über Gefühle verarbeitet.

Das umfasst mehr als nur die Gefühle, die sich mit emotionalen Kommunikationen verbinden. Es gibt viele Arten von Gefühlen. Es gibt Körpersignale, die Gefühle sind; ihr habt physische Gefühle; ihr habt Gefühle in Bezug auf Spüren. Es gibt viele verschiedene Arten von Gefühlen.

JOHN: Also ist Emotion eine Art von Gefühl.

ELIAS: Das Signal zur Emotion ist eine Art vom Gefühl, ja. Emotion selbst enthält kein Gefühl. Es ist eine Kommunikation. Das Signal, das die Emotion begleitet, ist das Gefühl. Ihr habt die Schwierigkeit, dass ihr überall in euren Fokussen gelehrt worden seid, dass Gefühl und Emotion synonym sind und sie sind es nicht. Gefühle sind Signale. Sie signalisieren euch, dass es eine emotionale Kommunikation gibt.

Wie haben wir Emotion definiert? Was ist Emotion? Kommunikation.

ELLA: Du sagtest emotionale Kommunikation. Gibt es andere Kommunikationen vom Wesen zum Fokus?

ELIAS: Ja. Es gibt viele verschiedene Kommunikationswege. Emotionale Kommunikation ist eure subjektive Kommunikation in Bezug darauf, was ihr im Inneren macht, zu eurem objektiven Wachbewusstsein.

Es gibt viele verschiedene Kommunikationswege, eure Sinne, alle eure Sinne, innere und äußere. Euer Körperbewusstsein enthält Kommunikationen und eure Impulse, eure Intuition. Es gibt viele weitere Kommunikationswege.

LYNDA: Also, was ist das Gute an Isolation und Verbindungsabbruch? Wie du gesagt hast, ich habe sofort so reagiert: Oh, ich isoliere mich wieder und ich sollte ausgehen und unter Leuten sein. Ich will nicht hinausgehen und unter Leuten sein. Ich komme in einen Konflikt, weil das meine automatische Reaktion ist, mich zu zwingen hinauszugehen und unter Leuten zu sein, weil isolieren schlecht ist. Ist das Teil des Prozesses, länger als drei Sekunden auf einmal wirklich verbunden mit meiner Großartigkeit zu sein?

ELIAS: Ja, das ähnelt sehr dem, was ich vorher in Bezug auf das Körperbewusstsein und Gewicht gesagt habe, dass das Körperbewusstsein einen bestimmten Punkt erreicht, an dem es sich verlangsamt und vielleicht für eine gewisse Zeit anhält.

Die Isolation und der Verbindungsabbruch sind ein Teil dieses Prozesses, aber ihr meint automatisch, dass ihr etwas TUN müsst. Ihr müsst etwas ändern. Ihr erlebt einen Prozess, euch euren wirklichen Selbsts bewusster zu werden, und identifiziert eure Anhängsel, erkennt, welche Assoziationen von Bedrohungen und Konsequenzen ihr habt, die Angst machen, und erforscht eure Assoziationen. Ja, es gibt einen Aspekt eures Prozesses, durch den ihr euch dem Inneren zuwendet, und ihr erzeugt einen Aspekt des Verbindungsabbruchs und der Isolation, um den Prozess zu beginnen, euch mit euch selbst zu verbinden und euch euer selbst klarer bewusst zu sein und euch somit klarer der Assoziationen bewusst zu sein und dessen, was gewisse Äußerungen hervorruft, die bewirken, dass ihr euch nicht wohlfühlt, und stärker selbstbestimmt zu sein.

Wenn ihr ungeduldig seid und den Verbindungsabbruch oder die Isolation für schlecht haltet, reagiert ihr automatisch, um das zu ändern, um es wegzuschieben, um vorwärts zu kommen, um etwas anderes zu tun.

