Sitzung 2730


"Der Nutzen des Unangenehmen"
"Die derzeitige Phase des Bewusstseinswandels"
"Ärztlicher Rat versus Intuition"
"Übung: eine Liste der Dinge machen, die du gerne tust"

Sonntag, 1. März 2009 (Privat)

Teilnehmer: Mary (Michael), Daniil (Zynn) und Natasha (Nichole)

(Elias Ankunftszeit ist nicht bekannt.)

ELIAS: Guten Morgen!

Beide: Guten Morgen!

ELIAS: (lacht) Und was sollen wir diskutieren?

DANIIL: Zunächst, hast du etwas, das du Mary sagen möchtest?

ELIAS: Nein.

DANIIL: Meine Großmutter starb vor etwa zehn Tagen. Früher war es so, dass wir öfters in Verbindung standen. Vielleicht hat sie mich dazu gebracht über Transition nachzudenken und mir vorzustellen zu versuchen, wie es sein wird. Es scheint einen gewissen Energieaustausch mit ihr zu geben. Was geht da vor sich? Gibt es da etwas?

ELIAS: Gewissermaßen schon, aber du kannst dich im Anschluss daran entscheiden, ob du das weiter machen willst oder nicht. Aber jetzt ist ihre Energie in dieser Realität, weil sie nach wie vor präsent ist. Sie hat noch nicht geblinkt. Daher bleibt diese Energie nach wie vor in dieser Realität unabhängig vom Zustand des Körperbewusstseins. Personen, die offen sind, können dieser Energie-Präsenz leicht begegnen, und eine starke Verbindung fühlen. Man kann auch unterschiedliche Informationen spüren und fühlen.

DANIIL: Also, wenn es in der Regel für Menschen, die sterben, ein Blinken gibt - du hast dafür vierzehn Tage genannt - ist das für mich eine Möglichkeit zu kommunizieren. Ich habe deswegen mehr an sie gedacht. Ich versuchte, ihr Energie zu senden, ihr freundlich gegenüber zu stehen und ihr zu vermitteln, dass es ihr gut gehen wird. Ich erinnere mich auch daran, dass du einigen Leuten gesagt hast, wenn sie glaubten, dass sie ihrer Familie oder wem auch immer helfen, dass manchmal das Gegenteil der Fall war, dass die sterbende Person irgendwie hilft, indem sie etwa Energie sendet oder eine Chance eröffnet. ELIAS: Ja.

DANIIL: In etwa vier Tagen sind es vierzehn Tage, werde ich dann eine Veränderung merken? Der Zugang wird nicht mehr so sein? (Pause)

ELIAS: Das hängt von dir und deiner Offenheit ab. Du fühlst oder spürst vielleicht vorübergehend eine gewisse Änderung. Diese Veränderung kann sehr kurz sein. Du kannst eine Veränderung wegen der Aufmerksamkeit der Person merken, denn wenn sie einmal hineinblinkt, vergiss das nicht, kann sie sich nicht mehr an ihren Tod erinnern. Daher ist sie vorübergehend der Meinung, dass sie weiterhin im physischen Fokus ist.

In Bezug darauf wird ihre Energie in einer ähnlichen Art und Weise gelenkt wie ihr eure Energie im physischen Fokus lenkt. Zum Beispiel, als diese Person im physischen Fokus war, hast du vielleicht nicht deine Energie oder Aufmerksamkeit auf sie gerichtet, und daher merkt sie deine Energie nicht unbedingt.

DANIIL: Angenommen, wenn sie meint, dass sie in Israel lebt, wo sie nach ihrer Trennung war, dann fühlt sie mich weniger, aber wenn sie sich in ihrem Heimatland Litauen wiederfindet, wo wir in derselben Wohnung lebten und mehr mit einander zu tun hatten, denkt sie möglicherweise mehr an mich.

ELIAS: Richtig.

DANIIL: Kann das davon beeinflusst werden, dass ich an sie denke...?

ELIAS: Ja, das kann sein. Lass mich dir sagen, auch wenn eine Person glaubt und wahrnimmt, dass sie weiter im physischen Fokus ist, ist es nicht ungewöhnlich, dass sie ihre Realität abändert und das dann als normal ansieht. Beispielsweise kann eine Person andere Personen, die sie liebt oder die ihr wichtig sind, in ihre physische Realität oder ihre wahrgenommene physische Realität einbeziehen, auch wenn diese nicht bei ihr waren, als sie starb.

Sie können auch andere Faktoren einbeziehen. Es kommt oft vor, dass eine Person, wenn sie ein Tier hatte, dem sie besonders nahe war, das sie aber schon als Kind hatte, diesem Tier einen Platz in seiner Realität gibt. Es ist nicht ungewöhnlich, Dinge, die sie sehr gern haben oder tun wollen, mit einzuschließen. Genau diese Faktoren tragen sehr oft dazu bei, dass sie sich erinnern. Denn sie können zu gewissen Widersprüchen führen, was neugierig macht und zu Fragen führt. Das hilft wirklich dabei, dass sie sich an ihren Tod erinnern.