LYNDA: Denn wenn ich das nicht mache, wird etwas Schlimmes geschehen - in meinem Fall werde ich ein Flusspferd. Ich mag mich hier nicht als Beispiel benutzen, aber du und ich haben längere Zeit über dieses Thema geredet, über Gewicht und Körperbewusstsein. Ich glaube, ich beginne zu verstehen, dass ich meinem Körper vertrauen kann, aber das ist nur der Anfang. Ich könnte schnell damit scheitern. Aber der Schlüssel für mich ist, dass die Angst ist, dass ich nicht aufhören kann auf Diät zu sein. Ich würde nicht aufhören zu essen! Aber nun sind zwei Monate vorbei, und ich dachte, ich hätte viel zu viel gegessen, aber ich hab es wirklich nicht, und meinem Körper geht es gut. Ich weiß, dass das langweilig ist, weil es mein kleines Problem ist, aber ich hatte wirklich Angst, nicht auf Diät zu sein.

Ich erlaube mir wieder zu essen. Meine Vorliebe ist es, eine fixe Zeiteinteilung zu haben, wann ich esse, und das ist nicht schlecht. Ich war verwirrt, weil ich dachte, dass ich für immer auf demselben Gewicht stehen bleiben würde. Dann kannte ich mich nicht aus, weil wenn ich abnehmen kann, was ist, wenn ich zu mager werde. So verrückt ist das. Ich habe dieses Beispiel gelebt, und ich beginne zu verstehen, dass es in Ordnung ist. Ich kann langsamer werden und dem Haltepunkt vertrauen, darauf vertrauen, dass das Aufhören seinen Sinn hat.

NATASHA: Das war ein gutes Beispiel.

LYNDA: Ich gratuliere mir, es ist ziemlich toll, aber es war die Hölle. (Elias lacht)

HELEN: Ich verstehe, dass dieser Haltepunkt, egal welches Thema, für die meisten Leute ein besonderes Schreckgespenst ist. Es kommt mir vor, dass der wirkliche Haltepunkt, das wirkliche Schreckgespenst, der Tod ist, weil der Haltepunkt eine Art zu sterben ist. Nicht zu TUN fühlt sich wie sterben an, damit aufzuhören wirklich jemand zuzuhören fühlt sich wie sterben an. Man muss sich von sich lösen, um wirklich zuzuhören. Das verstehe ich, wenn ich zuhöre, dass es hier einen Zusammenhang zu dieser Angst gibt, damit aufzuhören, das zu tun, was man meint, dass dem entspricht, was man ist und auch der Geschichte, die du dir über dich erzählt hast. Wenn du aufhörst, das zu tun, verlierst du dich.

ELIAS: Ah, aber...

HELEN: Das sind andererseits gute Nachrichten. Man verliert sich nicht wirklich. Ist das was...

ELIAS: Und das ist nicht der Punkt. Ihr verliert euch nicht.

HELEN: Es gibt einen Teil von mir, der zur der anderen Seite springen und sagen kann, dass das der Anfang des besten Teils ist, dass es der überwältigende Teil ist, und ich kann dorthin gehen.

ELIAS: Richtig, aber ich verstehe, was du sagst, dass das Angst auslösen kann, denn die Wahrnehmung ist, wenn ich jetzt nicht mein wirkliches Selbst bin, was bin ich dann? Wenn ich mein wirkliches Selbst jetzt nicht kenne, was werde ich mir als ich präsentieren?

Ihr verliert euch nicht. Ihr beseitigt nicht einmal die Anhängsel auf eine Weise, dass sie nicht mehr existieren oder dass sie nicht wirklich sind. Ihr legt sie nicht in einer Weise ab, dass sie mit euch überhaupt nicht mehr verbunden wären.

Wir hatten früher das Beispiel des sehr großen und fast allen gemeinsamen Anhängsels der Unabhängigkeit, und wie ihr alle Unabhängigkeit für gut haltet. Je unabhängiger ihr seid, umso mehr seht ihr das als Teil eures wirklichen Selbst an. Es ist nicht Teil eures wirklichen Selbst. Es ist ein Anhängsel.

Wenn ihr erkennt, dass etwas ein Anhängsel ist, geht es nicht darum, genau wie du gesagt hast, dass alles, was ihr in eurer Realität wisst, ganz falsch ist und entfernt werden muss, oder dass eure ganze Realität genauestens analysiert werden muss, um zu erkennen was richtig oder falsch ist. Es ist ein Aspekt eurer Freiheit zu wissen, was die Anhängsel und die Assoziationen sind. Das heißt nicht, dass ihr euch entscheidet sie zu ändern; ihr tut das vielleicht nicht. Aber es ist eure Wahl. Es ist nicht mehr automatisch. Es ist keine Reaktion; es ist keine automatische Reaktion; es ist eine Wahl, die ihr mit Absicht macht, was euch erlaubt, bewusst und selbstbestimmt zu handeln.

In unserem Beispiel des Anhängsels der Unabhängigkeit heißt das nicht, dass es schlecht ist, sich als ein unabhängiges Individuum zu sehen oder sich unabhängig zu verhalten, sondern zu wissen, was die Anhängsel sind und was sie motiviert, und zu wissen, dass ihr euch dafür entschieden habt und es nicht Äußerungen sind, von denen euch gelehrt wurde oder ihr gelernt habt, dass sie besser sind, sondern dass ihr eine Aktion wählt, weil sie mit eurer eigenen individuellen Richtlinie übereinstimmt. Es entspricht eurer Natur, wodurch ihr auch wisst, dass eure eigenen Unterschiede vollkommen annehmbar sind.

Es gibt einige Individuen in eurer Realität, deren Natur das Anhängsel von Unabhängigkeit nicht entspricht, deren natürlicher Energiefluss, deren natürlicher Ausdruck nicht zu Äußerungen neigt, so wie ihr Unabhängigkeit definiert. Diese Individuen werden damit kämpfen, da sie Erwartungen von sich erzeugen: Ich sollte das sein, ich sollte das tun. Oder in Bezug auf Gefühle sehr sensible Individuen, die auf Situationen und andere Individuen in einer Gefühlsweise reagieren, die ihr emotional nennt, - aber in vielen Situationen, in vieler Hinsicht in eurer Realität, sozial, wird das nicht als ganz annehmbar angesehen. Das ist deren natürlicher Ausdruck, aber das Anhängsel ist, dass man stark, stoisch, logisch, vernünftig und kontrolliert und nicht immer offen und empfänglich sein sollte.

HELEN: Die Anhängsel, Erwartungen und Urteile sind sich also sehr nah?

ELIAS: Sie gehen oft Hand in Hand. Dabei geht es – zum wiederholten Male – nicht darum, jede Aktion, die ihr erzeugt, dauernd zu analysieren. Aber jeder von euch hat Momente und Situationen, in denen es euch nicht gut geht und es wichtig und bedeutend ist zu verstehen, was das erzeugt. Wogegen sträubt ihr euch, das dieses Unbehagen erzeugt? Wofür seid ihr empfänglich oder worauf reagiert ihr, das Angst macht?

Eine Bedrohung kann ohne Angst zum Ausdruck kommen. Angst kann nicht ohne eine Bedrohung ausgedrückt werden. Angst ist die Wahrnehmungsmischung von Bedrohung und von Folgen, ob sie nun wirklich oder imaginär sind. Es ist die Mischung der wahrgenommenen Bedrohung und der wahrgenommenen Folgen: was ist die Bedrohung und was ist die wahrgenommene Folge, die ihr vorwegnehmt, aber nicht wirklich erlebt.

Ihr könnt das Gefühl der Angst erleben, aber sehr wahrscheinlich erlebt ihr weder die wirkliche Bedrohung noch die Folge. Ihr nehmt die Bedrohung und die Folge vorweg und das erzeugt die Angst, weil ihr euch nicht damit auseinandersetzt. Ihr definiert sie normalerweise nicht einmal. Ihr fragt euch nicht, was die Bedrohung ist, was die Folge ist, was möglicherweise die Folge ist, und ob es sie eigentlich wirklich ist.

Der Punkt ist, dass ihr alle Situationen und Momente erlebt, in denen ihr euch nicht auskennt, die euch unangenehm sind, in denen ihr leidet, in denen ihr Angst habt, und das nicht sein wollt. Deswegen, wie macht ihr es, dass ihr es nicht seid? Eure Aufmerksamkeit den außen wahrgenommenen Ursachen zuzuwenden ist nicht hilfreich. Es löst das Gefühl nicht auf. Es mildert das Unbehagen nicht. Was aber kann das? Zu wissen, dass je besser ihr euch kennt, je mehr Information ihr habt, je mehr ihr objektiv versteht, je größer und breiter das Spektrum eurer Wahlmöglichkeiten, eurer Optionen und der Richtungen ist, die ihr einschlagen könnt, um zu tun, was ihr könnt und wollt, desto mehr ist sich jeder von euch seiner Stärke bewusst und desto selbstbestimmter werdet ihr.