DANIIL: Zum Beispiel, ihr Sohn, als sie in Transition war, dachte sie meistens an ihren Sohn, obwohl ihr Sohn mit ihr am wenigsten zu tun hatte, und sie konnte mich oder meine Mutter nicht erkennen. Nun kann sie ihn in ihre Umgebung setzen und damit irgendwie einen Ausgleich schaffen oder sich damit überraschen, dass er bei ihr ist.

ELIAS: Richtig.

DANIIL: Was ist ihr Wesensname? (Pause)

ELIAS: Margene.

DANIIL: Ich dachte gestern, weil ihr Name Miriam ist, ist ihr Wesensname vielleicht ähnlich.

Meine Offenheit, wie mache ich mich auf dem Gebiet der Offenheit?

ELIAS: (lacht) Und wie schätzt du das ein?

DANIIL: Meine Einschätzung ist, dass es schwankt, wie so oft. Ich versuche, mich daran erinnern, dass alles, womit ich zu tun habe ein Teil von mir oder Teil der Projektion anderer Menschen ist, die ich mir aneigne. Ich versuche dieses Mantra, zu benutzen, dass die Umstände nicht so wichtig sind wie mein Seinszustand. Ich versuche an mein Mantra zu denken. Manchmal überrasche ich mich, z.B. wenn ich die ganze Nacht durcharbeitete - den ganzen Tag, die ganze Nacht und wieder den ganzen Tag - und mich fast wieder jung fühlte. Ich war in der Lage zu arbeiten. Ich war im Stande, im Moment zu bleiben und es zu tun.

Natasha: Ich war erstaunt, drei Schichten in einem durch ohne Schlaf oder Pause zu arbeiten. Und spielte gut auch in einem Spiel mit mir! Das ist seine tiefere Absicht (intent). Erstaunlich! (Elias lacht)

DANIIL: Dabei überrasche ich mich manchmal auf unterschiedliche Art und Weise. Wir fuhren hier her und plötzlich war ich reisekrank, plötzlich und heftig. Ich habe versucht daran zu denken, dass ich das angezogen habe, vielleicht um mich abzulenken oder mich zurück ins Jetzt zu bringen. Aber das ist zunächst schwer zu glauben, weil es einem so unangenehm ist, und man denkt, warum habe ich mir das angetan?

ELIAS: Das ist die häufigste Frage, nicht wahr? Immer wenn ihr irgendeine Erfahrung macht, die unangenehm oder belastend ist, fragt ihr gewöhnlich: "Warum habe ich mir das nur angetan?" Ihr denkt automatisch, warum kann ich mir nicht dieselben Informationen auf eine angenehme Art und Weise zukommen lassen. Die Antwort darauf ist, ihr existiert in einer physischen Realität, die in ihren Bauplan Dualität mit einschließt.

Dualität ist der Ausdruck von Gleichgewicht. Wenn ihr euch wohlfühlt, behaltet ihr das bei oder versucht es aufrecht zu erhalten. Wenn ihr euch nicht wohl fühlt, versucht ihr etwas zu ändern. Das ist das Gleichgewicht. Wenn ihr euch immer wohlfühlt, werdet ihr nicht versuchen etwas zu ändern, sondern versuchen das beizubehalten. Die Veränderung lässt euch expandieren. Deshalb haltet ihr das Wohlgefühl immer so lange wie möglich aufrecht und bringt dann Erfahrungen ein, die irgendwie unangenehm sind, um euch zu motivieren. Ihr seid weniger motiviert, wenn ihr euch immer nur wohlfühlt, und das ist natürlich.

DANIIL: Also, das ist ähnlich wie die Idee vom Fluss in dem Buch, dass Natasha gelesen hat, nämlich, wenn es zu leicht ist, langweilt man sich, wenn es zu schwierig ist, wird man demotiviert, aber wenn es in der Mitte gehalten wird, gibt es genug Herausforderung, aber nicht zu viel, dann fließt man.

ELIAS: Richtig, das ist das Gleichgewicht. Es geht nicht darum, jegliche Beschwerden zu beseitigen, nicht darum, eine Utopie zu erschaffen, sondern darum, Unangenehmes zu minimieren und alles mögliche Ungemach in einer Weise zu erschaffen, die man akzeptieren und als nicht so schlimm sehen kann.

DANIIL: Dennoch zurück zu meiner Offenheit. Sie verändert sich viel. Wenn ich meinen physischen Körper als eine Mitteilung an mich nehme, manchmal kann ich die Treppe rauflaufen und mich einfach toll fühlen, und manchmal fühle ich mich dabei auch wie ein alter Mann, atme schwer und so weiter. Das zeigt mir, wie sich Physisches mit dem Rest von mir verändert, nicht wahr?

ELIAS: Manchmal. Das ist nicht immer ein Hinweis darauf, wie offen du in einem bestimmten Moment bist. Es kann von vielen verschiedenen Faktoren abhängen. Ähnlich wie beim Dualitätsgleichgewicht habt ihr auch, was ihr als Stimmungen kennt. In einer Situation kann die Stimmung, wenn man so will, viel leichter sein. Daher ist eure Energie leichter und ihr könnt mit Leichtigkeit körperlich aktiv sein. Ein anderes Mal kann eure Stimmung schwerer und dichter sein. Das heißt nicht, dass ihr dabei nicht offen sein könnt. Es ist lediglich ein Hinweis darauf, dass euer Körperbewusstsein auf die Stimmung reagiert. Also kann es sein, dass eure Energie dichter ist und körperliche Aktion daher vielleicht schwierig ist. Aber das ist nicht unbedingt ein Indikator, wie offen ihr dann seid. Ihr könnt in einer sehr hellen, leichten Stimmung sein und eine sehr leichte Energie haben und eurem Körperbewusstsein können Aktivitäten leicht fallen und könnt dabei nicht offen und automatisch gesteuert sein. DANIIL: Aber ist diese Schwere eine natürliche Seite von mir, eine natürliche Saison, eine natürliche Pendelschwingung oder ist das ein Indiz dafür, dass ich mich irgendwo verstecke, irgendwo nicht offen bin? Da du in der Regel für Leichtigkeit bist, so scheint es, im Gegensatz zur Schwere.