Zum wiederholten Male, ihr erschafft keine Utopie. Ihr werdet euch, wenn ihr euch entscheidet, weiter in dieser Realität zu sein, mit Herausforderungen konfrontieren. Herausforderung ist ein weiteres Wort, das nicht automatisch schlecht bedeutet. Ja, ihr werdet euch weiterhin Herausforderungen stellen und manchmal werdet ihr weiter Situationen und Erfahrungen erleben, die nicht ganz angenehm sind, aber ihr werdet wissen, welche Wahlmöglichkeiten ihr habt in Bezug auf sie. Wie du gesagt hast, „Auch wenn ich es mir nicht immer angenehm mache, weiß ich doch, dass ich mir erlauben kann, das zu fühlen, es zu erleben und es sich auflösen lassen, und ich vertraue darauf, dass ich mir eine Richtung zeigen oder Information zukommen lassen werde. Auch wenn ich diese Information jetzt nicht habe, vertraue ich darauf, dass ich sie mir zukommen lassen werde.“

In Situationen, die ihr als intensiv wahrnehmt, unabhängig davon, worum es sich dabei handelt, ob es in euren Begriffen negativ oder positiv intensiv ist, seid ihr meistens nicht geduldig. Ihr wollt eine unmittelbare Antwort. Und wenn ihr objektiv keine unmittelbare Antwort bekommt, die euer Denkmechanismus übersetzen kann, beginnt ihr etwas zu tun. Weil das GEFÜHL, das Signal entsteht, das innerlich eure Kommunikation ausdrückt: Jetzt seid ihr ungeduldig. Das ist, was ihr tut. Ihr lasst nicht zu, und das Gefühl betont das. Anstatt nach der Nachricht zu handeln, handelt ihr nach dem Gefühl: Ich fühle mich unbehaglich und ich werde dem Gefühl entsprechend handeln.

Das Gefühl ist illusorisch. Es wird sich auflösen, sobald ihr die Information habt. Wie heftig ihr ein Gefühl auch erzeugt, kann es sich gleich auflösen, wenn ihr die Information versteht. Wenn ihr die Kommunikation versteht, löst ihr sofort das Gefühl auf, da es nicht mehr notwendig ist. Es ist im Wesentlichen dazu gemacht zu alarmieren. Wenn ihr das Feuer bemerkt, braucht ihr keine Sirene mehr.

DANIIL: Ich habe bemerkt, dass ich, wenn ich müde bin und mir gleich erlaube, mich ins Bett zu legen, wieder munter bin noch bevor ich ganz liege.

NATASHA: Deswegen kann ich dich nicht dazu bringen zu schlafen! (Elias lacht mit der Gruppe)

ELLA: Rodney sprach darüber müde zu sein, aber ich glaube meine Schläfrigkeit ist etwas anderes. Ich fühle mich in dieser Sitzung in Momenten extrem schläfrig, und vielleicht bewirken das die Kristalle?

ELIAS: Und was ist dein Eindruck?

ELLA: Ich spüre viel Schwingung im Oberkörper und sie ist sehr greifbar, sehr physisch. Ich bin für kurze Zeit extrem schläfrig und dann bin ich wieder in Ordnung. Was ist also dein Eindruck? (Lachen)

ELIAS: (Lachen) Ich habe schon oft erklärt, dass Kristalle in vielerlei Weisen Empfänger sind. Sie sind Leiter von Energie, und sie sind Leitungsrohre. Deswegen kann die physische Anwesenheit von Kristallen, abhängig von eurer eigenen Offenheit und eurer eigenen Energiebewegung, sehr ablenkend sein.

ELLA: Ich glaube, dass es eine Kombination ist. Ich glaube, dass ich mich gegen Teile der Information verschloss, aber einige der Schwingung kommen von rechts von dir.

ELIAS: Sie können ganz unterschiedlich verwendet werden. Sie können einem Individuum erlauben sehr fokussiert zu sein oder sie können sehr ablenkend und auseinander treibend sein, weil es davon abhängig ist, wie ihr eure eigene Energie ausrichtet oder nicht ausrichtet. Wenn eure Energie dahin treibt und zerstreut ist, können Kristalle sehr ablenkend sein, da sie diese Energie absorbieren und auf euch reagieren und diese Energie noch mehr anziehen. Oder sie können dazu dienen, eure Energie zu fokussieren, da ihr sie lenkt und die Kristalle das reflektieren.

ELLA: Also könnte es zum Teil Abschirmung gewesen sein, aber auch Ablenkung von den Kristallen.

ELIAS: Ja.

ELLA: Danke!

ELIAS: Gern geschehen. (lacht)

RODNEY: Was ist die nächste Bewusstseinswelle?

ELIAS: Das ist eure Wahl, nicht wahr? Wenn ihr euch entscheidet, werde ich es sagen und sie identifizieren.

NATASHA: So lang es nur kein Tsunami ist!

ELIAS: Ah, aber das ist auch eure Entscheidung, nicht wahr! Ha ha!

INNA: Ich hatte einen Traum von steigendem Wasser - unheimlich.

ELIAS: Ah, wieder einmal eine automatische Interpretation: Wasser steigt, schlecht. Und ist unheimlich gut?

ANN: Elias du hast vorher gesagt, dass Angst von außerhalb von uns erzeugt wird. Wenn wir alle unsere innere Verbundenheit kennen, wird sich Angst dann auflösen und verschwinden?

ELLA: Wann man wirklich in dieses Gefühl größter Annahme und größten Zulassens geht, zu der man fähig ist, ist das für mich ähnlich wie zu lieben. In diesem Zustand, wenn ich meditiere, wechselt meine Aufmerksamkeit schnell von mir zum ganzen Planeten. Ich glaube, ich habe davon schon gehört, aber ich will es nur verstehen. Ist es wirklich gut für den ganzen Planeten, wenn ich meine Energie auf diese Weise zu jeder Person richte?

ELIAS: Ja, ganz bestimmt.

ELLA: Gewöhnlich ist es all-umfassend. An dem Punkt fühle ich, als wäre alles ich, jedes einzelne Individuum ist ich.

ELIAS: Ja und es beeinflusst sehr. Es breitet sich eindeutig aus wie eine Welle.

ELLA: Auch wenn es nur ein Individuum macht?

ELIAS: Ja. Ich kann nicht stark genug die Macht und die Bedeutung eines Individuums betonen, von jedem einzelnen von euch. Jeder von euch breitet sich wie eine Welle nach außen aus, viel mehr und viel stärker als euch klar wird oder als ihr erkennt.

ELLA: Oft fühle ich mich hilflos, wenn etwas geschieht, weil ich nur wenig machen kann. Ich sende Geld oder etwas. Aber ich gehe nicht zu politischen Aktionen oder so …

ELIAS: Das ist nicht von Bedeutung. Du TUST etwas. In jedem Moment wirkst du dich aus. Ihr beeinflusst dauernd.

JOHN: Zu den Wellen, was ist, wenn alle beendet sind? Drei sind noch übrig: gewisse Sinne, Wissenschaft und Religion.

ELIAS: Und? (Gruppendiskussion aber keine Antwort) Universum, Schöpfung des Universums. (Gruppen-Diskussion)

INNA: Sind wir bis 2012 mit allen durch? (Lachen und mehr Unterhaltung)

LYNDA: Ich möchte noch etwas sagen bevor wir unsere getrennten Wege gehen. Jale sagt Hallo - Okay, Bob? (Danke, Lynda!)

ELIAS: Und richte ihr auch Grüße von mir aus.

BEN: Weil das eine interessante kleine Gruppe ist – gibt es eine Zeit, wo wir auch alle in einer ähnlichen Art zusammen waren?

ELIAS: Ja. (die Gruppe ist begeistert)

BEN: Kannst du das genauer darlegen?

ELIAS: Sowohl vergangen als auch zukünftig. Vergangenheit - das wäre innerhalb eures 18. Jahrhunderts, wo ihr alle zusammen teilnehmt an ...

BEN: der französischen Revolution?