ELIAS: Ja, aber denk an die Dualität, ihr habt auch alle diese natürliche Ergänzung und Entsprechung in euch. Ihr habt Momente, in denen ihr schwerer und andere in denen ihr leichter seid. Gewöhnlich gehören die Momente, in denen ihr schwerer seid, zu den unangenehmen Momenten. Ihr fühlt euch in diesen Situationen in der Regel nicht so wohl wie wenn eure Energie leichter zum Ausdruck gebracht wird. Aber - noch einmal - das motiviert auch. Ihr gebt Acht.

DANIIL: Wenn ich merke, dass ich schwer bin, wäre es dann normalerweise besser, - ich weiß, sie wird lächeln (zeigt auf Natasha) - zu versuchen, es als ein Signal zu nehmen, etwas zu ändern und zu versuchen leichter zu werden, oder wäre es besser einfach meine Schwere und Dichte zuzulassen, nur zu akzeptieren, was kommt, und zu warten, bis sie sich auflöst?

ELIAS: Normalerweise hängt es vom jeweiligen Moment ab. Jetzt in dieser Welle würde ich vorschlagen, dass ihr es anerkennt und euch nicht durchkämpft. Weil das in dieser Welle die Situation lediglich weiter verschärfen würde. Es ist ratsam, dass ihr euch sein lasst, was auch immer ihr in einem bestimmten Augenblick seid, und das anerkennt und nicht versucht, euch da durchzukämpfen oder etwas sehr zu ändern. Es wird sich ganz von selbst auflösen.

Natasha: Ich möchte etwas klarstellen. Wir sprechen hier über leicht und schwer, dick und dünn und offen und verschlossen. Ist das alles dasselbe? Heißt "offen" exponierter? Ist das dasselbe wie leichter sein?

ELIAS: Nein, nicht unbedingt.

Natasha: Wie geht es ihm, was offen und exponiert betrifft, da bin ich selbst gespannt. Ich selbst habe einen Eindruck, ich möchte nur sehen, was du denkst.

ELIAS: Ich möchte sagen, dass du Fortschritte machst und offener wirst. Du bist aufmerksamer und wertest in dir aus, was du fühlst und tust, lässt dich verschiedene Aspekte deiner selbst sehen, auch wenn sie zunächst nicht unbedingt angenehm sind. Du erlaubst dir, dich selbst zu sehen und zu erleben, und das ist ein großer Fortschritt.

DANIIL: Vielen Dank. Also, der Zustand meines physischen Körperbewusstseins ist nicht irgendwie in einer Notsituation? Ich brauche keine Medikamente gegen Cholesterin oder so ähnlich einzunehmen? Ich mache es schon richtig?

ELIAS: Ja.

DANIIL: Ich nehme diesen Hund, der auf meinem Schoß schläft, als Hinweis dafür, dass ich vertrauenswürdig bin. (Elias lacht) Manchmal in letzter Zeit ist meine Wahrnehmung, als wäre ich auf dem Meer und verlöre das vertraute Ufer aus den Augen. Ich weiß, das ist mein Leben, ich weiß, es wird gut gehen, ich weiß, dass ich gern da bin, wo ich bin, aber trotzdem weiß ich nicht, wo ich bin. Es ist so, als wäre ich auf dem Meer und habe nichts, was ich ergreifen könnte.

Natasha: Weißt du, wo du sein willst?

DANIIL: Ich habe keine Ahnung!

ELIAS: Und ich möchte dir, mein Freund, sagen, dass dein Boot sehr voll ist! (Daniil lacht) Denn ich würde sagen, dass die meisten Menschen etwas ganz Ähnliches erfahren. Ich würde sagen, wenn du das allergrößte Boot in deiner Realität hättest, wäre es immer noch sehr voll! (Lacht) Das ist ein Teil dieser Phase des Bewusstseinswandels.

Nun, diese Phase des Wandels, die in dieser Welle sehr vorangetrieben wird, bringt euch zu einem neuen Erkennen und einer Neudefinition von Identität. Bis jetzt habt ihr eure gesamte Geschichte hindurch eure Identität von euren Erfahrungen geprägt gesehen. Ihr habt eure Identität als etwas gesehen, das eure Erfahrungen und alle Einflüsse als Teil eurer Identität umfasst. Aber eure individuelle Identität ist unabhängig von all diesen Faktoren. Das ist sehr ungewohnt. Ihr entfernt nun die Einflüsse von außen und die Erfahrungen und zeigt euch, wer ihr seid, wer ihr wirklich seid.

Das "Du" in deiner Identität ist stabil und bleibt dasselbe unabhängig von irgendwelchen Einflüssen oder Erfahrungen, die ihr habt. Das ist der Kern, und ihr bewegt euch in dessen Entdeckung. Ihr werdet in dieser Erforschung beginnen zu erkennen, dass eure Richtlinien ein Teil eurer Identität sind. Aber ihr werdet anfangen, das ganz anders als bisher zu sehen.

Natasha: Meinst du, dass die eigenen Richtlinien sich ändern werden, dass man seine Richtlinien für sich bestimmt?

ELIAS: Eure Richtlinien verändern sich nicht, aber ihr werdet sie anders sehen und verstehen, wenn ihr erkennt, dass sie ein Element der individuellen Identität sind und dessen, wer ihr seid. Ihr entfernt alles von dieser Identität, was ihr gelernt habt, was ihr gelehrt wurdet, alles, was ihr erlebt habt, alle äußeren Einflüsse und Meinungen und Assoziationen, und kommt dazu, wirklich zu erkennen ...

Natasha: Gibt es da noch etwas? Ich fürchte, ich werde dort nichts finden!

ELIAS: Ah, aber du wirst! Und ich möchte sagen, dass ihr, abgesehen von den anfänglichen Erfahrungen, Großartiges entdecken werdet. Zunächst kann es etwas beunruhigend, irritierend, überwältigend, vielleicht sogar etwas beängstigend sein, denn es ist sehr ungewohnt. Wie du in deiner Analogie sehr gut ausgedrückt hast, gibt es nichts Vertrautest, das ihr begreifen könnt. Aber aus dem Unbekannten wird der wirkliche Kern von euch geboren.

DANIIL: Ich habe den Eindruck, dass Offenheit zu helfen scheint. In meinem Fall zum Beispiel, ich hatte Angst mich zu öffnen, weil ich mich im Hinblick darauf, was andere Menschen von mir denken könnten, selbst verurteilte. Jetzt wo ich mich sein lasse und mich ein wenig öffne, erkenne ich, dass mein Ausdruck mein Ausdruck ist und nicht unbedingt gut oder schlecht ist und meine Freunde ihn mögen oder dessen überdrüssig sind. Das ist auch kein Problem. Aber ich drücke mich aus, sie drücken sich aus, und das Leben geht weiter. Also erlaubt mir diese Offenheit, mir selbst mehr Aufmerksamkeit zuzuwenden.

ELIAS: Ja.

DANIIL: Zu etwas anderem, worüber viele mystische Schulen oft reden. Einige Leute sagen, dass man sich zunächst leer fühlt und plötzlich entdeckt man, dass man voller Licht ist, oder in Castanedas Schriften, haben sie eine Praxis, ihr Leben zu rekapitulieren, um die äußeren Einflüsse loszuwerden oder sie besser zu erkennen und sich zu befreien. In der Sufi-Poesie reden sie darüber, den Traum hinter sich zu lassen und zurück zur inneren Realität zu gehen und so weiter.

ELIAS: Ja.

DANIIL: Jetzt, wo die emotionale Welle da ist, sehe ich manchmal Filme und Shows und werde plötzlich von Gefühlen überwältigt. Das ist ein weiterer Teil des Sich-Öffnens. Ich lasse mich weinen und es mich herausschreien und die ganzen Komplexe und emotionalen Blockaden loswerden.

ELIAS: Ja, und oft sind das Ventile um Energie abzulassen. Zwei der effektivsten Ausdrücke und Ventile für die Freisetzung von Energie sind Weinen und Lachen.

DANIIL: Das ist der Grund, warum Osho (Rajneesh) fünf Minuten Wein- und fünf Minuten Lachmeditation hatte.

ELIAS: Das sind zwei Handlungen, die sehr effektiv Energie abführen, was sehr günstig ist, weil es euch erlaubt, euch zu entspannen.

DANIIL: Es kommt nicht darauf an, was einem zum Weinen brachte, weil man eigentlich ohnehin wegen etwas anderem weint. Es ist nur ein Loslassen von alledem. Dabei spielt es keine Rolle, ob es gerade jetzt oder vor zehn Jahren passiert ist. Man weint es nur heraus.

ELIAS: Richtig.

DANIIL: Interessant, das über das Erkennen der eigenen Richtlinien. Gestern haben wir über "My Cousin Vinny", den Film, gesprochen und ich sagte Natasha, dass er mir sehr gefällt, und es scheint irgendwie eine starke Resonanz des Sumari-Teils davon mit mir und mit all meinen Freunden zu geben. Aber sie irritierte der Film, aber ich sah ihn fast als meinen eigenen. Genauso bin ich. Ich bin in einer Situation, wo ich nicht recht weiß, was zu tun ist, es ist ernst und ich versuche mein Bestes zu tun und doch kommt mir vor, als wäre es eine Komödie und es ist lustig. Etwas in ihr akzeptiert das nicht. Es geht da um Unterschiede, denke ich. Ich sagte Natasha auch, wenn sie den Film heute anschaut, würde sie ihn wahrscheinlich besser aufnehmen, weil sie mit mir besser kann.

ELIAS: Das ist möglich.