ELIAS: Ja. Und Zukunft - das wäre in der Zeit eures 24. Jahrhunderts. Ihr nehmt alle an einer ähnlichen Gruppe, aber an einer neuen Erforschung in Bezug auf euer Universum teil, in Bezug auf euer Universum weit über das hinaus, was ihr jetzt kennt.

BEN: In der französischen Revolution...

LYNDA: ...waren wir auf beiden Seiten?

ELIAS: Ja, aber ihr habt euch alle gekannt und alle hatten miteinander zu tun.

BEN: Also warum sind wir zusammengekommen?

KEN: Um uns kennen zu lernen?

ELIAS: Nein, ihr habt euch schon gekannt. Um jetzt als Gruppe, die sich kennt, in einer anderen Richtung zu forschen, die ohne den in der Vergangenheit erlebten Konflikt auskommt, weil euch dieser Konflikt in mehrerer Hinsicht nicht ganz angenehm war, da es keine wirkliche Übereinstimmung der philosophischen Vorstellungen gab, auch um die Beziehungen und die Zusammenhänge anzuerkennen, und so etwas in einer anderen Richtung zu erforschen und herauszufinden.

KATHLEEN: Ich habe eine kurze Frage von Anet/Pauline. Sie sagt, dass sie einige unangenehme Erfahrungen mit der Orientierung Intermediate – sie ist Soft - gehabt hat, und das war auch der Fall bei zwei Freunden und Verwandten, die Common sind. Sie nimmt an, dass das Teil der Emotionswelle und der Intensität ist. Sie sei sich auch nicht sicher, ob die Wissenschaftswelle schon angefangen habe.

ELIAS: Nein.

ELLA: Wird es in der Wissenschaftswelle viele Entdeckungen geben?

ELIAS: Vielleicht; es ist eine Möglichkeit. Wir werden es sehen, denn ihr habt eure nächste Welle noch nicht gewählt.

ELLA: Was haben wir gewählt?

ELIAS: Ihr habt noch nicht gewählt!

ELLA: Ich rede nicht über irgendwelche Wellen. Was haben wir gewählt, das du weißt und uns enthüllen kannst?

ELIAS: In welcher Hinsicht?

ELLA: Machen wir Fortschritte mit sein oder nicht sein? (Lachen)

ELIAS: Gut, meine Freunde ...

VERONICA: Elias! Ich habe unlängst angefangen Qigong zu machen. Ist diese Praxis eine Möglichkeit des Zugangs zu sich selbst und den universellen Energien als ein Weg zum Selbst?

ELIAS: Du kannst das als eine Methode verwenden.

VERONICA: Gibt es eine Hierarchie der Energieübungen?

ELIAS: Nein.

KATHLEEN: Kannst du mir sagen, ob ich Intermediate bin oder nicht?

ELIAS: Ja.

KATHLEEN: Und emotional?

ELIAS: Ja.

KATHLEEN: Und beginnender Fokus?

ELIAS: Nein, ein weiterlaufender Fokus.

KATHLEEN: Vielen Dank!

KEN: Kannst du mir meinen Wesensnamen sagen? (Pause)

ELIAS: Marcel.

LYNDA: M-A-R-C-E-L?

ELIAS: Ja.

KATHLEEN: Bleiben Wesensnamen während des Fokus ziemlich gleich?

ELIAS: Grundsätzlich ja; aber manchmal fluktuieren sie.

INNA: Welchen habe ich jetzt also?

ELIAS: Den Gleichen.

HELEN: Habe ich einen Wesensnamen?

ELIAS: Wesensnamen Lillie. Wesensfamilie Sumari, Ausrichtung Tumold, Orientierung Intermediate, Fokustyp religiös.

Gut, meine Freunde!

GRUPPE: Danke! (Beifall)

ELIAS: Gern geschehen. Ich wende mich mit meiner aufrichtigen Zuneigung jedem von euch zu und ermuntere euch wie immer sehr, unterstütze euch bei eurer Reise und bei euren Erforschungen und schicke euch meine große Zuneigung in Freundschaft. Euch allen, au revoir.

GRUPPE: Auf Wiedersehen, Elias! Au revoir!

Gesamte Sitzungszeit: 2 Stunden, 56 Minuten.