DANIIL: Ich wollte dich fragen, zum Beispiel in der Astrologie, wenn ich Horoskope zu analysieren hatte, wie z.B. das Zeichen des Schützen, und ich etwas sagte, wie z.B. Begeisterung, wurde das von dieser Person vielleicht nicht immer gut aufgenommen, weil der Schütze einige unharmonische Aspekte dazu hat. Gilt so etwas auch für Familien? Vielleicht erzeugt dieser Film, in seinem Sumari-Ausdruck, eine negative Resonanz in Natasha, weil sie einige Aspekte hat, die im Gegensatz zu Sumari stehen.

ELIAS: Ja manchmal, in bestimmten Ausdrücken, kann das auftreten, so wie es vorkommt, dass bestimmte Kombinationen von Familien ein Gleichgewicht und eine Harmonie erschaffen. Es gibt einige Eigenschaftskombinationen, die auch Unfrieden stiften können.

DANIIL: Ich hatte gesagt, dieser Film ist Sumari und du hast akzeptabel gesagt. Das heißt, dass es noch genauer geht. (Zu Natasha) Du hast Ilda gesagt. Ist er Ilda?

ELIAS: Ja.

Natasha: (lacht) Ich kann mich nicht erinnern, was ich gesagt habe!

DANIIL: (Zu Natasha) Okay, ich gebe jetzt an dich weiter.

Natasha: Mir geht es ähnlich wie ihm, aber aus meiner Sicht. Ich erkenne, dass die Fragen, die ich vorbereitet habe, alle zusammenhängen, und im Grunde eine zur anderen führt. Generell wollte ich mit dir über meinen jetzigen Seinszustand sprechen und eine Art Rätsel.

Ich ging zu einem Arzt und der Arzt sagte mir, ich brauche Medikamente für den Blutdruck, blutdrucksenkende, weil das in der Zukunft meine Organe schädigen könnte und blah blah blah. Also beginnen wir mit der Medizin, und eigentlich (unverständlich) und die Projekte in meinem jetzigen Leben, wie ich es sehe und wie ich es als Rätsel wahrnehme. Auf der einen Seite verstehe ich logisch, dass die Ärzte meine Schöpfung sind. Das ist ein Arzt, den ich erschaffen habe, und ich gehe zum Arzt, aus welchen Gründen auch immer, aber objektiv spielt die bildliche Darstellung (imagery) keine Rolle, und ich wollte zum Arzt, und ich wollte hören, was er sagt. Auf der anderen Seite sagt mir meine Logik und mein Bauch, ich weiß nicht, er sagt mir, ich habe mit diesem Druck mein ganzes Leben lang gelebt und irgendwie hat sich mein Körper dem angepasst. Wenn ich dieses Medikament nehme, störe ich vielleicht irgendwie mein eigenes Gleichgewicht. Beide Argumentationen sind für mich gleich stark - eine Denkweise und eine zweite, und ich weiß nicht, welche ich wählen soll.

ELIAS: Ich möchte sagen, dass diese Situation in Wirklichkeit ganz einfach ist. Du hast den Arzt in Übereinstimmung mit deinen Glaubensannahmen konsultiert, was eine ganz natürliche Handlung ist, und hast damit nicht gegen dich opponiert. Du hast Informationen über dich beim Arzt eingeholt, aber du hast dir auch selbst über deine Intuition eigene Informationen zukommen lassen. Sie stehen nicht unbedingt im Widerspruch zu einander. Die eine erklärt vielleicht nur, was dein Körperbewusstsein tut, und du hast auch selbst deine eigene Kommunikation, wie du damit umgehen kannst.

Ich verstehe, dass du ein gewisses Vertrauen in eure Ärzte hast und sie einzubeziehen nicht gegen die eigenen Glaubensannahmen verstößt, aber das heißt nicht, dass du immer der Meinung der Ärzte sein musst. Manchmal kannst du nicht ihrer Meinung sein. In diesen Situationen ist es wichtig, auf deine Intuition zu hören.

Natasha: Es ist wichtig, und ich habe diese Haltung schon lange. Seit den Teenager-Jahren habe ich höheren Blutdruck. Für mich stimmt das, und ich fürchte, wenn ich dieses Medikament einnehme, kann ich vielleicht dieses Gleichgewicht nicht mehr aufrechterhalten. Aber der logische Teil von mir sagt, dass ich möglicherweise unrecht habe und mir das alles nur einbilde, um dieses Medikament nicht einnehmen zu müssen. Ich weiß nicht, wann ich meiner Intuition vertrauen kann. Was ist meine Intuition und was ist mein logisches Denken? Ich weiß nicht einmal, woher die Information kommt.

ELIAS: Deine Logik ist vielleicht nicht immer richtig, und in einem Fall wie diesem, in dem du dich in zwei Richtungen gezogen fühlst, denk daran, auf deine Intuition zu hören, ist eine Handlung, der du vertrauen kannst, und es ist auch keine Situation, die in Stein gemeißelt ist. Es ist vielleicht auch keine entweder/oder Situation, entweder nehme ich das Medikament oder ich tue das nicht. Es kann sein, dass der Grund für diesen Konflikt in dir ist, dass du nicht bereit bist. Daher ist mein Vorschlag, dass du auf deine Intuition so lange hörst, bis sich das ändert.

Natasha: Weißt du, wie ich dich verstehe? Ich werde auf meine Botschaften hören. Was passieren wird ist, dass ich nichts tun werde, und dann passiert etwas Schlimmes und ich bin gezwungen, die Medizin zu nehmen! Ich könnte es auch so verstehen: "Ich nehme das Arzneimittel besser gleich." Ich verstehe, was du sagst, ich verstehe, dass du mir nicht sagen kannst, es zu nehmen oder nicht zu nehmen. Du sagst mir, auf mich zu hören.

ELIAS: Ja, und du hast das Gefühl, dass das Medikament nicht notwendig ist, richtig?

Natasha: Ja, mein Gefühl sagt mir, es nicht einzunehmen, aber dabei schwingt auch mit, dass beides logisch ist. Es basiert alles auf früheren Erfahrungen. Ich spüre es nicht, ich habe es nie gefühlt, aber sie sagen, es ist ein stiller Mörder, ich spüre es vielleicht nie. Daher begann ich mir zu misstrauen. Denn beide sind logisch - was die Medizin mir sagt ist logisch, und was ich mir sage ist auch logisch - zwei logische Dinge. Ich weiß nicht, ob es Logik ist, wenn ich mir sage, dass es gut gehen wird, oder ob es Intuition ist. Ich bin nicht ganz sicher.

ELIAS: Ja, das ist Intuition. Es ist kein Wunschdenken.

Ist deine Angst dabei stärker als deine Intuition, oder ist deine Intuition stärker als deine Angst?

Natasha: Ich weiß es nicht. Es ändert sich.

ELIAS: Das ist etwas, das du bedenken solltest, denn das ist wichtig. Wenn deine Angst, die Medikamente nicht zu nehmen, größer ist als deine Intuition, heißt das nicht, dass deine Intuition falsch ist, sondern dass deine Angst sie sehr gut außer Kraft setzen kann. Daher geht es darum, deiner Intuition zu vertrauen, oder zu erkennen, dass deine Angst etwas stärker als deine Intuition ist, was das Potential zur Erzeugung dieser Art von Energie erschafft, mit der du die Manifestation erschaffen würdest.

Natasha: Jetzt verstehe ich, Elias. Danke.

ELIAS: Sehr gut.

Natasha: Jetzt fühle ich mich in diesem Rätsel. Auf der einen Seite habe ich nicht das Gefühl etwas tun zu müssen, und auf der anderen Seite erkenne ich gern einige Dinge über mein Leben und die Art und Weise wie mein Alltag abläuft, und erkenne, dass die Dinge, die ich mache, Struktur haben. Ich gehe gerne zur Arbeit, obwohl ich es nicht gern zugebe, gehe ich gern, aber ich mag es angenehm und nicht stressig, und versuche nun, das aufrecht zu erhalten. Auf der anderen Seite kommt mir vor, dass ich in einer Art Schwebezustand bin, dass ich zu faul bin, etwas zu tun, um weiter zu kommen. Obwohl ich um die Welle und den Wandel weiß, der stattfindet, weiß ich nicht, was zu tun ist! Einerseits will ich mich nicht drängen, andererseits habe ich das Gefühl, dass ich nur faul bin und nichts tun will, aber wie zum Teufel soll ich mit dem Leben, dass ich lebe, zufrieden werden?

ELIAS: Was ganz ähnlich ist wie bei dir. (zu Daniil)

DANIIL: Ja. Lass mich das sagen, ich fühle mich in einer sehr ähnlichen Art und Weise! (Elias lacht)

ELIAS: Und noch einmal, ihr seid nicht faul, und es ist ratsam, euch nicht zu etwas zu drängen. Obwohl es den Anschein hat, dass eure Motivation weniger geworden ist und ihr unsicher seid, welche Richtung ihr einschlagen wollt, ist das alles ein Teil des Wandels und des Erfahrens der Identität. Denn euch fehlt derzeit zu wissen, was ihr wollt, zu wissen, was befriedigend ist, zu wissen, was spannend ist und worin eure Leidenschaft wirklich liegt. Das ist das, was ihr entdeckt.

Natasha: Ich sehe gar nichts.

ELIAS: Richtig, denn um das zu erkennen, müsst ihr entfernen, was verdeckt, und das ist der Prozess der Aufdeckung.

Natasha: Nichtstun ist ein Prozess der Aufdeckung?

ELIAS: Ja. Es scheint, dass ihr nichts tut, denn es scheint, dass ihr nur den alltäglichen Trott ohne innere Beteiligung und Interesse abspult. Aber indem ihr das tut, legt ihr auch Assoziationen ab und alles, was ihr an Erfahrungen und Einflüssen von außen an eure Identität geheftet habt und was ihr gelernt habt und was euch gelehrt wurde. Ihr legt diese Stücke ab um zu ent-decken.

Dabei setzt ihr nicht unbedingt eine physische Handlung, aber es geschieht.

Natasha: Ich glaube, dass ich nicht einmal eine geistige Tätigkeit mache. Es ist mein geistiges Geschwätz, mehr nicht.

ELIAS: Aber darauf kommt es nicht an (it matters not).

DANIIL: Erinnerst du dich, dass du mir gesagt hast, Erinnerungen werden im Arsch gespeichert? (Elias lacht mit Natasha)

Natasha: Ich habe es in den Büchern von Castaneda gelesen.

DANIIL: Vielleicht solltest du deine Aufmerksamkeit von deinem Geschwätz dem wirklich Realen zuwenden! (weiterhin Lachen)

ELIAS: Es geht darum, die Tatsache anzuerkennen, dass die Zeit, in der ihr euch etwas getrennt, etwas unmotiviert fühlt und meint, dass ihr nur automatisch agiert und eher ein Roboter seid als ihr selbst, euer konkretes Anzeichen dafür ist, dass ihr in diesem Prozess der Ent-deckung seid. Denn ihr fühlt euch wie ein Roboter, weil das die Schale ist, in der ihr euer gesamtes Leben verbracht habt.

DANIIL: Man meinte, das sei die Realität, das sei man selbst, aber jetzt entdeckt man, dass man das hinter sich lassen muss im Inneren.

Natasha: Das ist es, was mir Angst macht.

ELIAS: Ah, aber das ist die Schönheit! Denn wenn du einmal diese Schale geöffnet hast, ist da eine großartige Brillanz. Es ist ein Juwel in ihr. Dieses Juwel legt ihr frei und entdeckt ihr.

DANIIL: Einige Mystiker sagten, dass sie, als sie Erleuchtung erlangten, lachten und überrascht waren, nicht wie herrlich es ist, sondern auch, weil es immer da war und es geschehen konnte, dass es ihnen nicht aufgefallen war.

ELIAS: Richtig.

Natasha: Werde ich genauso wie die Mystiker sein, die verehrten Mystiker, und es irgendwann so fühlen? Ich frage mich. Werde ich so alt werden um das zu erleben?

ELIAS: Ich würde sagen, du wirst. Es ist eine große Entdeckung. Es ist keine Utopie, sondern eine großartige Entdeckung. Es ist eine Entdeckung, die euch erlauben wird, wirklich ihr selbst zu sein und voll und ganz eure eigene Richtung zu bestimmen, unabhängig davon, was euch gelehrt wurde.

Das heißt nicht, dass ihr alles wegwerft, was ihr gelernt habt, aber ihr werdet den Unterschied erkennen zwischen dem, was euch gelehrt wurde, und dem, was ihr eigentlich seid. Im Wissen um diesen Unterschied wird euch viel klarer sein, was ihr wirklich wollt und was ihr wirklich tun wollt.

Natasha: Das wissen, ja. Wissen, dass der Wandel weitergeht, die Welle kommt. Ich bin irgendwie, wenn ich mit mir rede, ich sage mir, du musst etwas finden, das du gern tust, du musst etwas leisten, du musst etwas finden, was du gut kannst, etwas das du tun und genießen kannst, und trotzdem mein Auskommen finden. In Gesprächen mit mir begreife ich das. Es schafft eine Stimmung voller Erwartungen, dass ich mich antreiben muss. Aber ich strenge mich an und kann trotzdem nichts finden. Ich treibe mich hinein in die Leere, in dieser Hinsicht, weil ich nicht weiß, was ich tun soll. Ich versuche hie und da zu erhaschen, was ich mag. Ich versuche mich zu beobachten. Aber ich mag das alles, aber ich will nicht, dass es sich wiederholt, weil ich genug habe, wenn ich einige Zeit damit verbracht habe. Also ist alles von kurzer Dauer und ich kann nichts finden, was ich wirklich gerne ständig machen würde.

ELIAS: Lasst mich euch beiden eine Übung geben. Macht eine Liste.

Schreibt alle Handlungen, die ihr gerne macht, auf diese Liste. Was auch immer es ist, darauf kommt es nicht an. Es kann eine Tasse Kaffee trinken sein, ein Spiel spielen, sich einen Film anschauen, Musik hören, spazieren gehen, in der Badewanne liegen. Egal was. Lasst euch wirklich an all die Handlungen denken, mit denen ihr euch beschäftigt und wirklich genießt. Diese Liste soll auf der einen Seite des Papiers stehen. Auf die andere Seite, neben die einzelnen Handlungen, schreibt ein Gefühl, das am meisten in Zusammenhang mit der Handlung steht, und zwar das Gefühl, das den Spaß damit und die Lust daran ausmacht.

Sobald ihr diese beiden Listen nebeneinander habt, geht sie durch, geht die Gefühle all der Handlungen durch und stellt euch andere Handlungen, die ihr möglicherweise tun könntet, vor, die dieselben Gefühle auslösen. Das erfordert Phantasie. Denn das ist eine Übung des Expandierens; diese Übung dient dazu, euch weiter werden zu lassen.

DANIIL: Mein Verdacht ist, dass in meinem Fall meine Liste der Gefühle viele Wiederholungen haben wird. Es könnte sogar nur ein Gefühl sein.

ELIAS: Darauf kommt es nicht an!

DANIIL: Ich mag es, wenn ich im Moment bin. Wenn ich programmiere und mich dabei vergesse, mag ich das. Ich mag es auch, wenn ich mit meinen Freunden bin und mich dabei vergesse.

Natasha: Ich glaube, es ist bei jedem Gefühl so, dass es nach oben geht, den Hügel hinauf, und man Erfüllung und Zufriedenheit erreicht. Manchmal verweilt man und dann war es das. Dann wiederholt sich der Prozess. Ich glaube, das ist bei jedem Gefühl so. Es erreicht einen Höhepunkt und dann war es das.

ELIAS: Ja, ich stimme dir zu, aber wenn du wirklich auswertest, was du fühlst, muss es kein emotionales Gefühl sein. Es kann es sein, aber es muss nicht sein. Bei einigen Handlungen, die ihr genießt, tritt vielleicht ein angenehmes Gefühl auf. Es kann ein Gefühl der Ruhe sein. Es kann ein Gefühl von Begeisterung sein.

Natasha: Für mich sind das alles emotionale Gefühle.

ELIAS: Das sind alles unterschiedliche Gefühle, die mit verschiedenen Handlungen einhergehen. Es ist nicht immer dasselbe Gefühl. Daher geht es darum auszuwerten, was ihr wirklich fühlt und welche anderen Handlungen ihr euch vorstellen könnt, mit denen ihr möglicherweise auch dieses Gefühl erschafft. Auch wenn ihr eine solche Erfahrung noch nicht gemacht habt, ihr es euch aber vorstellen könnt ...

DANIIL: Ja, damit bin ich einverstanden. Auf meiner Liste wäre, wenn ich versuche, ein Problem zu lösen, etwas zu reparieren und meine Fähigkeit, etwas zu verändern, einsetze. Dann bin ich sehr konzentriert und sehr aufmerksam.

ELIAS: Und fest entschlossen.

DANIIL: Und entschlossen, und das ist etwas, was ich sehr gerne mag. Dann bin ich entspannt und fühle mich wohl und denke an nichts, aber es gefällt mir auch, was ein angenehmes Gefühl ist.

ELIAS: Richtig, ja. Ihr werdet erkennen, dass Handlungen unterschiedlich sein können aber dasselbe Gefühl ausdrücken. Darauf kommt es nicht an. Aber es ist wichtig, die verschiedenen Gefühle zu definieren, die ihr mit verschiedenen Handlungen hervorruft.

Natasha: Wir haben dann schwarz auf weiß, was wir wollen, und geben dem Namen.

ELIAS: Ja. Das lässt euch Imagination üben, sie ausweiten und inspiriert euch in verschiedenen Richtungen. Manche Gefühle, die ihr genießt, haben vielleicht sogar mit Wettbewerb in verschiedenen Situationen zu tun. Ihr genießt vielleicht wirklich einen Wettkampf mit anderen Personen, sie herauszufordern und euch anzustrengen um zu gewinnen. Gewinnen ist auch ein angenehmes Gefühl.

Wie ihr also sehen könnt, gibt es viele verschiedene Gefühle, die mit verschiedenen Handlungen einhergehen. Ihr seid vielleicht nicht begeistert, wenn ihr eine Tasse Kaffee trinkt. Ihr könnt es trotzdem genießen, eine Tasse Kaffee zu trinken, denn es kann euch beruhigen oder wohltuend sein.

DANIIL: Gewinnen, ich habe zwei verschiedene Gefühle dazu. Manchmal mag ich es zu konkurrieren und gewinne gerne und manchmal bin ich in einem Wettkampf sehr entschlossen und konzentriert und unter bestimmten Bedingungen war ich sehr gut. Aber jetzt schäme ich mich fast dafür, weil ich versuche, alle Menschen zu akzeptieren und alle als gleichwertig zu erkennen. Dann frage ich mich, was bin ich für ein Idiot, dass ich gewinnen will. Warum bin ich versucht zu gewinnen?

ELIAS: Es ist nicht falsch, es ist nicht schlecht. Ich bin mir dessen bewusst, dass ich oft von Wettkampf abgeraten habe, aber in bestimmten Situationen ist Wettkampf nicht schlecht.

DANIIL: Wenn er spielerisch angegangen wird.

ELIAS: Ja. Wenn du den Wettkampf in bestimmter Weise siehst, ist es schädlich. Wenn Herabsetzung dabei ist, sollte man sich damit auseinandersetzen. Aber in manchen Situationen, in spielerischen Situationen, ist Wettkampf nicht schlecht und kann sehr anregend und motivierend sein. Daher ist es wieder einmal eine Frage der Dualität - nicht Duplizität, Dualität - und es geht darum, das Gleichgewicht zu finden und die Ergänzung.

DANIIL: Eine interessante Sache zu Wettbewerb ist, immer wenn ich Natasha fühle, auch wenn ich auf dem Meer bin und ich nicht weiß, woran ich mich halten kann, aber einem kann ich vertrauen, nämlich sie zu fühlen. Das ist angenehm für mich. Es ist einfach für mich zu konkurrieren, weil sie immer vor allem eine beruhigende, angenehme Aura für mich hat.

Natasha: Ich kann nicht Schritt halten mit dir!

DANIIL: Aber manchmal möchtest du, dass ich begeisterter und leidenschaftlicher bin!

Natasha: Weil du die ganze Zeit schläfst! (Lachen) Vielen Dank, Elias.

ELIAS: Gern geschehen, meine Freunde, wie immer. Ich drücke jedem von euch große Zuneigung und große Ermutigung aus. Ihr kommt gut voran! Auch wenn ihr das nicht glaubt, tut ihr es doch. (lacht) Bis zu unserem nächsten Treffen, liebe Freunde, au revoir.

Elias geht nach 1 Stunde, vier Minuten ab.